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Messungen, Vicßkunst
sichtsvollere Buchhändler, an sie zu machen berechtigt ist. Fehler in den Namen,Ungleichheiten in der alphabetischen Anordnung, Aufführung von Büchern, welche,weil sie für den vorhergehenden Katalog zu spät kamen, entweder schon früher odergar noch nicht wirklich erschienen sind, und vorzüglich die Unterlassung der Preis-angaben sind Mangel, welche vielleicht bei der jetzigen Einrichtung derselben nunTheil unvermeidlich sind, aber eben teühalb den Wunsch rechtfertigen, das nebendiesen 2 Mal im Jahr erscheinenden alphabetischen Verzeichnissen, oder wol nochbesser statt derselben, ein fortlaufendes chronologisches Journal errichtet wertenmöge, wie es die Franzosen in der trefflichen „biik>lic>gi:,j>liie cke I:> lAunak" be-sitzen. ^
Messungen werden angestellt, um beträchtliche Raunigrößen auszumit-teln. (Vgl. Mast.) Hierher gehören vornehmlich die astronomischen Messungender Größen, Entfernungen und Bahnen der Weltkörper; die geographischenGradmessungen (s. d.) zur richtigern Bestimmung der Gestalt und Große derErde; die Höhenmessungen (s. d.) zur genauern Kenntniß der Unebenheitender Erdoberfläche; das geographische und topographische Vermessen der Länderund Provinzen; das Feldmessen (s. d.). Das Vermessungsgeschäft machteinen sehr wichtigen Theil der angewandten Mathematik aus, den man auch dieMeßkunst, die praktische Geometrie, die Geodäsie zu nennen pflegt. Eserfodert eine tüchtige Kenntniß der reinmathematischen Lehren, besonders der Geo-metrie und Trigonometrie, eine Fertigkeit im Gebrauch der Hülfsmittel, d. h. derMeßinstrumente, und in Anwendung der Hähern mathematischen Formelnund Sätze, um die Ergebnisse der Messung mit den Instrumenten durch Berech-nung zu prüfen, zu vergleichen oder überhaupt schärfer und kürzer zu entwickeln. —Das Ausmessen eines Feldes oder einer Flache von geringerm Umfang ist einfachund geschieht nach geometrischen Sätzen mit Hülfe einer Meßkette oder derDieß stäke, aus denen eine gewisse Anzahl in Fuße abgetheilter Ruthen bezeichnetsind. Hat das zu vermessende Stück mehr als 3 Seiten, so lehrt die Geometriees in Dreiecke zu zerlegen, diese auszumessen und ihren Inhalt zu berechnen. Auchbedient man sich beim Feldmessen gewöhnlich der sogenannten Boussole, um dieWinkel zu bestimmen. Da, wo es nicht aus Schärfe, sondern nur auf ungefähreGroße und Gestalt abgesehen ist, schreitet man die Linien gleichförmig aus undschätzt die Entfernungen und Winkel nach dem Augenmaße, was bei mehrer Übungoft schon ganz gute Resultate gibt. Allein das übliche Verfahren beim Feldmessenwürde bei großem Fluren oder Distrikte» für das Ganze keine Genauigkeit ergeben,wenn eS in den einzelnen Theilen auch noch so richtig ausfällt. Hier muß in derzu vermessenden Gegend eine möglichst lange, gerade Linie (Srandlinie)äußerst genau gemessen und als Basis für ein System von Dreiecken angenommenwerden, deren Scheitelpunkte ausgezeichnete, leicht erkennbare Gegenstände, wieThurmspitzen, Schornsteine, Bäume u. dgl., und in deren Ermangelung beson-ders aufgerichtete Signalstangen (IalonS) abgebe», und deren Lagen sodann ent-weder durch Winkelmeßinstrumente und trigonometrische Berechnungen bestimmtoder durch Operationen auf dem Prätoriauifchen Meßtischchen (der sogen. Mensel)gefunden werden. Alle diese Punkte oder Dreiecke bilden gewissermaßen ein Netz,und zwar ist das durch Construction erhaltene dem m der Natur im mathemati-schen Sinne ähnlich, aber verjüngt, d. h. die gleichliegenten Winkel der Dreieckesind in der Construction und in der Gegend einander gleich, die gleichliegendenSeüen hingegen stehen im Verhältniß, welches ein angenommener verjüngterMaßstab jedes Mal bestimmt. Es springt inS Auge, daß sich durch dieses Ver-fahren, und indem man die Fächer des erwähnten Netzes gleichmäßig mit Vermes-sung der Gegenstände in der .Natur, welche darin liegen, ausfüllt, nicht allein einvollkommen ähnliches Bild der Gegend nii Grundriß erhalten, sondern auch der