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Siebenter Band. M bis N.
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Margarethe (Königin von England)

den Händen der Engländer war. Dies erleichterte den Franzosen 2 Jahre daraufdie Eroberung der Normandie . Das darüber unwillige engl. Volk schrieb diesenVerlust der Herrschaft zu, die M. unter ihres Gemahls Namen ausübte. DieGemeinen klagten daher den Herzog von Suffolk , M.'s Lieblingsminister undUnterhändler der Heirath, des Hochverrachs an. Der König verbannte Suffolk aufeinige Zeit; aber der Herzog wurde, noch ehe er England verlassen, ermordet,und sein Tod blieb ungerächt. In den damals ausbrcchenden Kriegen zwischenden Häusern Pork und Lancaster (s. Großbritannien ) entwickelte M. großeThätigkeit. Sie befreüe ihren von dem Herzoge Richard v. Pork gefangen gehabtencn Gemahl; als aber die Lancasterischen zu)forthainpton durch den berühmtenGrafen v. Warwick geschlagen und Heinrich zum zweiten Male gefangen wurde,floh M. mit ihrem Sohn in das nördliche England und wußte durch ihr Unglückeine solche Begeisterung zu erregen, daß sich, obgleich London und das Parlamentihr entgegen waren, der Adel für sie erklärte, und in Kurzem ei» Heer von 20.000Mann versammelt war. Der Herzog v. Pork zog nur mit 5000 Mann gegensie, und fand sich zu Wakefield umringt. Sein Heer ward völlig geschlagen, under selbst fiel in dem Gefechte. M. ließ seinen Kopf mit einer Papicrkrone auf dasThor von Pork aufstecken. 1461 schlug sie den Grafen Warwick in einer zweitenSchlacht bei St.-Albans und befreite ihren Gemahl. Aber sie befleckte ihrenSieg späterhin durch Hinrichtungen. Trotz der Niederlage seiner Partei warindessen der älteste Sohn des Herzogs v. Pork unter dem Namen Eduard N . zuLondon als König ausgerufen, und M. genöthigt worden, sich in den Norden vonEngland zurückzuziehen. Alles strömte unter ihre Fahnen, wo Zügellosigkeit undUngebundeiiheii herrschten; sie stand in Kurzem au derSpihe von 60,000Mann.Aber dieses Heer wurde beiTowtown vernichtet. M. und ihr Gemahl flohen nachSchottland ; Eduard berief ein Parlament, ließ seine Rechte auf die Krone aner--kennen und Heinrich Vl,, dessen Gemahlin, ihren Sohn und alle Anhänger desHauses Lancaster ächten. M. eilte, da sie in Schottland keine Unterstützung er-,langen konnte, nach Frankreich , und bewog Ludwig Xl. durch das Versprechen,ihm Ealais zu überliefern, ihr ein HülsScorps von 20,000 Mann zu geben, wo:nur sich einige Schotten und die Anhänger ihrer Partei in England vereinigten.Dieses Heer wurde 1464 bei Erham geschlagen, und M., von Allen verlasse»,suchte mit ihrem Sohne Zuflucht in einem Walde, ward hier von Räubern-über-,fallen, ihrer Kostbarkeiten beraubt, entkam aber, während sie über die Theilungder Beute in Streit gerathen waren. Hunger und Ermatrung hatten sie aufsäußerste gebracht, als ein andrer Räuber mit entblößtem Schwert auf sie zukam.Entschlossen ging sie ihm entgegen und übergab ihm den Prinzen mir den Worten:Ich vertraue Euch den Ldohn Eures Königs an". Der Räuber, erstaunt undgerührt, nahm sie in Schutz, hielt sie verborgen und verschaffte ihr die Mittel,nach Flandern zu entkomme». Heinrich VI., minder glücklich, wurde Eduard IV. ausgeliefert und in den Tower gesetzt. Bald nachher erregte Eduards Vermuh.lung mit Elisabeth Grav die Unzufriedenheit des Grafen von Warwick und desHerzogs v. Elarence. Sie empörten sich 1470, mußten aber, da sie sich verlassensaben, nach Frankreich flüchten, wo Ludwig X I. eine Vereinigung zwischen ihnenund M. zu Stande brachte, um Heinrich VI. wieder auf den Thron zu setzen.Noch in demselben Zähre landete Warwick, von dem Herzoge begleitet, in Eng-land und eroberte es in 11 Tagen. Eduard floh nach Holland, Heinrich bestiegden Thron, und Warwick und der Herzog v. Elarence führten die Regentschaft.Aber nach 6 Monaten erschien Eduard, unterstützt von Karl dem Kühnen, Herzogvon Burgund, wieder in London und nahm den unglücklichen Heinrich gefangen.Warwick wurde bei Barn^t durch den Verrath des Herzogs von Elarence geschla