Band 
Siebenter Band. M bis N.
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314
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Metalke

N 4 Mestizen

Flächeninhalt derselben auf das genaueste berechnen läßt. Man nennt dieses Ge-schäft auch das Aufnehmen einer Gegend, und wenn es, wie bei den, Militair,häufig vorkommt, ohne Beihülfe der Instrumente, nur nach dem Augenmaße ge-schieht, weniger um die Größe als hauptsächlich um ein ungefähre? Bild zu erhal-ten, das Aufnehmen a >l'»«ül. Je weiter und umfassender aber der zu ver-messende Raum wird, desto verwickelter und zusammengesetzter wird auch dasDreiecksystem oder das Netz. (Vgl. Trianguliren.) Deßhalb werden bei Lan-desvermessungen, wo schon die sphäroidische Gestalt der Erde in Betracht gezogenwerden niuß, auch astronomische Vorarbeiten, genauere Winkelmeßinstruniente,z. B. Astrolabien, Theodolite, Spiegelsextanten und Theilungskrcise, der Reflectvrund ähnliche, von denen wir in besondern Art. gehandelt haben, endlich mancherleiAnstalten nöthig, besonders die Errichtung von Signalstangen. Es müssen Orte,wenigstens 30 Meilen von einander entfernt, astronomisch nach ihrer Länge undBreite genau bestimmt, ihre Mittagslinien müssen auf dem Boden bemerkt wer-den. Diese Punkte bilden sodann das Hauptnetz, welches sich auf eine große Basisstützt, die sowol durch genaue Messung als auch aus trigonometrischen Berechnun-gen oder durch sorgfältiges Trianguliren entstanden, wo möglich in Einem Meri-dian gelegen und astronomisch orienkirt und geprüft ist. In jedes große Dreieckdes HauptnetzeS wird nun ein System von kleinern Dreiecken gelegt, das Ganzedann in O.uadratsectionen getheilt, sodaß in jede etliche der trigonometrischen Netz-punkte fallen, um der Wpecial- oder Detailvermessung als Richt-, Anhalt- oderPrüfungspunkte zu dienen. Zur Specialvermessung bedient man ssch des vorhinschon gedachten Meßtisches mit dem dazu gehörigen Apparate noch immer am häu-figsten, da er große Vortheile und Bequemlichkeiten gewährt und das Geschäftum Vieles abkürzt. Auf ihm wird für jedes Stück der Gegend aber noch immerein besonderes Netz,entworfen, dann die Ausnahme, wie vorhin angedeutet wurde,vollzogen. Jeder Überzug eines Meßtisches enthält nun einen Theil einer O.ua-dratsection, die Theile werden dann zusammengetragen und zu einem Ganzen ver-bunden, wobei das große trigonometrische Hauptnetz zur Richtschnur dient. Aufdiese Weise können Ländervermessungen einen hohen Grad von Zuverlässigkeit er-halten. (L2. auch Kataster.)— Nähere Anleitung zur Kenntniß des Vermes-sungsgeschäfts und der gebräuchlichsten Meßinstrumente gibt Marer'S „PraktischeGeometrie" (1814—15, 5 Thle.), ferner die Geodäsien von Benzenberg, Grü-son, Vpäth; die „Praktische Anweisung zum topographischen Vermessen einesganzen Landes", von Hogreve (1806); Schulz-Montanus's „Systemat. Handb.der gesummten Land- und Erdmessung ic." (1810, 2 Bde.); Puissant's „lä-Oiätla tnp»^i!iz>i>it:" und „l'r iilö ilt! <xc,>ch--üe" (übers. von Schuhmacher) find sehrvollständig. Für Aufnehmer werden des k. sächs. Maj. L ehmann (s. d.) Schrif-ten darum immer wichtig bleiben, weil ihr Verf. an Fertigkeit wie an Schärfe imAufnehmen schwerlich übertreffen werden dürfte und einen großen Schatz der ein-fachsten Hülfsmittel und praktischen Vortheile sich angeeignet hatte. S. MajorBecker: „Das Aufnehmen mit dem Meßtische, im Sinne der Lehmann'fchenLehrart" (mit Planen, Dresd . 182'). 5.

Mestizen (fpan. äleiiiie.o«. von dem lat. mixtun, was von vermischterRace ist) nennt man in Südamerika und Westindien Diejenigen, welche von einemeuropäischen Vater und einer Amerikanerin, oder auch umgekehrt, abstammen. Siehaben gewöhnlich eine röthere Gesichtsfarbe als die Europäer und wenig Bart-haare, wurden bisher von den Spaniern sehr zurückgesetzt und machten die 3.Classeder Bewohner des spanischen Amerika aus.

Metalle sind bis jetzt unzerlegte, mithin einfache Naturkörper. Sie sindundurchsichtig, besitzen einen eignen spiegelnden Glanz, nehmen eine lebhafte Po-litur an, leiten die Wärme und das elektrische Fluidum, sind un Wasser unauf-