Band 
Siebenter Band. M bis N.
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486 Moiik (Jakob Heinrich) Monochord

sicher Welcklugheit zu benutzen und wurde in seinen Unternehmungen vom Gluckebegünstigt.

M onk (Jakob Heinrich), Philolog und Pros. der griech. Sprache auf derUniversität Cambridge , geb. 1782, legte den Grund zu seinen Kenntnissen auf derStadtschule in Norwich und auf der berühmten Carthause in London . 1800 bezoger das Dreifaltizkeüssuft in Cambridge als Pensionnair; wurde aber bald-Lcholardieses Collegiums. 1805 wählte ihn lAiniiv eolle^a zum b'ellxw und 1807 zumA-,ft>ti>,,t lut>>r. Als der berühmte Person 1808 im Dct. starb, ernannte ihn dieUniversität zum Nachfolger desselben m der Professur der griech. Sprache. 1800ließ er sich ortiniren, und 1815 wurde er einer der Haupttutors des Dreifaltigkeit!?-stifts. Er gab einige Traucrsp. des Euripides heraus und ordnete gemeinschaftlichmit C. A. Bl om field (s. d.) den kritischen Nachlaß seines Vorgängers u. d. T.:„Uiaarsti l'oe^nni A>lcei^>, i-c" (Cambridge 1812). M. besorgt auch mit Hülfedesselben und A. das geschätzte „51ureuni eiiliauin, or slanftiiiclgo al:is.8iaist re-

5e,iiestie5".

?)! o n n i e r (PierreCharles Le), Astronom, Mitglied der Akadeniien zu Pa-ris, London und Berlin, geb. 1715 in Paris , zeigte früh einen entschiedenen Hangzur Astronomie, machte schon im 16. I. Beobachtungen über den Saturn, undübergab im 20. der pariser Akademie der Wissensch. seine „diunvelie li-»nr« ste I.»lune, avee. Is stesc, i^tion stetavlieii", worauf ihn diese zu ihrem Mitgliedeernannte. 1735 begleitete er Maupertuis nach Lappland . Mit Lord Dlacclesfieldbeobachtete er am 25. Juli 1748 in Schottland die ringförmige Sonnensinsiernißund vermaß dort zuerst den Durchmesser des Mondes auf der Sonne,ischeibe. 1750zog er, auf Befehl Ludwigs XV., euren Meridian durch das Lustschloß Bellevne.LeM. war Lalande's Lehrer, mit deni er aber zuletzt m Feindschaft lehre. Doch hatLalante stets mit der höchsten Achtung und Dankbarkeit von ihm gesprochen. Übri-gens war er heftigen Gemüths und eigensinnig. So hat mau erst nach seinem Todemehre anziehende Werke von ihm gesunden, die er, trotz aller Auffoderuiigen, imLeben siers hartnäckig verweigert und sogar zu vedbrennen gedroht hatte. Darunterbefindet sich sei» Sterne,iverzeichniß, dessen Plan er schon 17ä1 der Akademie vor-gelegt hatte. Unverdrossen in der Arbeit, lebte er ganz siir seine Wissenschaften, welcheihm bedeutende Fortschritte verdankt. Er hat zuerst die Verschiedenheit der Strah-lenbrechung im Goiiimer und im Winker bestimmt, dieSonneiitaselnunddasSter-nenverzeichniß verbessert, die Neigung der Ekliptik genauer bestimmt und die Pol-höhe von Paris festgestellt. Er führte das von Graham verfertigte Instrument zurBeobachtung der Durchgänge in Frankreich ein und bewies die durch die Anziehungdes Jupiter erzeugte» Ungleichheiten des Saturn. Auch für die Seefahrer und an-dre mit der Astronomie m Verbindung stehende Wissenschaften hat er nützliche Ent-deckungen gemacht. Er starb den 5. Jan. 1799. Von seine» vielen Schriften möch-ten seine „Ilftnüre eölezw" (Paris 1741, 4.) und seine ,,'l liüoi w ckrs cuiixfto!,"(ebcnd. 1743, 4.) die meiste Aufmerksamkeit verdienen.

Monochord, ein mit einer Gaite (wovon auch der Name herrührt) bezo-genes, hohles Instrument, ungefähr 1^ Elle lang und ^ Elle breit, worauf mit-telst des Cirkels und eines beweglichen Stegs die Höhe oder Tiefe des Tons nachVerhältniß dcr^ab - und zunehmenden Länge gefunden und ausgemessen werdenkann. Diese Gaue nannten die Alten den Kanon, und man pflegt ein solches Mo-nochoift auch mit 3 oder 4 Gauen zu beziehen, um nach genau abgemessener Längejeder Saite den Grundton mit seiner vollen Harmonie zu haben, sowie man auchtaftelbe, um dos bessern Klangs willen, mit einem Resonanzboden und mit Tastenzum Anschlagen versieht. Der Gebrauch dieses Instruments, dessen Erfindung demPvthtgsras zugeschrieben wird, dient besonders zur Berichtigung der Intervalle,deren ftbsiono weniger als »inen halben Ton beträgt, wiewol die durch Verruckung