Einw.), der südl. Theil der indischen Halbinsel jenseits des Ganges , vom 1 — 11'N. Br. Gegen 3). hängt sie durch eine Landenge mit dem übrigen Hinterindien zusammen; gegen L). bespült sie das chinesische und gegen W. das indische Meer;gegen Südwester, scheidet eine Meerenge, die Straße von Malakka genannt, dieseHalbinsel von der Insel Sumatra . Eine Fortsetzung der Gebirge Siams läuftmitten hindurch bis zum Cap Romania, der südlichste» Spitze der Halbinsel. DasLand wird von vielen Küstenstüssen durchschnitten. Im Innern gibt es Morästeund unermeßliche Urwälder, die mit wilden Thieren und giftigem Ungeziefer an-gefüllt sind, daher selbst die Einwohner es nicht wagen, hineinzubringen. Da dieHitze fast täglich durch leichte Regen oder durch Seewinde abgekühlt wird, so blühtein ewiger Frühling in den bewohnten Gegenden, und der lieblichste Geruch vontausend gewürzhafien Blume» und Bäumen erfüllt die Luft. Köstliche Früchtezu jeder Jahreszeit, welche alle andern in Indien an Wohlgeschmack übertreffen,als der Rambe, Rambutan, Marwustan, ferner Sagobäume, Kokospalmen, Aloe-holz, Sandelholz» überhaupt viele Färbehölzer, Teakholz, kurz die Gewächse In-diens und der philippinischen Insel wachsen hier im Übel stufte. Elefanten, Ti-ger, Büffel -c. bewohnen die Wälder; von zahmem Vieb hat man viele Schweineund Federvieh, aber wenig Rindvieh. Die Gold- und Silberminen werden nichtbearbeitet; das hiesige Zinn gehört zu dem feinsten der Welt, und jährlich werdenvon den Niederländern mehr als 40,000 Ctnr. desselben ausgeführt, wovon dergrößte Theil nach China kommt. Die Küstenbewohner sind Malaien (s. d.);im Innern und in den Wäldern aber leben wilde Menschen, unter denen eS auchMenschenfresser gibt. Malakka besteht aus mehren kleinen Staaten, deren einigedem Reiche Siam zinsbar sind, andre unabhängigen Fürsten gehorchen. Von1509 — 1041 besaßen die Portugiesen Malakka , seitdem die .Niederländer; imletzten Kriege besetzten die Briten Malakka und gaben es im Frieden 1814 zurück,erhielten es aber wieder durch den Vertrag von 1824, indem sich dagegen Bencoo-len auf üLumatra an die Niederländer abtraten. Seitdem gehört den Briten dieHaupkst. Malakka mit dem Hafen, 12,000 Einw. (Niederländer, Portugiesen,Malaien, Chinesen, Malabaren, Mongolen), das Gebiet von 4 ferner
Sinkapur (s. d.) und die Insel Pulo Penang (s. d.V
MalchuS (Karl August, Freiherr von), geb. den 27. Sept. 1770 zuManhenn, Sohn des Burgvoigts des Herzogs Karl von Zweibrncken, welcherfür die Ausbildung des Knaben sorgte. Im 17. I. besuchte er die Akademien zuHeidelberg und Göttingen . Er fand eine nützliche Vorbereitung zu s. Laufbahnals Privatsecretair des mainzischen Staatsministers, Grafen v. Westphalen, nochmehr aber 1791 als Secretair des k. k. bevollmächt. Ministers am kurtrierischenHofe, welche Gesandtschaft danials eine besondere Wichtigkeit hatte. Er gingnach Hildesheini, um die zur Beschützung der Neutralität des nördlichen Deutsch-lands versammelten Abgeordneten der mit Preußen verbündeten Fürsten zu beob-achten, als der Gesandte selbst, dessen Hof jene Absonderung der norddeutschenStände mißbilligte, sich Hütte entfernen müssen. Während dieser Zeit schrieb erauf amtliche Anregung verschiedene die Aeitverhältnisse berübrende kleine Schrif-ten. 1799 trat er in die Dienste des Hockstists Hildesheim , wo er als Dom-secretarr das Vermögen des Domcapitels verwaltete und als Schahactuar dessenSachwalter in landständischen Angelegenheiten war. Er führte den bekanntenBauerproceß, den er besonders durch s. Schrift: „Über die Hochstist-Hildesheimt-sche Staatsverwaltung", glücklich beendigte, und erwarb sich auch durch die Ein-richtung deü Schulden - und Steuerwesenü der Exemten Verdienste um den Staat.Als das Land au Preußen fiel, ward er Mitglied der Ärganisationscommission,wobei ihm die Einrichtung des Schulden - und SteucrwesenS, die Aufhebung derKlöster und Stifter, die Gründung eines stehenden, im Gewahrsam der Landleute