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wahrscheinlichsten, ab von dem alten Mar oder Mähre, ein Pferd edlerer Art,ein Sireuroß, und Schalk, Einer, der bei den Pferden angestellt wäre, alsoStallmeister (daher auch im Franz. -!>,->!. der Hufschmied); Andre von Meh-ren oder Mauer (einem Vorsteher, Versorgen) und Saal, Hof, um damit einenobersten Vorsteher des Hofs, einen Oberhofmeister anzudeuten. Die letztere Be-deutung scheint allerdings mit der, welche man heutiges Tagev mit dem Hofmar-schall verbindet, übereinzukommen, welcher einer der vornehmsten Hofbedienten ist,der die ganze innere Haushallung des Hofs, der Küche, des Kellers u. f. w. leitetund die Aufsicht über die Hofbedienten bat, sodass er den gewöhnlichen Aufzug, dieGepränge beim Empfang fremder Gäste, bei Feierlichkeiten und Festen besorgenmuß; daher er dem Hofmarschallamte vorsteht. So ist denn auch der Reichsmar-schall, Land-Erbmarschall auf einem Reichs-oder Landtage Derjenige unter denReichs - oder Landständen, welcher aufdie äußere Ordnung bei den Versammlungender Stände sieht, den Vorsitz dabei führt, den Vertrag hält u. s. w. Er heißt Erb-marschall, insofern dies Amt bei einem gewissen Geschlecht erblich ist. Bei öffent-lichen Feierlichkeiten, Aufzügen und dgl. pflegen Marschälle gewählt zu werden,welche den Aug oder Abtheilungen desselben anführen, für Ordnung sorgen undzum Zeichen ihrer Würde einen Marschallstab tragen. — Feld marschall , s. d. u.General. — Der ehemalige Erzmarschall des deutsche» Reichs mußte fürdie Ordnung bei Reichstagen und außerordentlichen Feierlichkeiten sorgen, beider Kaiserkrönung zu Pferde von einem auf öffentlichem Markte aufgeschütte-ten Haferhaufen ein silbernes Maß voll Hafer holen und solches dein Kaiserdarbringen. Er ließ sein Amt durch einen Erbmarschall verwalken. Die-ses Erzamt kam dem Kurfürsten von Sachsen zu. — Marsch a llStafel, eineNebenrafel bei Hofe, für Diejenigen, welche nicht an die fürstliche Tafel selbstgezogen werden, und an welcher der Hofmarfchall den Wirth macht.
Marschländer, tiefliegende, besonders an Meeresufern befindliche Län-dereien, die sich durch einen sehr fruchtbaren, gewöhnlich schwarzen, tiefen, feuch-ten, aber doch stark zusammenhängenden Erdboden auszeichnen. Dergleichen Län-dereien sind gewöhnlich der Rückstand ausgetrockneter Gewässer, daher auch diegroße Fruchtbarkeit derselben. Ähnliche Ländereien finden sich an den Ufern der grö-ßer» Ströme entweder natürlich ausgetrocknet, oder durch Deiche (Dämme trockengelegt. Diese nennt man aber nicht sowsl Marschländer, welche Benennung nuran den Meeresküsten üblich ist, sondern Bruchland. An der Nordsee sind die ditt-marsischen die bekanntesten. — Geest dagegen heißt im Niedersächsischen ein ho-hes, lrockneS und daher weniger fruchtbares Land. ?>L.
Marseille (äl-i^l li-,), eine der ältesten Städte in Europa , von einer vorCyrus aus Kleinasien um 560 v. Eh. fliehenden griech. Eolonie der Phocäer im Landeder Lizurcr erbaut, dann bis Cäsar eine HandclSrepublik, letzt die Hauptst. des De-port. der Rhonemiuidungen, Sitz der 8. Milit.-Divis., eine wichtige Handelsstadt,in einer schonen, gegen N. mit Bergen umgebenen, nur gegen das Meer hin offenenEbene, an einem Busen des mittelländ. Meeres, dessen äußerste Spitze den Hafenbildet, liegt in Gestalt eines Hufes um den Hafen herum und hat 12,000 H.mit 99,100 Einw. Die Wälle sind geebnet und in Spaziergänge verwandelt.Marseille besteht aus der Alt- und Neustadt, welche durch eine schöne, eine Stundekarge Straße, le Cours genannt, verbunden werden. Diese Straße ist mitdoppelten Alleen besetzt, unter welchen in dichten Reihen Buden stehen und einenimmerwährenden Markt bilden. Die Häuser an dieser Straße haben bei einerHöhe von 5 Stockwerken platte Dächer, mit eisernen Gelärdern eingefaßt undr,iit Orangenbäumen u. s. w. beseht. Die Altstadt (vieux gnartici), der volkrei-chere und größere Theil, zieht sich auf der Nordseite an einer Anhöhe gegen denHafen hinunter, hat aber enge, steile und winklige Straßen; die auf der Süd-