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Mariuö
kleinern, um sich durch seinen Sturz zu heben. Die Erbitterung zwischen Beiden stiegimmer höher. M. bat endlich den MetelluS, ihn »ach Rom zurückkehren zu lassen»wo er sich um das Consulat bewerben wolle. Nicht ohne Spott verweigerte ihm Me-telluS die Erlaubniß. M. ließ aber nicht ab, bis er, wenige Tage vor der ÄLahl derneuen Consuln, jenem die Erlaubniß abgedrungen hatte. In tz Tagen eilte er nachRom und wußte theils durch Verleumdung tesMctelluS, theils durch große Verhei-ßungen von sich selbst das Volk dergestalt zu gewinnen, daß er nicht nur emmüthigzum Consul erwählt, sondern auch, obgleich man den MetelluS schon in dem Pro-consulate von Numidlen sür das dritte Jahr bestätigt hatte, zum Oberbefehlshaberin dieser Provinz ernannt wurde. Dies geschah 108v. Ch.; sein Mitconsul warL.Cassius Longinus . Da M. einsah, daß er als ein Plebejer nicht hoffen dürfe, sichdie Gunst der Patrizier zu erwerben, und er s. Ansehen nur auf einen mächtigen An-hang im Volke gründen könne, so trat er als Gegner der Vornehmen auf. Je hefti-ger s. Reden den Adel angriffen, desto mehr gewannen sie beim Volke Beifall. Umbeider Abneigung der Reichen, sich anwerben zu lassen, s. Legionen vollzählig zu ma-chen, nabni er s. Zuflucht zur letzten Bürgerclasse, welche man bisher nur im äußer-sten Nothfall gebraucht hakte, und lehrte den römischen Pöbelsich durch Kriegsdienstebereichern. Mit Blitzesschnelle erschien er bei Utica und begann den Feldzug.Unterdessen katte Iugurtha an dem König von Mauritanien, Bocchus, einen Bun-desgenossen bekommen. Sie standen niit 2 Heeren den Römern entgegen. M. ver-mied eine Hauptschlacht, bis die Unzufriedenheit der Soldaten ihn dazu nöthigte.Dann drang er durch die numidischen Wüsten gegen Kapsa, die Hauptstadt des Lan-des vor, erstürmte und zerstörte sie. Erschreckt durch dieses Beispiel barbarischerStrenge, unterwarf sich ihm Alles, wohin er kam. Während M. diesen Krieg fort-setzte, kam L. Cornelius Sylla als O.uästormit der Reiterei zur Verstärkung anund erwarb sich durch Tapferkeit, Ausdauer bei Widerwärtigkeiten und strenge Le-bensweise die Freundschaft des Obcrfeldherrn. Nach der Eroberung von Mulucha zog sich M. an die Meeresküste zurück, um s. Truppen in die Winterquartiere zuführen. Auf diesem Marsche griffen ihn DocchuS und Iugurtha an und schlössenihn, als er sich auf 2 Bergen verschanzt hatte, ein. Die Römer schienen verloren,als M. die von Tanzen und Schmausen ermüdeten Feinde im ersten Schlafe über-fiel und fast gänzlich aufrieb. Nach dieser Niederlage versöhnte sich Bocchus mit denRömern und lieferte ihnen aufSylla'S Zureden den Iugurtha aus. Darauf theilteM. einige Länder desselben unter den Bocchus, Hiempsal >>. oder Mandrestal, undmachte die andern zur römischen Provinz. Noch vor s. Rückkehr nach Rom ward ermit derNachricht überrascht, daß er zum zweiten Male zum Consul erwählt sei. DasVolk, durch die andringenden Cimbern und Teutonen geschreckt, hatte diese Wahlgegen die Gesetze durchgesetzt. M. erhielt in Rom die Ehre des Triumphes. Daraufzog er nach Gallien jenseits der Alpen , und s. Mitconsul, C. Fulvius Fimbria, nachOberitalien. Da aber die Cimbern und Teutonen, statt nach Italien zu gehen, in Spa-nien eingefallen waren, so hatte M. Zeit, s. Heer durch strenge KriegSzucht zu bilden.Bei der fortdauernden Furcht vor den Cimbern ward er hinter einander zum drittenund vierten Male Cimsul. Jetzt waren die Barbaren aus Spanien zurückgekehrtund drohten von zwei Seiten in Italien einzudringen. M. nahm mit seinem Heereeine Stellung am Zusammenfluß der Rhone und Isere , während sein Mitconsul,LutatiuS Catulus, am Fuße der norischen Alpen Dasselbe thun sollte. Da dieMündung der Rhone das Einlaufen der Schiffe nicht erlaubte, so legte er eiltenCanal, die Fossa Mariana an, durch den er das Wasser der Rhone leitete, wo-durch er Lebensmittel vom Meere aus erhalten konnte. Kaum war diese Arbeit voll-endet, als das Heer der Teutonen nebst den Ambronen sich den Römern gegenüberlagerte. M. trug Bedenken, so überlegenen Feinden in offenem Felde zu begegnen,und hoffte sie durch Abschueidung der Lebensmittel wo nicht aufzureiben, doch zu^