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Siebenter Band. M bis N.
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Mmatli Marburg (Universität)

Art Opium oder durch wilden Hanf den sie als Taback rauchen. Im letzten Kriegehat ihre Artillerie ebenso viel Geschicklichkeit als Muth bewiesen. DenBriken warddie Unterwerfung der Marattensiaaten dadurch erleichtert, das, die Kriegerkaste derRajah'S allgeniein verhaßt war, weil sie die übrigen Hindukasten wie Sklaven bc-handelte. Die letzter» fanden den Schutz der Gesetze und desEigenthumsallein un-ter britischer Hoheit. Daher rotteten sich die Krieger aus den britischen Provinzenin Räuberhaufen (Pindaris) an dem Nerbuddo zusammen und suchten Schutz beiden auf die Briten eifersüchtigen kleinen Marattenfürsten. So entstand der letzteallgemeine Kampf der Europäer mit der alten und stolzen Kriegerkaste, welcher sichmit der gänzlichen Auflösung ihres Bundes und mit dem Verluste der Unabhängig-keit ihrer Fürstenfamilien 1818 endigte.

Maratt > (Tarlo), Maler und Kupferstecher, geb. 16-5 zu Camerino inder Mark Ancona , malte schon als Kind mit dem Safte von Kräutern und Blu-men allerlei Figuren, die er auf die Mauern des väterlichen Hauses zeichnete. aus.In seinem 11.I. kam er nach Rom , studirte bis Zum 19. I. in der>Lchule desSacebi die Werke Rafacl'S, der Carracci und des Guido Reni , und bildete sichnach ihnen eine eigenthümliche Manier. Vorzüglich fanden seine Madonnenbildergroßen Beifall. Für Ludwig XIV. malte er sein bcrükmteü Bild der Daphne.Clemens IX. , der sich von ihm malen ließ, bewilligte ihm einen Gehalt und er-nannte ihn zum Aufseher der vaticanischen Ammer, welches er auch unter Inno-eenz XII. blieb. Er starb zu Rom 1113 in einem hohen und geehrten Alter. Be-scheidenheit undGefälligkeit waren die Hauptzüge seines Charakters. Er trug vielzur Erhaltung der Malereien Rafael's im Vatican und Carracci's in dem Farnese'-schcn Palasie bei, auch ließ er diesen Meistern Denkmäler in der Kirche della Ro-tonta setzen. Als Künstler verdient M. den ihm von Nichai dson gegebenen Namendes letzten Malers der römischen Schule. Er war ein guter Zeichner, und wennauch kein schöpferischer Geist, doch glücklicher Nachahmer großer Vorbilder. SeineAnordnung war schön, sein Ausdruck gefällig, seine Behandlung verständig, undsein Colorit angenehm. Er verstand Geschichte, Architektur und Pcispeetive undwußte in seinen Gemälden einen guten Gebrauch davon zu machen. Vorm hmlichbewundert man den Geschmack, der in allen seinen Werken herrscht, und die herr-liche Zeichnung in Händen und Füßen. Seine Hauptwerke sind in Rom :, auchsieht man ein schönes Gemälde von ihm in dem Palasie Michatloffzu Petersburg.Die Dresdner Galerie hat zwei liebliche Madonnenbilder von ihm. Er hat auchtreffliche Blätter geätzt, u. a. das Leben der Vkaria in zehn Vorstellungen. Vonseinen Schülern sind bekannt: Chiari, Bercttoni und Passori.

M aravedi (>!.->,»veN <lo Vkäioii). Die kleinste sxan. Kupfermünze ist derOcluivo. von - Maravedis — ^ Kreuzer (etwa ei» Pfennig). 34 Marav. — 1 Realoder 6 Kreuzer.

M arbot, s. Markomannen und Arminius .

M arburg , Hauptst. in Oberbessen mit 6160 Einw. und einem Schlosse ander Lahn . Sie hängt gleichsam an einem Berge, auf welchem oben das Schloß liegt.Unter den lukher. Kirchen ist die St.-Elisabethkirchc Mit -bre» schönen, von denFranzosen beraubten Denkmälern die fthinswei lbeste. (S. Iusti's Beschreib, unkden Art. Elisabeth, die Heilige.) Die Stadt hat einige Manufacmren.Vom 1. — 3. Oct. 1529 wurde hier zwischen den wittenberger und schweizerischenReformatoren (Luther u. Zwingli) da? bekannte ReligionSgespräcb geb,aste». 1151besetzen die Franzosen das Schloß, die Verbündeten nahmen cs ibnen aber durchBelazerung 1159 wieder ab. 1169 eroberten es die Franzosen von Neuem uudbehaupteten sich 1161 gegen einen heftigen Angriff der Verbündeten.

M arburg ist die erstgeborene aller deutschen protestantischen Universitäten;denn die eingegangene wittenberger war ursprünglich eine katholische. Landgraf

Cvivecsativiis-repicon. Bd. VII. 8