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Moreau (Jean Michel)
edeln Baumsrüchten, Wein, Öl, Seide (Moreaseide), Baum-, und Schafwolle,Galläpseln rc. Der wichtigste Ausfuhrartikel find die u. d. JA Korinthen bekanntenkleinen Rosinen, deren jährl. Ausfuhr Pougueville auf42,500, Scrofani aber auf480,000 Cmr. schätzte. — Morea erhielt seine erste Bevölkerung von den phöniz.und ägypt. Küsten, zugleich auch von hier aus seine erste Cultur in Wissenschaft,Kunst und Handel. In den schönen Tagen des alten Griechenlands blühten hierSparta, ArgoS, Messen? (von wo aus eine Colonie nach Licilien ging und Messina gründete), Korinth, Argolis, CliS, Llchaja:c. Hier stand die königl. Argos undMycene, der Sitz Agameninon'S; die sandige Pylos, der Sitz des weisen Nestor ;Lacedämon ntit seiner langen Reihe von Königen, von Menelaus bis AgesilauS;hier gaben die Ebenen und Hügel Arkadiens das Ideal des friedlichen HirienlebenS;hier gründete Sparta seine Macht durch die Messenischen Kriege, und Sicyon denletzten Bund der Freiheit, ten achäischen. Als Hellas 146 v. Chr. römische Provinzward, theilte auch der PeloponneS dies Geschick und blieb später so lange ein Theildes griech. Kaiserreichs, bis dieses selbst in Trümmer zerfiel und stückweise eineBeute der Osmanen wurde. Im 16. Jahrh, bemächtigte sich die Republik Venedig der Halbinsel, und sie blieb gleich mehren andern griech. Inseln und Landstrecken amadriat. Meere Eigenthum dieses Freistaats, bis sie Achmet III , 1116 von Neuem un-ter türk. Botmäßigkeit brachte. So langeMorea unter türk.Herrschaft stand (wasjedoch nie ganz der Fall war, indem die tapfern Bergvölker von Mama immer in ih-ren rauhen Schluchten bald mehr bald minder unabhängig sich behaupteten), wardes in 2 Vandschakate getbeilt: das von Morea, dessen Sitz zu Tripolizza war,und das von Mistra . Die Eine. des ganzen Landes mochten 2 Mill. Piaster be-tragen. Die Anstrengungen, welche auf Rußlands Anregung 1110 von den Mo-reoten gemacht wurden, um das Türkenjoch abzuschütteln, erstickten in ihrem Blute.Seil dieser Zeit verödete die Halbinsel unter dem Drucke der Barbaren, und die we-nigen Überreste von Wohlstand aus den Zeiten der venetianischen Herrschaft ver-schwanden nach und nach gänzlich in den Städten und auf dem platten Lande. Nurein schwacher Schimmer von nationaler Unabhängigkeit blieb noch in den.Gebirgender kriegerischen und räuberischen Mainotten. Endlich stand hier 1821 fg. der Hel-lene gegen seine Unterdrücker auf. (S. Griechenaufstand, Missolunghi ,Napoli di Romania, MaurokordatoS, Ppsilantis, Türkei u. a. ni.)Morea lernte man durch den franz.Arzt Spon und den Engländer Wheler (,,Vnv.ck'Itallc", 2 Bde., Haag 1124) zuerst kennen. Bartholdy'S Reise in Griechen-land erschien 1805 und 1801; des Griechenfeindes Sir. Will. Gell'S „Iiiueiurvns tl,e älorea" 1811; dessen „,4r-zolli" 1820, 4., und „>.irr»livc e>s .1 jnur-i,ee in tlio äloreii" (Lond. 1823) sind gründliche Ortsbeschreibungen; Forschungund Wahrheitsliebe bezeichnen Dodwell'S „Ola^io.il <in>I i<>i>oAr.iz>I>io.iI lo»rtlnongli Oreeee" (Lond. 181 ü, 2 Bde., 4.). Sein Begleiter, der röm. KünstlerPomardi, brachte an 1000 Zeichnungen mit. Über die Sitten der Moreoten s. m.den 4. und 5. Bd. von Pougueville'S „Vo^. la Oräae" (Paris 1820 sg.);ferner Carne's „I.eilki; freun I>,e (a. d. Engl. von Lindau , m. Aus., 4 Th'e.,Dresd. 1826 fg., der 4. Th. enthält die Reise über Cvpern und Nboduü nach Mo-rea) und die bei Griechenland genannten Schriften. Die meisten erklären dieauffallende Erscheinung, wie bei den stets geplünderten und daher wieder plündern-den Griechen in Morea der Fremdenhaß (Tenelasie) entstehen konnte. 1829 be-reiste auf Kosten der franz. Regierung eine wissenschaftliche Commission von franz.Gelehrten Morea in narurwiss., archäolog. und artist. Hinsicht, unter der Leitungdes Obersten Bory de -Lt.-Vincent. 20.
Moreau (Jean Michel), oder^l. Io jenne. geb. zu Paris 1141, Schülerdes Le Lorrain, ging, als derselbe zum Director der Petersburger Kunstakademie be-rufen wurde, 1158 als dessen Adjunct mit nach Petersburg . Zwei Jahre darauf