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Marscr Marsh
und Hstseite liegende Neustadt (la I>eau gnariic,) dehnt sich um den Hafen herum;du' Straßen sind breit, schnurgerade und äußerst reinlich, und die Häuser massivunk schön. Zu den vornehmsten Gebäuden gehören: das Statt- oder Nachhalls;die Börse, die Domkirche, das neue Theater, das alte und neue Zeughaus, dasgroße Lazarekh mit den 'Auarantaineaiistalten. Unter den 33 Plätzen zeichnen sichder neue Platz mit 4 Springbrunnen und der St.-Michaelisplatz aus. DerHafen, vor welchem die Rhede liegt, seit 1815 zu einem Freihafen erklärt, ist einMeisterwerk der Natur und Kunst; er ist zu beiden Seiten mit Steindämmen ein-gefaßt und bildet ein längliches Viereck, das eine Viertelstunde wclt in die Stadthincindringt. Er hat nur 16—22 Fuß Tiefe, aber wegen der verborgenen Klip-pen eine etwas beschwerliche Einfahrt, ist gegen alle Winde geschlitzt und kann900 Kauffahrteischiffe fassen, ist aber für Kriegsschiffe nicht tief genug. An undbei dem Freihafen, in den über 6000 Fahrzeuge jährl. einlaufen, befinden sich dieMagazine für die ankommenden Schiffe nebst den Schiffswerften. An der rechtenSeite des Hafens liegt das Fort St.-Iean, welches dreifach über einander lie-gende, mit Geschütz besetzte Festungswerke hat, an der linken Seite liegt das FortLouis auf einem hohen Felsen. Von beiden Seiten des Hafens läuft eine Felsen-kette rief ins Meer, welche auch mit DertheidigungSwcrken versehen ist. Eine halbeStunde vom Hafen ragt ein großer, gleichsam befestigterFelsen aus dem Meere her-vor. M. hat eine kanigl. Schule, e.Akad. derWiffensch. und Künste, e. Museumvon Alterthümern, Gemälden w., e. Medicin.Gesellschaft, e. botan.Garten, e. Stern-warte, e. SchifffahrtS - und e. Zeichnenschule. DerKunst- und Gewerbsteiß ist sehrblühend. Am wichtigsten sind die Fabriken in Seife, Starke und Puder, Koralle»,Cattun , rothen lunesiichenMützen, lürk-Rothgarn-c. Auch gibteS eine phelloplasti-sche Fabrik. Der Handel wird besonders nach der Levante, Italien, Spanien undNortafrika getrieben und durch das gut eingerichtete Lazareth mit musterhaftenQuarantaineansialten für die aus der Levante kommende» Schiffer und Waarenauf der Insel PomergueS, 0 Meilen von der Z takt entfernt, unterstützt. .'NachLivorno geht ein Pakelboot. Degen des Handels, des schönen Klima und der an-genehme» Gegend halten sich viele Fremde hier auf; die Einw. sind fröhliche, ge-sellige, gastfreie und das Vergnügen liebende Menschen. An den die Stadt um-gebenden Anhöhen liegen 5000 blendend weiße Landhäuser zwischen 4dl- und Man-delpflanzungcn, Bastiden genannt. Die Straße von Al.r bis Marseille ist eine derschönsten in Frankreich . Sie führt zwischen Gärten und Weinbergen über einekleine Bergkette durch ein 7 Stunden langes Thal. Aus den am Wege liegendenWiesen steigt unaufhörlich ein balsamischer Wohlgeruch i» die Luft; Lavendel,Salbei, Melisse und Rosmarin wachsen hier als wildes Gesträuch. Immer blü-hende Rosen schmucken den Rand der Heerstraße. Kleine Wäldchen von Mvrlenund Lorbcrn laden den Wanderer unter ihre Zweige zur Ruhe ein. S. Brückner'S„IlG. reig. hbue-'ilielniiulii" (Göttingen 1826, 4.), und des 1829 verstorbenenPräfecten von Marseille , des trefflichen Grasen von Villcneuve „8t.,list,guo ckucköpurl. 0a> Iluncli» <I» lUnnie" (3 Bde., 4.).
Marser, 1) ein kriegerisches Volk in Mittelitalien , das sich in demBun-desgenossenkriege, der auch nach ihm der marsische heißt, hervorthat; 2) ein deut-sches Volk, vom -Ltamnic der Istavonen, das nach der Niederlage des Varus indie Gegenden am Rhein vordrang und sich besonders an beiden Ufern der Lippeniederließ, bei den folgenden Kriegen der Ronier aber sich in das Innere zurückzog.Es scheint, daß die Marser zu den Cherusker « gehörten und nur kurze Zeit als eineignes Volk auftraten.
Marsseld, s. Märzfeld und Rom .
Marsh (Herbert), einer der fruchtbarsten polit. und tkeolog. SchriftstellerEnglands, Bischofzu Llandaff, dann zu Pelerborough, 1ä. und Prost der Theol. zu