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Siebenter Band. M bis N.
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Megara Mehul

bermünze streicht, den bleistifrähnlichen Streif nicht an, wie der unechte Meer-schaum.

Megara, Hptst. von Megaris, dem kleinsten Staat in Griechenland ,der an Anita, Korinth und das Meer greinte, jetzt in Livatien (s. d.). Impersischen und im pcloponnesischcn Kriege war Megara reich und mächtig. Hiersnstete Zu klideS (s. d.) die megarische Schule, auch die dialektische genannt.S. I>. Herm. Reinganum: „Das alte Megaris" (Bei l. 1825, mit 2Kups.).

Dtegära, eine der Furien, s. Eumeniden .

M ch e m e d?l l i P a sch a, s. Mohammcd (Vicekönig v. Ägypten ).

Mehl wird von allerhand Sorten Gerreidekornern durch Mahlen und Mie-den auf der Mühle erhalten. Sei» Hauptdestandtheil in Satzmehl; außerdementhält es noch Kleber, Zucker, Schleim und wenig Salze. Ihrer nährenden Ei-genschaften wegen verbraucht man die Mehlsorten zu Nahrungsmitteln. Vorzüg-lich eignen sich zu Brot Weizen, Spelz, Roggen und Mais. Archangel, Peters-burg, Danzig, Amsterdam, Hamburg, Bremen , Triesi, Fiume, Bordeaur, IkanteS,Livorno, Barcelona und verschiedene engl. Häfen treiben einen großen Mehlhandel.Rußland schickt viel Roggen - und Weizenmehl nach Lübeck, Bergen, ganz Däne-mark, Rostock, Drontheim:c. Auch Nordamerika , besonders Pennsylvanien undNeuyork,' fuhren viel Mehl aus. Das gute Mehl muß schön weiß, trocken undrein von Geruch sein, sich lange halten und im Brote gehörig aufgehen. Es mußtrocken gehalten und gut verwahrt werden, daß es sich weder erhitze, noch dumpfigoder vom Ungeziefer beschädigt werde. Sommerroggenmehl ist weißer als dasvom Winterroggen. Spelzmehl ist magerer als Weizenmehl und gibt kein sotrockenes Brot. Kraftmehl (Ammelmehl, weiße Stärke) ist das aus aufge.jtte/sitem, zerquetschtem und in Wasser ausgedrücktem Weizen und andern mehlartigenFrüchten gewonnene Satzmehl, welches man nach ausgepreßtem Wasser in Stucke schneidet und auf luftigen Böden trocknet. Zermahlen oder zerdrückt wird dieStärke in Biseuirmehl verwandelt.

Mehlthau, eine schleimige, verschieden gefärbte, mehr oder weniger flüs-sige Mubstanz, die sich auf den Blättern der Pflanzen zeigt und das Verwelkenderselben gewöhnlich zur Folge hat. Er wird für kleine Schimmelpilze angesehen,die parasitisch auf den Pflanzen wuchern und sie auslaugen, oder er wird vonBlattläusen daraufabgcseht, welche vorher unter der Oberhaut der Blätter genistethnben. Eine besondere Art desMehlthau'S ist der Honigthau. (S. Honig.)

M - h u l (Etienne Henri), ein berühmter Compomst, 1763 in Givet geb.Den ersten Unterricht erhielt er von dem blinden Organisten dieser Stadt. Im10. I. ward er Organist und dann Adjunct in der Abtei Dalledieu, wo er beieinem geschickten teutschen Eontrapunktisten Hanser die Composition studirte. Im16. I. kam M. nach Paris und wurde von einem damals berühmten Meister,Edelmann, im Elavierspiel unterrichtet. Zwei Jahre später verschaffte ihm derZufall die Freundschaft des Ritters Gluck, der nach Paris gekommen war, ums- „Iphigenie in Tauris" auf die Bühne zu bringen. Gluck nabm an M.'s Aus-bildung selbst Theil, der gern gestand, daß Gluck ihn in den philosophischen undpoetischen Theil der Tonkunst eingeweiht habe. Aber bald verließ Gluck Paris,und DA war nun auf sich selbst verwiesen. Er debutirte bei der komischen Oper1701 mit „Euphrosine und Corradin", die den vollständigsten Erfolg hakte. Nochjetzt wird das Duo des 2. ActS u. d.N. >>»» ,le st, ftstmste zu den affeckvollstender ftanz. Opernmusik gezählt. Dann gab M. „Straroniee" für dieselbe Buhne.Er wurde jetzt zu den größte» Eomponisten Frankreichs gerechnet, und die Mehr-zahl s. Opern kam auch auf die teutsche Bühne. Wir führen davon an: „l uelöste"; „Helene"; „st'irut»"; „I.e<i U'enast'ii >le ckoleste"; „Ioleph" und „Va-lentine von Mailand", die erst nach s. Tode zur Aufführung gekommen und von