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Siebenter Band. M bis N.
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64 MalachiaS Malochowski

holz) liefern und welche der Aufenthalt von Elefanten, Königstigern, Büffelnund unzähligen Affen sind. Malabar begreift die Königreiche Kalikut , Köchin undTravankor, gegenwärtig Vasallenstaaten der Briten, die in den wichtigsten Städ-ten Besatzungen unterhalten. Diese Staaten bestehen theils aus großem Fürsten-thümern, theils aus einer Menge Herrschaften, nebst einem kleinen Überreste einesältern Staats der Mapulets (Mohammedaner aus Arabien, die hierher im 8.Jahrh. n. Chr. kamen, und deren Staat noch gegen die Mitte des verflossenenJahrh, blühend war). Der Landesadel, die Namen, gehören im Allgemeinen zuder vierten edeln Classe der Hindus, ein großer Theil aber zu der zweiten edelnKaste (s. d.); dann heißen.sie, besonders die Fürsten , Befehlshaber und Kriegerderselben, Na'iken. Der Regent von Kalikut führt noch wie ehemals den TitelSsamorin, d. h. Kaiser, ist aber jetzt sehr unbedeutend. Der mächtigste Fürst istder König von Travankor (366 ÖM., 900,600 Einw.). In Köchin haben dieNiederländer HandelSfactoreien, wiewol mit großer Beschränkung von Seiten derBriten. Die malabarische Sprache gehört zu den wohlklingendsten unter denHindusprachen und wird am weiss u von den Europäern in Ostindien erlernt.

M a l a'ch ias, s. Maleachi.

Malachit, ein Kupfererz von dunkelgras- und smaragdgrüner Farbe undvon entweder blätterigem, oder faserigem, oder dichtem Gefüge, welches in krystal-linischen Massen, in traubigen, eierformigen und knolligen Gestalten und derb,auf Gängen und Lagern mit andern Erzen, und besonders schön in Chile und Si-birien vorkommt. Der faserige dient, fein zerrieben, als Malerfarbe; der dichteMalachit wird zu Dosen, Messerheften und Knöpfen, zu Platten aufPfeilertische,zu Armleuchtern rc., auch zu manchen Bijouteriegegenständen, Ring- und Hals-nadelstcinen rc. verarbeitet und nimmt eine schöne Politur an. Ferner dient der-selbe als Farbematerial. In früherer Zeit wurde er als Edelstein betrachtet.

Malachowski, ein in der polnischen Staats- und Literaturgeschichteberühmtes Geschlecht. Graf StanislauS M,, Palatin von Posen, Bruderssohndes wegen f. Klugheit und Gelehrsamkeit berühmten Bischofs von Krakau , Zoan-nes M., war des Königs August !l. von Polen Botschafter bei dem FriedenScon-gresse zu Karlowitz 1699, wo er die Zurückgabe der Festung Kaminiec und derübrigen an die Pforte im Frieden von Zurawno 1616 abgetretenen Landstrichean die Republik Polen durchsetzte. Sein Sohn, Ioannes M., war Kron-großkanzler, staatsklug, beredt und ein großmüthiger Beförderer der polnischen Li-teratur. Ein Nachkomme desselben, Graf StaniSlaus M. (Saint-Nalecz),Großreferendar der Krone Polen , war Marschall oder Vorstand der Conföderaiionund des Reichstags von 1188 — 92. Er bewirkte durch die Überlegenheit s. Ein-sichten wie durch s. Einfluß die Einführung der polnischen Constikution vom 3.Mai 1191. Überzeugt, daß das Wohl s. Vaterlandes in dessen Unabhängigkeitbestehe, widersetzte er sich aus allen Kräften den Planen der russischen Partei, anderen Spitze sein Bruder, der Kronkanzler GrafHyacinth M., der Bischof Kos-sakowski und der Krongroßseldherr Branicki standen. Als Marschall des Reichs-tags von 1190 unterzeichnete er den Allianztractat der Republik mit Preußen. IMMai 1192 führte er die Unterhandlung mit dem süchs. Gesandten, Grafen v. Ld-ben, in Beziehung auf den erblichen Besitz der Krone Polen , die sich aber schonim Juni d. I. zerschlug. Als der Krieg mit Rußland ausbrach, gab er zu de»Kosten desselben große Beiträge an Geld und Lebensmitteln. Vergebens suchteekdie Bildung der Conföderation zu Targowicz zu hintertreiben. In Gefahr, einOpfer seines wüthigen Widerstandes zu werden, flüchtete er sich nach Wien . WKosciuszko den Ausstand 1194 organisirte, und die Polen in Warschau die Waffenergriffen, nahm er keinen Theil an diesem Unternehmen, dem er ganz fremd lssblieben war. In derFolge jedoch, 1199, ward er zu Warschau verhaftet und lebt*