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Siebenter Band. M bis N.
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Mazzucchelli Mechain

die neu erbaute .Kirche Nil-, mit mehren Arbeiten aus, welche er aber nicht

vollendete. -Leine (Gesundheit hakte sehr gelitten, die Aufseher jenes Baues dran-,gen hart in ihn, vorzüglich da ihm eine Summe vorausbezahlt worden war, undließen ihn, als man seine Nachlässigkeit bemerkte, ins Gefängniß setzen, aus web.cheni er nach gegebener Versicherung, jene Arbeit zu vollenden, entlassen wurde.Allein aus Unwillen über diese Behandlung ergriff er die Flucht und eilte nachEa-salmaggiore, wo er nach einigen Arbeiten 1540 starb. Seme Arbeiten sind selten,da er sich auch mit Auffindung des Steins der Weisen abgab. M. verband miteiner tiefen Kenntniß der Anatomie eine sehr richtige Zeichnung. Algarotki undMengs tadeln an ihm, daß er oft nach einer gesuchten Grazie gestrebt habe, undFiorillo tadelt an seinen Gemälden den Mißbrauch der Schlangenlinien, sowie dasEinwickeln der Glieder. Leine Figuren sind etwas lang; dagegen rühmt manvorzüglich sein Feuer, seine Grazie, die Richtigkeit seiner Zeichnung, sowie die Leich-tigkeit, mit welcher er seine Eompofitionen entwarf und mit kühnen Pinselstrichenausführte. Man hat ihn sonst mit Unrecht als Erfinder der Kunst, mit Scheide-waffer in Kupfer zu stechen, angesehen. M. hatte mehre Schüler. GirolamoMarzola suchte ihn zu erreichen und vollendete einige seiner Gemälde.

M a z z u c ch e l l i (Giovanni Maria), aus einem grast. Geschlechte, geb.den 28. Oct. 1701 zu Brescia und ebendaselbst den 10. Nov. 1765 gestorben,em.-r der verdientesten Literarhistoriker Italiens , hat außer einzelnen mit musterhaf-ter Genauigkeit und Vollständigkeit gearbeiteten Biographien (des ArchunedeS,Pe:.r Arctin, Peter de Apono, Ludwig Alamanni u. A.) in seinem Lepikon: „(1>i!NU i > Uni O'lwlüi, cnoö imli/ae üi n ielw v »u itn'li,' > u >»I m> alle Vi to Lil ag'Ii <wi il li

/< t!i-,.,ti ilalü,..,'" (BreScia 1751—63, 6 Bde., Fol.), ein unvergänglichesDenkmal seines unermeßlichen Fleißes und seiner fast unglaublichen Belefenheitbliite. lassen. Es ist so vollständig, daß sich den von ihm gelieferten Nachrichten nursehr selten Etwas hinzusetzen läßt, und so weitläufig, daß im 6. Bde. noch nicht ein-mal der Buchstabe B vollendet ist. Auch sein raisonnirendes Verzeichniß von Me-daillen, die auf Gelehrte geschlagen worden sind (Venedig 1761, 1763, 2 Bde.,Fol.). ist ein treffliches Werk. — P iekro M., Priester, geb. zu Mailand den 22.Juli 1762 aus einer bürgerlichen Familie, wurde 1785 Schreiber, 1801 Aufseherund 1823 Prüftet der Ambrosianischen Bibliotbek. Er zeichnete fich auS alsKennerder alten und neuen Sprachen, nahm wesentlichen Amheil an den histor. WerkenRosmini's über Trivulzio, F. Filelso u. an a. Er selbst gab mehre Leltenheüen derTrivulzian. Biblisch, heraus, u. a. die „I,> Uwe >,»»l>i,- ,l> ä»i>,I>. (Am" (1827).Er starb den 8. Mai 1820 und hinterließ mehre handschriftl. Werke, welche dieAmbrosianische Bibliothek besitzt.

Mcchain (Pierre Fran ois Andrä), Astronom, geb. den 16. Aug. 1714 zuLaon, kam 1772 nach Paris , wo Lalande sich seiner annahm. 1781 machte er sichdurch die Entdeckung und Berechnung zweier Kometen bekannt, und gehörte zuDenen, welche die ersten Überschläge wegen der mukhmaßlichen Bahn des kurz vor-her entdeckten Planeten Uranus entwarfen. Sein Ruhm stieg, als er 1782 den vonder Akademie inBeziehung aufdie Rückkehr des Kometen von 1661 gesetzten Preisgewann; 8 I. später, wo derKomet wieder erschien, ward seine Berechnung bestä-tigt. Leitdem entdeckte M. im Laufe von 18 I. 11 Kometen, deren Bahnen erauch berechnete. Keine wichtige Erscheinung am Himmel entging ihm, und erlegteseine Beobachtungen in der „(snnnaics-iin-e 0>>>i lc,die er ftit 1788 S1 her-ausgab, nieder. Als die conslittürende Versammlung die Einführung eines neuenMaßsystems verordnet hakte, das auf den Erdmeridian gegründet sein sollte, warM. einer der Astronomen, die den Meridianbogen zwischen Tünkirche» und Barce-lona messen sollten. Er bekam auf seinen Antheil an dieser schwierigen Operationdie zwischen Barcelona und Rhvdez liegende Gegend, wo noch nieMeridtanmeffun-