Band 
Siebenter Band. M bis N.
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487
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Monochromen Monokratic 48"

abgedachter Stege hervorgebrachte Einthcdlung der Saiten und die daraus entstc-hendeBerechnung mehr dem Verstände einzuleuchten als durch ihren merklichen Ab-stand von Hohe und Tiefe dem Gehör fühlbar zu mei den scheint. Daher auch feintheoretischer Gebrauch in der mathematischen Klanglehre.

M o n o ch r o m e », m o n o ch rom ati sch eB i l d er, sindeinfarbige Male-reien. Sie sind die einfachste und älteste Art der Malerei; man bediente sich zuerst be-sonders der rothen Farbe, als der auffallendsten. So finden wir sie aufden ältesten Va-sengemälden, entweterroth aiifschwarzem Grund, oder umgekehrt. (S.Malerei.)

Monodrama, s. Melodrama.

M o n o g a m i e, s. Ehe. »

Dd o n o g r a m m MI>NU5 prnpria, diikkrv, Namenszug, Hand-

zeichen) ist, im diplomatischen Sinne genommen, eine Figur oder ein Schrlstuig,welcher alle (oder auch nur einige) einzelne Buchstaben eines oder mehrer, den Na-men, Titel w. bezeichnender Worte, in verschiedener Ordnung gestellt, ausdrückt.Sie wurden aufMünzen, Fahnen, Wänden und Tapeten, Siegeln und in Urkun-den angebracht, von welchen verschiedenen Arten des Gebrauchs der aus Münzender älteste, und der in Urkunden, in welchen sich nicht nur geistliche und weltlicbeFürsten , sondern auch MagistrakSpersoncn und Notare ihrer bedienten, der jüngstewar. Das erste bis jetzt bekannte Monogramm ist vom ostgothischen König Theo-dorich (493'—526); der beständige Gebrauch der Monogramme aber wurde erstdurch Karls d. Gr. Beispiel, der sich ihrer stets bediente und ihnen eine bcstere Ge-stalt gab, eingeführt und erhielt sich in allen den Ländern, welche zu dem großenFrankenreiche gehört hatten, mehre Jahrhunderte, bis er vom 12.Hahrh. an, wegendes veränderten Geschäftsganges, abkam. Am längsten erhielt er sich in Deutsch -^land, wo er 1495 auf dem Reichstage zu Worms abgeschafft wurde. Die Lehrevon den Monogrammen dieser Arc ist für die Erklärung und Kritik der Denkmälerund Urkunden des Miktclalters von der größten Wichtigkeit und bildet daher einenbesondern Theil der Diplomatik. Späterhin hat nian dieses Wort auch auf alle undjede Namenschiffren, Züge und sonstige Zeichen, mit welchen Künstler, vorzüglichMaler und Kupferstecher, ihre Arbeiten als die ihrigen bezeichnet haben, übertra-gen. Diese sind aber oft trügerisch nachgeahmt worden. Eine schätzbare Samm-lung, Abbildung und Erklärung der Künstlermonogrammc findet sich schon in Höh.Fr.Christ's „Anzeige und Auslegung der Monogrammatum ic." (Leipz. 1747) undin Brouilloc's berühmten „Diel. des mviio^riimnies", ergänzt und berichtigt durchdessen „I.ckile cke5 mono^r., clnkkrc» etc." (München 1820). Noch

bemerken wir, daß die Alten jeden Umriß, jede einfache Zeichnung Monogrammnannten. (S. Malerei.) —?.

Monographie (von und -p^achxi), eine Scbrift, welche eineneinzelnen Gegenstand einer Wissenschaft besonders abhandelt. Man setzt voraus,daß ein solcher Gegenstand in einer vollständigen Monographie nach asten Richtun-gen und Beziehungen und ganz im Detail betrachtet werde; doch darf dies nichtgeschehen, ohne auch die allgemeinen Beziehungen zu berühren, in welchen der-selbe mit der Wissenschaft steht, aus welcher er entlehnt ist. Die Monographienin strengerm Sinne sind ein Erzeugniß der neuern Zeit, und eS ist nicht zu läugnen,daß sie der Wissenschaft sehr förderlich gewesen. Hetzt aber werden sie so häufig, daßes Noth thut, daran zu erinnern, daß man über dem Besondern das Allgemeine derWissenschaft nicht gar zu sehr aus den Augen verlieren möge.

Monokrarie wird zuweilen für Monarchie gesagt, ist aber davon ver-schieden. Die Endungen Archie und Kratie bedeuten nämlich die äußere und dieinnere Staatsform oder die Darstellungsart und die Ausübungsart der höchstenGewalr. Der Monarchie steht also die Poly archie entgegen. Hn jener wirddie höchste Gewalr durch Einen, in dieser aber durch Mehre oder Viele dargestellt.