Band 
Siebenter Band. M bis N.
Seite
416
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^16 Missionen (protcsi.)

bestätigte berliner Missionsverein zählte damals über 300 beitragende Mitglieder.Auch die bi itischen Gesellschaften unterhalten eine'Anstalt, in welcher Misstennairegebildet werden, auf Lierra-Leone. — Unter den Mitteln, deren sich die Mission?-gesellschafteii und ähnliche Vereine zur Erreichung ihres Zwecks bedienen, ist einsder wichtigsten die Übersetzung der Bibel und deren Verbreitung. (S. Bibel-gesellschaften.) Obgleich nun in der Art, wie die Missionen thätig sind, beson-ders in Ostindien, noch Manches zweckwidrig ist (vgl. Röhr's „KritischePrediger-bibliolhek' (Bd. IX , H. -1, Bd.V, H. 1). so hat dennoch die siillwirkende Kraft desChristenthums sich in vielen Landstrichen auf eine außerordentliche Art bewiesen. Esist bekannt, daß die Bewohner der Gesellschaftsinseln , namentlich die vonOtaheiti(s> d.), Christen geworden sind. Auch auf den Santwichinseln macht das Christen-thum durch die engl. Missionarie» immer mehr Fortschritte, und es werten seit1323 Bücher in der Landessprache gedruckt. In Ostindien haben die Wesley'schenMethodisten viele Heiden bekehrt, z. B. zu Trincomale und Colombo auf Ceylon .Hier ward von ihnen eine Schule zuv unentgeltlichen Bildung armer Kinder derCingalesen errichtet. Am thätigsten für die christliche Civilisation des britisch-ostin-dischen Reichs durch Missions- uud Schulanstalten sind die Bischöfe zu Calcutta,I). Mittleren (st. 1822) und Heber (st. 1821), gewesen. Verschiedene evangel.Missionkvereine unterhalten an tens. Orten, z> B. in Madras, in Calcutta und inBombav, Missionarien, ohne daß unter diesen verschiedenen Glaubensboten undden von ihnen gcstist. Gemeinden Irrungen und Spaltungen entstanden wären.Vielmehr reichen sie sich bei vorkommenden Gelegenheiten einander die Hand. Sohak. ,:uv bessern Forderung des gemeinschaftlichen Zwecks, die dänisch,ostind . Mis-sion 11 um Lrankebar befindliche christlicheLandgemelnden an die enol. Gesellschaftfür Verbreitung christl. Erkenntniß abgetreten. Die englisch -bengalische Istissions-gesellschaft hatte mit ihren Capellcn und Schule» eine Druckerei verbunden, in wel-cher aus ihre Kosten an 120,000 Exemplare religiöser Schriften in der englischen und in den Landessprachen gedruckt worden sind. Insbesondere wird der Zustand deruralten dänischen Haupt-Missionsanstalt zu Serampore (oder Friedrichsnagoi) inBengalen am Huglv, die sich besonders der Erziehung der heidnischen und musel-männischen Knaben widmet, erfreulich geschildert. Au? der dortigen Buchdruckereiist die heil. Schrift in 21 Sprachen des mittlern Indiens ganz oder iheilweise über-setzt hervorgegangen. Unter den engl. Missionarie» zu Serampore hat sich vorzüg-lich Marsham, der berühmte Vf. der,,<ck>e i> ->i>,W-,", zugleich um die indische Lite-ratur verdient gemacht. Obgleich nun die Menge der Landessprachen, besonders inMalabar, das Geschäft der evangel. Missionen, welche durch Lehre wie durch Bei-spiel wirken sollen, sehr erschwert, so trägt dennoch die Einfachheit des Wandels derevangel. Missionslehrcr und ihrer Schüler viel zur Erbauung Aller bei und unter-stützt da, wo nicht örtliche Hindernisse, wie der Kastenuntei schied und die Macht derBrammen, dazwischen treten, ihr apostolisches Bestreben, christliche Sittendeinheitin dein verdorbenen Indien zu verbreiten. Über Südafrika , wo die Haupt-colonie seit 1802 BerthelSdorf ist, und wo die Brüdergemeinde an 3 Orten Mis-sionen unterhält (vgl. Latrobe), gab ein Reisender der britischen MissionSgesell-schaft, I. Campbell, eine» geographisch-ethnographischen Missionsbericht (Lond.1815) heraus. Überhaupt ist es dankenswerrh, wenn tüchtige Missionnaire mitdem wichtigsten Zweck ihrer weiten Reisen auch den Nebenzweck, Bereicherungder Länder- und Völkerkunde, zu verbinden wissen, wie Loskiel über Nordamerika ,und wie der dänische Prediger Monrad, der von 1805 — 9 in Afrika Missionnairwar und „Beiträge zu einer Schilderung der Küste von Guinea " (Kopcnh. 1822herausgab. Insbesondere hat die Thätigkeit der Missionnalre der Glottikvielfachen Gewinn gebracht, wie z. B. Ist. Gottl. Dlumhardi's (Inspectorsder Missionsschule >» Basel ) „Vergleichende Bemerkungen über die Familien-