Band 
Siebenter Band. M bis N.
Seite
375
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Milo

Miltiabcs

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dours); 5) „lUemoirog z,c>I>til>„e» et niilitiiiics z'Oiir üvicir ä I'liiitoiie >IvI.nui8 XIV kl ilc 4.»»>i>Xz"; 6) „lliztinie f>liil>,.«>pli!,^»t'<Ie l'>u„„»,t-". AISnachgelassenes Werk ist von ihm 1816 ein „Leben des Herzogs von Bourgogue ^(Vater Ludw . XV.) erschienen und „Gespräche zwischen dein jungen Herzog unds. Lehrer Fenelon". Die 1n07 erschienenen „LIc,,,e »-> üu I'Iiirtoiie cle I'XIIo-lua^ne" sind ihm untergeschoben.

Milo vonKrvtona in Italien , ein Schüler vonPythagcras und einer derberühmtesten griech. Athleten, welcher 6 Mal in den olympischen Spielen den Siegdavontrug. Don seiner Stärke werden mehre Beispiele angeführt. Einst wollteder Tempel, in welchem Pythagoras lehrte, einstürzen. Milo ergriff die Haupt-,faule und verhinderte dadurch den Einsturz so lange, bis alle Anwesende sich gc-rettet hatten. Einen Stier trug er auf seinen iLchultern zui» Opfer und »öd-tete ihn mit einem Fanstschlage. Aber seine Stärke ward auch die Ursache seinesTodes. Er sah in einem Walde einen starken Baumstamm, den man mit Keilenvergebens zu spalten versucht hatte. Er wollte ihn auseinanderbrechen, alleinseine Kräfte versagten ihm; die Keile, welche den Spalt auseinandcrhielten, wa-ren herausgefallen, und so blieb er mit den Händen eingeklemmt. Da ihm Nie-mand zu Hülfe kam , so wurde er von wilden Thieren zerrissen. Nach der Sageder Pvthagoräer wurde M. in seinem Hause zu Kroton von Cylo verfolgt, ein-geschlossen und verbrannt.

Miltiades, ein atheniensischer Feldherr, welcher um 5611 vor Chr. leb-te. Er hatte bereits eine atheniensischeEolonieglücklich nachdem ChersonneS geführtund verschiedene Inseln im Archipelagus seinem Paterlande unterworfen, als Da-rin« an der Spitze eines furchtbaren Heeres zur Unterjochung Griechenlands heran-zog. M„ Aristides und Themistokles feuerten die vor der Übermacht des Fein-des zagenden Atbenienser zur Gegenwehr an. Jeder der 10 Stämme stellte 1000M. unter einem Anficht er. Dieses kleine Heer rückte in die Ebene von Marathon(490 v. Chr.), wo 1000 M.Fußvolk, welche Platää als Bundesgenossin abge-schickt hatte, dazu stießen. M. rieth zum Angriff. 'Aristides und einige andreAnführer unterstützten ihn; andre dagegen wollten die HülsStruppen der Lacedä-monier erwarten. Der Oberfeltherr (Polemarch) Kallimachus trat des M.Gründen bei, und so ward der Angriff beschlossen. Der Oberbefehl, welcher unterden Feldherren wechselte, wurde von allen dem M. überlassen, der jedoch keinenGebrauch davon machte, sondern den Tag abwartete, der ihn gesetzmäßig a» dieSpitze des Heeres rief. Sobald dieser erschien, stellte er an dem Fuße eines Ber-ges in einem mit Bäumen besetzten Felde seine Truppen, welche die Reiterei auf-halten sollten, in Schlachtordnung. Die Platäer standen auf dem linken Flügel,Kallimachus befehligte den rechten, Aristides und Themistokles das Mtttclkreffen.M. befand sich allenthalben, wo seine Gegenwart nöthig war. In vollem Laufegriffen die Griechen an; die Perser widerstanden mit Ruhe, aber hartnäckig, bis»ach einem mehrstündigen Kampfe ihre beide» Flügel wichen. Im Mittelpunkteaber befand sich Datis, bet persische Feldherr, mit seinen besten Truppen undbedrängte Aristides und Themistokles hart, als er, von den Griechen auch im Rü-cken angegriffen, seine Vortheile aufzugeben gezwungen wurde. Jetzt ward dieNiederlage allgemein. Was dem Schwerte entrann, mußte sich auf die Flotteflüchten, welche den Griechen zum Theil auch in die Hände fiel. Die Perser ver-loren 6400, die Athenienser 1S2M.; M. selbst war verwundet. So glorreichdieser Sieg war, so hätte er doch ohne die Thätigkeit des M. Atl n in Unglückbringen können. Datis wollte auf seinem Rückzüge Athen selbst überfallen, undschon umsegelte seine Flotte das Vorgebirge Sunium, als M. Nachricht davonerhielt, mit dem Heere sogleich aufbrach und zur rechten Zeit unter den Mauern-er Stadt ankam, um den Feind zur Rückkehr nach den Küsten Asien« zu zwin