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sie sich auf den übrigen Sundamseln, den Philippinen, den Molukken und in eini-gen Inselgruppe» Australiens fest, wo man noch malaiische Stämme findet, die inihre, körperlichen Bildung, Religion und politischen Verfassung Ähnlichkeit mildenMalaien in Malakka haben. Sie bildeten damals eine Nation, die in Asien eineglänzende Rolle spielte; sie trieben den Handel zum Theil mit eigne» Schiffen undschickten Colonisten aus. Eine große Anzahl Schiffe aus China , Cochinchina,Hindostan und Tiam belebte die Häfen in Malakka . Jetzt sind sie in verschiedeneStämme getheilt unk obne gemeinschaftliches überhaupt. Die Ursachen diesesVerfalles liegen zum Theil in dem Übergewichte, welches die Europäer, besondersdie Niederländer, in den indischen (bewässern erhalten haben, zum Theil in demLehnSsvstem der Malaien, wodurch die Nationalkraft getheilt, der Gemeingeistaber bei der zunehmenden Macht der Vasallen unmöglich wurde. Die großen Va-sallen gehorchen dem Oberhaupt oder Sultan nur, wenn sie wollen, und habenwieder Untervasallen, die es gegen sie ebenso machen. Der größte Theil der Na-tion besieht aus Sklaven; ihre Herren sind die Oramlai oder der Adel, welcherunabhängig isi und seine Dienste Demjenigen verkauft, der sie am besten bezahlt.Die Malaien sind ein von den Hindus, Birmanen und Lckamesen verschiedenesVolk. Sie find stark, nervig und von sehr dunkelbrauner Farbe; sie haben lan-ges, glänzend schwarzes Haar, eine große platte Nake und große, feurig glänzendeAugen. Heftigkeit, die an Wuth grenzt, Treulosigkeit, Ungezähmiheit, Raub- undMordsucht, charakterisier» die Malaien in Asien ; die malaiischen Stämme auf denInseln Australiens sind größtcntheils sanfter, gutinuihig, gesellig, offen und redlich,und zeichnen sich durch die schönsten regelmäßigen Formen ihres Körpers aus.Die asiatischen Malaien, wohin die EidahanS und Darak in Borneo , die Biad-schuhs (einer der wildesten Stämme) und die Makaffen in CelebeS , die Harasorenauf den Molucken, die Subanos in Maguidanao, die Tagalen und Pampangosin Manila , die Biffaier auf den kleinern Philippinen gehören, haben alle großeÜbereinstimmung in ihrer körperlichen Bildung, in ihrer politischen Verfassung,einer Art von Lehnssystem, und in der ihnen eignen Wuth und Grausamkeit. Siebekennen sich meistens zur mohammedanischen Religion, lieben Schifffahrt, Kriege,Plünderung, Auswanderungen und überhaupt kühne Unternehmungen. Außerdem Koran haben die Malaien verschiedene locale Gesetzbücher; jeder Staat dasseinige, großentheils den Seehandel betreffend. Der Malakka -Seecodex wurdeschon 1216 gesammelt und vom Eulran von Malakka , Mohammed Schach, be-stätigt. Mehr jedoch für die unsinnigen Gesetze ihrer Ehre eingenommen als fürGerechtigkeit und Menschlichkeit, sieht man, daß bei ihnen stets der Stärkere denSchwächer» unterdrückt. Ihre Friedensschlüsse und ihre Freundschaft dauernnur so lange, als der Eigennutz, der sie erzeugte, seine Rechnung dabei findet. Siesind stets bewaffnet, i» steten, Kriege unter sich, oder beschäftigt, ihre Nachbarn zuplündern. Die rasende Wuth der Malaien hat die Europäer zu dem Verbote ge-nöthigt, einen Malaien als Matrosen zu nehme» , da sie, wenn auch noch so kleinan Zahl, mit ihren Dolchen unversehens ober die Schiffsmannschaft hergefallensind, und ehe man sich ihrer bemächtigen konnte, Mehre getödtet haben. Ma-laiische Schiffe, mit 25 Mann besetzt, greifen europäische Schiffe von 40 Kanonenan, entern und ermorden, den Dolch in der Hand, immer die ersten Matrosen, diesie erreichen können. Alle freien Malaien lassen sich nie ohne Dolch sehen; über-haupt sind sie in Verfertigung der Waffen, besonders der Dolche, sehr geschickt.Der häufige Gebrauch des Opiums trägt vorzüglich zu ihrer an Wuth grenzendenHeftigkeit bei. Die Malaien sind bloß thätig im Kriege, wo es Raub und Mordgilt, zu Hause sind sie faul, überlassen die Arbeit den Sklaven und verachten denAckerbau. ' >
Malakka , eine größtentheils (chmale Halbinsel (2141 sDN., 500,000