Band 
Siebenter Band. M bis N.
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^ Medici (Luigi, Don)

unerschöpflich geachteten mediceischen Schatze tu riehen. Er regierte 19, und seinmönchisch er.rpgener, von allen R 'gierungsfahigkeiten entblößter Sobn, Cosimo>>>., 53 I., von 161(1 —1123: ein Jahrhundert, in «reichem Toscana durchungeheure Staatsschulden und durch Versiegen aller Duellen des Naiicnalwohl-sianteS in die traurigste Lage gerieth. Aum Gluck sur das Land >rar JohannGasts, Cosimo's >>!. Sehn, der Letzte seines ehedem so glorreichen, nun aberohne Hoffnung der Wiedergeburt ausgearteten Stammes. Erstarb 1151 »acheiner thatenlosen Regierung und hinterliess, der Vorherbestimmung des wiener Frie-dens (1135) zufolge sein Grossherzogthum dem Hause Lothringen. Franz Ste-phan, Herzog von Lothringen und Gros-Herzog von Toscana (nachher KaiserFranz !.), traf mit der Schwester Johann Gasts'?, der verwitw.Kursürstin von derPfalz , der Letzten des mediceischen Namens, einen Vergleich, wodurch er sämmt-liche Llllodialgüker ihres Hauses, also auch die berühmten Kunstschätze und Alter-thümer, die ihre kunstliebenden und kunstferdernden Ahne» gesammelt, an sichbrachte. Unter der 26jährigen Regierung seines Sohnes, des weisen und guten Leo-pold, vergaß Toscana den mehr als hundertjährigen Verfall. Pompes Likta erzähltim 11. Hefte (von 4 Abtheil.) seiner „lAinsslic- c-elelni it.nli-ine" (Mailand 1828fg.), die Geschichte der äl,->!lei «I, 1 irenre vom I. 1295 an. 11(1.

Vöedici (Luigi, Don, gewöhnlich Ritter), Staatsminister (der auswärt.Angeleg., Finanzen und hohen Polizei) des Königs von beiden Sicilien, ausgezeich-net durch Talente und Thätigkeit, sowie durch eine Menge grosser und glänzenderEntwürfe, deren Ausführung jedoch innere und äussere Hindernisse bald erschwert,bald vereitelt habe». Er stammt aus dem Hause der Fürsten von Httajano undHerzoge von Sarno , ist Großkreuz mehrer L)rten, Obcihossiieistei des Königs,für jetzt auch Präsident des Ministcrialraths und leitet seit «.ehren Jahren die aus-wärt. Angelegenh. Schon als Accoir'e (s. d.) Nachfolger machte er sich 1865 fg.durch Verbesserung derFinanzverwalrung verdient. Während Joseph'? undMurat'sHerrschaft begab er sich nach England, von wo er erst 1815, nach Ferdinands I V.Wiederherstellung, in s. Vaterland zurückkehrte. Hier war er Polizeümnister, alsMurat, verleitet durch falsche Nachrichten, die man ,hm aus den: Neapolitanischen,wie es hiess, absichtlich zukommen ließ, um ihn in die Falle zu locken, sich von Eorsicaaus nach Neapels Küste einschiffte. M. war von den Planen Murar's (s. d.)unterrichtet und ließ dieKusten bewachen. Der Bericht dcsMinisiersM.über die-ses Ereignis; steht i» der ,,'Allg. Zeit.", 1815, Beil. 143. — 1818 ward M.beauftragt, die Errungen mit den, apostol. Stuhle durch ein Concordat beizulegen.Er begab sich daher nach Terracina, wo er mit dem päpstl.Bevollmächtigten, Card.Consalvi. in einem so festen Tone unterhandelte, daß Consalvi nachgab, woraufam 1k. Febr. 1818 das Concordat unterzeichnet wurde. Nun trat M. auch an diespitze der FiuanzveiWallung, um sein schon 1865 entworfenes neues Munzsvsteiilund andre Maßregeln einzuführen. Die? geschah durch das Munzaeietz vom 26.April 1818, welches die Silbermünze als Preismittel annahm. Seitdem stiegauch der Werth der Staatspapiere. Zedoch konnten viele Verbesserungen nurlangsam vorbereitet werden, zumal in Sicilien, wo die Vorrechte der Barone unddes Klerus grosse Hindernisse in den Weg legten. Insbesondere betrieb M. mitmehr Eifer als Erfolg die Umbildung der Rechtspflege, sowie die Abfassung einesneuen Gesetzbuchs, und der König erließ 1819 auf seinen Rath die wichtige Ver-ordnung: „Alle Richter sollten in Streitsachen nach dem buchstäblichen ^mne desGesetzes, und wo dieser nicht klar sei, nach vernünftigen Auslegungen, nicht abernach den Commentarien der Rechkslehrcr sprechen; worauf dann die Grunde desUrtheils durch den Druck bekanntzumachen wären". Bei der Menge von Räu-berbanden waren die Gefängnisse mit Verbrechern überfüllt. M. schloß dahermit dem Hofe zu Rio-Ianeiro einen Vertrag, wodin ch dem Regierung in Brass-