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Siebenter Band. M bis N.
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(besonders Huskisson, Robinson, Canning) eingesehen haben, baß das Mercantil-srstem d,e erwartete» Vortheile nicht gewahre, so haben ste-schon jetzt viele Verboteaufgehoben. Die Einfuhr mehrer sreniten 2Laaren ist gestattet, und bie hohenEinfuhrzölle stnb sehr ermäßigt worden, Insbesondere arbeitete Liverpool'S undCaiuung's Ministerium daran, einen Hauprbcstandtheil jenes Mcrcantilsystems,welcher in der engl, Kornbill besteht, abzuändern und nach und nach dem fremden(Getreide den freien Zugang auf dem engl. Markte iu gestatte». Die Regierungharre stch nämlich überzeugt, daß die Ration un Allgemeinen von der künstli-chen Steigerung der Kornpreise weit mehr Schaden als Vortheil habe. Es istaber begreiflich, daß dergleichen lange bestandene Verordnungen, wenn auch ihreFehlerhaftigkeit eingesehen wird, doch nicht ohne augenblickliche Nachtheile plötz-lich aufgehoben werden können, da Diejenigen, welche ihre Capitale, im Vertrauenauf das Beilehen der StaatSverordnunzen, auf den "Ackerbau gewandt haben, weiler ihnen hohe Getreidepreise versprach, sehr gefährdet werden würden, wenn nachder plötzlichen Aushebung jener Verordnungen ein schnelles «Linken der Preise undeure starke Verminderung der Nachfrage »ach inländischem Getreide eintreten sollte.

Mercator (Gerhard), Mathematiker und Geograph, geb. zu Ruremontden5. März 1512, studirte zu Löwen besonders Mathematik und machte, obgleichganz sein eigner Lehrer, große Fortschritte. Später trat er als Kosmograph ,n dieDienste des Herzogs von Julich , beschäftigte sich mir dem Studium der Theologieund starb den 2. Dec. 1495 zu Duisburg . Leine theologischen Schriften sindvergessen; aber s. Verdienste um die Geographie, deren Ansichten er zuerst durchGraphik und Mechanik versinnlichte, sowie er sie durch genauere Bestimmungender Lage und Beschaffenheit der Lander erweiterte, machen sein Andenken umierb:lich. Er halte die Kupferstecherkunst erlernt, stach und illuminiere selbst seine Char-ten, sowie er auch seine mathematischen Instrumente selbst verfertigte. KaiserKarl V. schätzte ihn sehr, und Herzog Karl I,t. von Lothringen trug ihm auf, eineChane seiner Staaten zu entwerfen, die jedoch unvollendet blieb. Man schätzt nochjetzt als frühen Kunstverssch die von ihm gestochenen Globen und Landcharten(„ilenmlui i!, t:,l»,Ii,o F 0 i-j,'i-.,pi,iu.,<-", 1584, und Duisburg 1595). Bei denScecharten ist die von ihm (1550) erfundene und nach ihm benannte Mercator 'scheProjektion, nach welcher die Charte» mit wachsende» Meridians-, aber unveränder-lichen Parallelgraten gezeichnet werden, noch jetzt un Gebrauch, jedoch mir den vonEduard Wright schon 1599 vorgeschlagenen, aber erst 1630 angewandten Verbes-serungen. Auch in der Chronologie brach M. mittelst seiner mathematischen undastronomischen Kenntnisse die Bahn. Wir haben von ihm eine Chronologie vonErschaffung der Welt bis 1568. Nach s. Tote erschien s. AuSg. der 1 Bücher derGeographie des Prolemaus nur Charte» (Amsterdam 1605, Fol.).

M ercier (Louis Sebastian), Vers. des „Gemäldes von Paris " und an-drevLchrifren, die ihm in der franz. Literatur einen ehrenvollen Rang verschafft ha-ben. Er war den 6. Juni 1740 zu Paris geb. und vor derRevolution Atvocat dennpariser Parlament. Sich zu den Grundsätzen der Revolution mir Interesse hinnei-gend, wurde er in den Convent und in den Rath der Fünfhundert gewählt. Dortwurde er zu der gemäßigten, hier zu der republikanische» Partei gezahlt. Auch warer zum Mngliede des NationalinstitutS (bei dessen erster Zusammensetzung) ernanntworden. Er starbzuParist.25. April 181«t in einem .Alter vonls Jahren. Vons. Lchristen verdient das erwähnte „Gemälde von PariS " (1781—89, 12Bde.,sowol vollständig als auszugsweise inS Deutsche übersetzt) vorzüglich genannt zuwerken. Es ist mit vielem Geiste, feine u und echtem Humor und oft schlagendemWitze geschrieben. Die Sitten und der Charakter der Franzosen , insbesondere derPariser , wie Beides vor der Revolution war, sind nirgends mit schärferer Be-obachtungsgabe. als hier geschehen, aufgefaßt, und es verdient in dieser Rücksicht noch