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Medicin
lien 2000 neapolitanische Galeerensklaven zum beliebigen Gebrauch überlassenwurden. Indes fand die Verwaltung te? Ministers in st-eapel, besonder? dieW>ederberstelln»g vieler Kloster 1810, manchen Tadel. (Dgl. des Grafen Orloff„Ue>>>. siG. pnstil. < > !>l. >>ur le rov. ü>'Pari? 1810, 8 Bde.) Da?Volk war über die von dem Minister eingeführte neue Grundsteuer (lsehr unzufrieden. Doch wurde die Militairrevolutio» zu Nola (2. Juli 1820)zunächst veranlaßt durch die neuen Militaireinrichtungen te? (General? -st>ugent unddurch die Maßregeln de? Polizeiminister? Prinzen von Canosa, der von Vi.'gGrundsstzen, welcher die Sekten der Carbonari und Calterari mit Geringschä-tzung behandelte oder die überspanntesten Kopfe in da? Narrenspital schickte, ganzabwich und mit den Calderari zur Verfolgung der Carbonari sich verband, da-durch aber alle Parteien bewaffnete, sodaß selbst Canosa'? Absetzung den AuS-bruch nicht mehr verhindern konnte. Nilgent und M. riechen nun zwar dem Kö-nige. auf der Stelle mit seiner Familie nach dem adriatifeben Meere abzusegeln,mit einer östr. Hülf?armee zurückzukommen und mit Gewalt die alte Ordnungder Dinge herzustellen; allein der König blieb auf Bitten de? Kronprinzen inNeapel. M. nahm darauf seine Entlassung und zog sich nach Rom zurück, woer auch nach der Wiederherstellung de? König? in seine volle Gewalt noch eineZeit lang blieb. Als aber da? terroristische Verfahren de? wieder zum Ministerder allgemeinen Polizei ernannten Fürsten von Canosa nicht geeignet schien, dieRuhe und Ordnung zu befestigen, unk auch da? Finanzwesen in der größten Zer-rüttung war, so entschloß sich der König, auf Ostreich ? Rath, im Juni 1822, einneue? Ministerium zu ernennen, an dessen Spitze Fürst Alvaro Ruffo, bi?herDotichafrer in Wien , trat. Canosa ward entlassen. Der Ritter M. erhielt wiederdie Finanzverwaltung; fein ehenial. Freund und Amtsgenosse aber, der MarchefeDon Donako Tommasi, da? Ministerium der Gnade und Gerechtigkeit. Seit-dem hörre in Neapel das bisherige DerfolgungSfnstem auf. Zur Deckung de? De-ficit? hatte man bereit? eine Anleihe mit dem Haufe Rothschild abgeschlossen. Alshieraufder Konig Ferdinand sich mit dem Fürsten Ruffo nach Verona und von hiernach Wien begab, erhielt M. den Vorsitz >m Ministerrathe. Um den Finanzen auf-zuhelfen, wa? bei der gänzlichen Stockung de? Hantel? große Lebwierigkeiten hat,mußte M. im Febr. 1824 für eine neue Anleihe beim Hause Rothschild von tritt-halb Mill.Pf. St. die Zölle und andre indwecte Auslagen de? Reich? verpfänden.Unter der Regierung des Königs Franz >. behielt M. seinen hohen Posten und be-wirkte den Abzug des östreichischen Schutzheeres au? dem Königreiche. 20.
Medicin, Arzneigelahrtheit, die Wissenschaft von der Idee de? Lebensund dessen Äußerungen an einem Individuum, und die Kunst, dasselbe in seinemvollkommensten Lebenszustande (der Gesundheit) zu erhalten oder in denselben zu-rückzuführen. Es ist nothwendig, die doppelte Seite der Medicin anzuerkennen,daß sie nämlich Wissenschaft mit Kunst sei, als welche neben einander und Mitwechselseitigem Einflüsse auf einander bestehen, von denen aber keine eine unbe-dingte Herrschaft über die andre ausüben darf. Nur insofern überhaupt der Ver-stand vor der praktischen Seite sich den Vorrang zueignet, insofern irgend einigeVorstellungen den Handlungen vorausgehen müssen, kann gesagt werten, daß dieKunst von der Wissenschaft abhänge. Vielfältig sind Zweifel dagegen erhobenworden, daß die Medicin eine Wissenschaft und Kunst sei, und man hat diese Be-zeichnung zu anmaßend gefunden, ja eS haben Einige daran gezweifelt, daß sie jederselben würdig werte» könne, lind wer könnte e? laügnen, daß die Idee derWissenschaft in der Medicin noch nicht ganz erreicht sei? Wie vielfältig sind nochdie Widersprüche über irgend einen Grundsatz derselben! Wie viel fehlt u»? auchin den einzelnen Theilen noch! Wie oft wird Etwas als Ursache angesehen, wovondie folgende Zeit und wiederholte Beobachtung lehrt, daß es nur zufällig jder in