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gen vorgenommen werten waren; dabei hatte er noch mit großen au- den damaligenpolitischen Verhältnissen entspringenden Schwierigkeiten zu kämpfen, indem diespan. Regierung nicht nur die Fortsetzung seiner Triangulirung verhinderte, sondernauch ihn eine Zeit lang s. Freiheit beraubte. Erst 1803 konnte er zu s. Arbeiten zu-rückkehren, um sie bis z» den balearischen Inseln fortzusetzen. Erstarb d.12. Sept.1804 zu Valencia am gelben Fieber, «inÄpfer seines unermüdlichen Eifers für s.Wissenschaft. Außer s. Abhandlungen in der „tAi»iu,i»'!>„ee <1e» teinps" und s.Denkschriften über verschiedene Kometen findet man auch in dervonDelambre her-auSgegeb. „ir.ixo <1,1 ä,u,',ne clociioal" (Grundlage des neuen Decimal-
meßsyst.-ms, Paris 1806—10, 3 Bde.), die Ergebnisse seiner Beobachtungen.
Mechanik, der Theil der angewandten Mathematik (s. d.), wo vor-nehmlich Kräfte und Wirkungen als mathematische Größen betrachtet und behan-delt werden. Aller Materie wohnen ursprünglich Kräfte bei; sie äußern sichdurch Wirkungen, und man vermag von der Größe der einen auf die Größe derandern zu schließen und umgekehrt; sie lasse» sich messen oder berechnen. EineWirkung der Kraft ist Veränderung des Ärt« im Raume oder Bewegung. Jenachdem man nun dieses ins Angefaßt, nennt man die Lehre von der bestimmba-ren Bewegung in. Allgemeinen auch Mechanik, sowie die Lehre von der meßbarenKraft Dvnamik (s d.). Es befinden sich aber auch die Kräfte in einer bestän-digen Wechselwirkung, bald bewegend, bald widerstrebend, und bewirken entweder,was wir Ruhe, Stillstand, Gleichgewicht nennen ss. Statik), oder wiederumBewegung; davon handelt die Mechanik im engern Linne. Bei flüssigen Kör-pern werden jedoch diese Lehren in der Hydrostatik und Hydraulik und beilufkförmigen Materien in der Aörometrie oder Pneumatik abgehandelt(s. d,). Die Anwendung der mechanische» Lehren wird auch, besonders wenn dieHülfsmittel in Betracht kommen, durch welche Kräfte und Wirkungen erhöhtwerden können, technische Mechanik, Maschinenlehre genannt. — Un-streitig hat sich der menschliche Verstand nirgends in so erstaunlicher Schärfe ge-zeigt, als eben in der Anwendung der höhern mathematischen Lehren und Tal-mis auf die bewegenden Kräfte. Geschah aber gleich die wissenschaftliche Aus-bildung erst in spätern Zeiten, so finden wir doch schon sehr früh die Kenntnißder einfachen mechanischen Werkzeuge, wie Hebel. Winke, Flaschenzug, Keilu. dgl., und den Gebrauch von Maschinen beim Bau- und Kriegswesen der Al-ten, durch welche oft die größten Erfolae hervorgebracht wurden. In den Schrif-ten des Aristoteles trifft man bereits Spuren , wenngleich dunkel, von mechani-schen Lehren. Archimedcs erklärt die Eigenschaften des Hebels und hat dieLehre von, Schwerpunkte, von der Schraube, vorn Flaschenzuge be-gründet. Doch scheint man bis zum 16. Jahrh, nicht weirer darüber gedacht zuhaben. Um 1517 versuchte erst wieder der Marguis Guido Ubaldi die Mechanikwissenschaftlich zu betrachten und alle Maschinen auf den Hebel zurückzuführen;weiter ging der Italiener Benedetti. Stevinusi ein Niederländer, stellte 1586Systeme der Statik und Hydrostatik auf, und der Römer ValeriuS bildete dieLehre vom Schwerpunkte weiter aus. Galilei legte den Grund zu der Lehre vonber Schwerkraft, welche Torricelli erläuterte. Den wichtigsten Fortschritt veran-laßte Newton (s. d.), nächst ihm Leibnitz , Ioh. und Dav. Bernoulli. Die Ge-setze der Bewegung des Pendels, durch Galilei aufgestellt, erklärte besondersHuvgenS, der auch die Mechanik durch wichtige Entdeckungen bereicherte. Erlöste dar Problem des Centrums der Oscillation zuerst und stellte mit WalliS und Wren die Gesetze der Tollifion auf. Borelli erklärte die Lehren von derPer-cusston, Darignon die vom Gleichgewichte. Mariotte bearbeitete die Mechanikwissenschaftlich für die Franzosen, d'Alembert, Euler , d'Arcy die Dynamik.Lagrange'S ,.>Iö< e' iie,,,^' ist das wichtigste Werk über die Mechanik,besonders durch systematische Darstellung; Lambert, Käflner, Karsten und neuer-