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Siebenter Band. M bis N.
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Mond

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ganzen Himmel von Abend gegen Morgen zurückzulegen, nährend er zugleich mitden übrigen Gestirnen der täglichen scheinbaren Bewegung von Morgen gegenAbend folgt. Von seinen verschiedenen Gestalten ist unter Mondphasen dieRede. Der Mond ist unter allen Himmelsplaneten der uns bei weitem nächste;man bestimmt seine mittlere Entfernung auf ungefähr 10 Erdhalbmesser, oder51,510 geograph. Meilen. Bei jedem seiner Uniläuse um die Erde kommt er ein-mal in die Erdnähe (Perigäum) und einmal in die Erdferne (Apogäum). Je nach-dem er der Erde näher oder entfernter ist, erscheint auch sein Durchmesser, durchFerngläser betrachtet, größer oder kleiner. In der mittlern Entfernung beträgtderselbe 31 Min. und 9 See. Der wabre Durchmesser des Mondes wirdnach astronomischen Berechnungen auf3; Mal kleiner als der Erdturchmezfer be-stimmt; also hat der Mond 14 Mal weniger Oberfläche und 50 Mal geringernkörperlichen Inhalt als die Erde. Seht man den Durchmesser der letztem auf1119 geogr. Meilen, so beträgt der Durchmesser des Mondes etwas über 463solcher Virilen. In Ansehung seines Umlaufs bemerkt man große Ungleichheiten.Diese rühren meist von der starken Einwirkung, d. h. Anziehung der Sonne in sei-nen Verschiedenen Stellungen gegen die Erde her. Erst nach Newton's Entdeckungdes Gesetzes von der allgemeinen Schwere klärte sich dies mehr auf. Tobias Mayer lieferte die ersten genauen MondStafeln. Da der Mond seinen periodiscben Umlauf(Monat) in 21 Tagen 8 St., oder, genau gerechnet, in 21 Tagen 1 Lt. 43 Min.und 5 See. zurücklegt, so durchläuft er, nach einer mittlern Bewegung gerechnet,täglich 13° 10'35' seiner Bahn, welches in jeder Zeitsecunde 8182 pariser Fußbeträgt. Außer der doppelten Bewegung, niit welcher der Mond sich um unsere ,Erde und nebst dieser um die Sonne dreht, hat er noch eine dritte, nämlich uni seine «A,re. Er vollendet dieselbe während der Umlaufsteit um die Erde einmal, wiedaraus erhellt, daß der Mond uns immer einerlei Seite zukehrt. Die Ursache die-ser Gleichheit der Zeit zwischen Umlauf und Umdrehung findet Newton darin, daßdie der Erde zugekehrte Seite des Mondes wegen der großem Nähe von der Erdestärker angezogen werde als die abgewendete, und daher nach dieser Richtung einelänglichere Gestalt annehme. Indeß hat man doch wahrgenommen, daß sich dieder Erde zugekehrte Montflache periodisch etwas verrückt, weil die in ihrer Mittesichtbaren dunklem Flecken bald mehr nordwärts, bald mehr südwärts, auch öftersbald mehr ostwärts, bald mehr westwärts treten. Diese Erscheinung hat man dasWanken des Mondes (s. d.) in der Breite und Länge genannt. Von Bei-den! sind die Ursachen durch die Astronomen untersucht und entdeckt worden. Unterallen Himmelskörpern kennen wir den Mond wegen seiner großen Nähe am ge-nauesten. Daß er ein dunkler Körper sei und sein Licht von der -Lonne empfange,sieht man aus den sonnen- und Mondfinsternissen, besonders aber aus den ver-schiedenen Lichtgestalten. (>L. Mondphasen.) Schon das bloße Auge entdecktauf der erleuchteten Fläche des Mondes mehre Flecken (Mondflecken), die sich durcheine geringere Helligkeit merklich auSteichnen, und jedes gute Fernrohr läßt unsin den Hellern Theilen an der Grenzlinie der Erleuchtung Höcker und beträchtlicheUnebenheiten erblicken, welebe man für Berge und Thäler halten muß. Die mehr-jährigen Beobachtungen Schröter'S (dessen unvergleichliche „SelenographischeFragmente zur genauern Kenntniß der Mondfläche", Lilienthal 1191, 4, als einewahre Mondstopographie betrachtet werden können) haben das Dasein derselbenaußer allen Zweifel gesetzt, und ihm ist cS gelungen, sogar die Höhen der Mond -berge zu bestimmen. Die Methode, welcher sich dieser Forscher dazu bediente, istso sicher und genau, als man nur wünschen kann. Er maß die südliche Randhöhe,die er Leibnitz und Dörfel nennt, nach der Sonnenhöhe über dieser Gegend undnach dem Schatten, den sie wirft, und fand sie 25,000 pariser Fuß hoch, mithinfast so hoch, als die Spitzen dcsHimalaya. Die großen dunkeln Flecken dcsMoi.des