Band 
Siebenter Band. M bis N.
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Mirabeau

,,s.« eoiiriur <Ie I'kmiopc". In seinen darauf folgenden Schriften über diec ii'i'ie die leiiigue <Ir 8i.-<l>,i>> . die ^ , verbrei-

tete er sich über die Ursachen des öffentlichen Credits und des Wuchers mit StaakS-papieren, nach Ad. Smit'y'S Grundsätzen, mit vieler Beredtsamkeir. Dies und diesatyrischen -Schilderungen berühmter Personen brachten seine Schriften in Ruf.(Gleichwol hielt er vergebens bei dem Finanzminister Calonne um die Consulslellein Danzig oder Hamburg an. M. lebte jetzt einige Monate 1786 in Berlin undging dann nach Braunschweig , kehrte aber in demselben Jahre, wahrscheinlich mitgeheimen Auftrügen seines Hofes, nach Berlin zurück. Dort sammelte er Notizenund entwarf den Plan zu dem geistvollen, aber nichts weniger als fehlerfreienWerke ,,l)« b> „imwialiie st, »^iouie", das sein Freund Mauvillon ausarbeitete.Er zeigte darin die nähern Umstände jenes innern Mangels, auf welchen blendendeGröße gegründet war, und die feinen Lenkseile, welche jenes Räderwerk von Staatmit Erstaunen Aller bewegten. Vorzüglich bewundert man seine SchilderungFriedrichs II. 1787 kehrte M. nach Frankreich zurück. Unterwegs verweilte er inNancn und verliebte sich in eine Schauspielerin. Endlich kam er zu Fuße, ohneeinen Sol baares Geld, nach Paris . Hier schrieb er eine Fortsetzung s. „l1<-„>>,,-cüitinn (le l'a^iot.-,^«". Aber dieKühnheit, mit welcher er diese privilegirte Geißelangriff, zog ihm einen Verhaftbrief zu. Er entging ihm jedoch glücklich. Hieraufschrieb er s. „Xvic -nie I!-,i.,vc-i". Damals erschienen auch (nach v. Dohin's Be-hauptung, V, 463, ohne M.'s Theilnahme) die von ihm im Vertrauen an Ca-lonne geschriebenen Briefe über den preuß. Hof, u. d. T.: „Uisloiie neu,etc <Io I-,ae>»r sto lieeli», >>» <r<» >«--,»>,>>l. >I'un »->>>>-,i», steziuis lo 5 9»>!I.

1786 jn-rgii'-iu 19 .l.,i,v. 1787" (1789, 2 Thle.). M. sagt darin u. A.: „DerTag war der glücklichste meines Lebens, an dem ich die Berufung der Notablen er-fuhr. Sie wird ohne Zweifel die Reichsversammlung zur Folge haben. Ich sehedarin eine neue Ordnung, die Umbildung der Monarchie; und ich würde michüberaus glücklich schätzen, die unterste Stelle eines SecretairS in dieser Versamm-lung, von der ich die erste Idee gehabt, zu bekleiden". Als nun die Reichsständewirklich berufen wurden, ging M. in die Provence, um gewählt zu werden. Unter-dessen hatte man jener „('.»>> e<n>«-><1<-,>ce -ieoret,.-" wegen einen Proceß gegen ihneingeleitet; allein auch vor gesprochenem Urtheil fand man für gut, den gefähr-lichen Mann durch einen Verhaftbriefaufdie Seile zu bringen. Eine Fregatte lagschon in Toulon bereit, um ihn nach Indien zu führen. Bei Zeiten gewarnt, eilteer nach Paris. Hier verwandten sich der Abbe Perigord (Talleyrand ) und der Her-zog v. Lauzun so lebhaft für ihn, daß der Befehl zurückgenommen wurde. Nun be-gab sich M. wieder in die Provence, sah sich aber von der Wahl für den Adelsstanddurch die Besitzer großer LehnSgüler ausgeschlossen. Der schwang er die Fahne desdritten Standes und trat als ein zweiter MariuS auf. Er hakte nämlich einenTuchladen gekauft, um als Tuchkrämer gewählt zu werden. Kaum hatte M. in demRathe der Reichsstände gesprochen, so beherrschte er die Menge durch seine stürmi-sche, aber lichtvolle Beredtsamkeit. Die wichtizstenBeschlüsse, welche die constitui-rende Versammlung faßte, gingen auf seinen Antrag durch. Sein kühnes Wortzeigte zuerst der Reichsversammlung das Geheimniß ihrer Kraft und die Schwächedes Hofes, „sagen Sie Ihrem Herrn", erklärte M. den 23. Juni 1789 demOberceremonienmeister Brezä, welchen der König abgeschickt hatte, um dieSitzung der Versammlung aufzuheben: „daß wir hier versammelt sind im Na-men des Volks, und daß uns Nichts von dieser Stelle vertreiben kann als das Ba-jonnet". schon damals hatte der Herzog von Orleans eine Partei; aber M.konnte sich nicht an diesen rechtlosen Mann von kleinem Herzen und angemessenerEhrsucht anschließen, der Nichts mit Catilina gemein hatte als Sittenlosigkeit.M. wollte anfangs keiner Partei angehören, sondern allein die Versammlung len-