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Siebenter Band. M bis N.
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Mordant

Morea

schlag (niurcler) angesehen. Der vorsätzliche Todtschlag, begangen in Zorn undIachheit des Gemüths, in leidenschaftlicher Hitze und der ersten Aufwallung desAffeetS (linmiaisti,,,,, ex >i.->eu>»ln> et o,ste»v iiuinii) wird nach gemeinem deut-schen Crmiinalrechke zwar auch mit dein Tode, aber doch gelinder als der eigentlicheMord, mit Überlegung und kaltem Blute ausgeführt, bestraft, mit dem Schwerte,da auf diesem das Rad steht. Mord aus Lebensüberdruß, aus religiöser Schwär-merei, aus partiellem Wahnsinn wird nicht als eigentlicher Mord behandelt, esfehlt die Zurechnungsfähigkeit, die durch bloßen politischen Fanatismus und eineirrige Ansicht von Recht und Pflicht nicht aufgehoben wird. Manche Arten desMordes werden durch die Art der Ausübung (gedungener Mord oder Banditen-mord, Giftmord, Meuchelmord), durch den Zweck (Raubmord, Hochverrath),durch den Gegenstand (Kindesmord, Verwandtenmord, besonders Älternmord)ausgezeichnet. Mordbrenner ist der vorsätzliche Anstifter einer Feuersbrunstmit naheliegender Gefahr für das Leben andrer Menschen. Bor dem weltlichenGericht entschuldigt kein Zweck den Mord, wenn nicht Vertheidigung seiner selbstoder eines Andern in gesetzmäßigen Schranken erwiesen werden kann. Der Mo-ralist mag darüber zuweilen eine andre Ansicht fassen, bei einer Corday, einemVirginias, einem Brutus: der Richter darf eS nicht. 37.

Mordant oder M o r d e n t, in der Tonkunst eine Spiel- und Sing-manier, welche darin besteht, daß man mit dem angegebenen Tone und dem unterdemselben liegenden Tone schnell, aber so abwechselt, daß man wiederum zu demersten zurückkehrt. Die Franzosen nennen diese Manier piucc. Er ist einfachoder kurz, wenn der untere To» nur ein Mal gehört wird, und wird dann so ge-zeichnet -- (z.B. ausgeführt oder ein langer, doppelter Mordant,

der nur bei länger» Noten stattfinden kann, wenn jene Abwechselung mehrmals

geschieht. Letztere wird bezeichnet.>. z. B,

; ausgeführt .

Mordschlag, eine mit einer kurzen Brandröhre versehene hohle metal-lene Kugel mit einem platten Boden, welche in Feuerkugeln gelegt wird und durchihr Zerspringen großen schaden anrichtet. Auch nennt man so kurze eiserne Läufe,mit Flintenschüssen geladen, welche, mittelst eines ZünderS, nach einander loS-gehen und das Annähern verhindern.

M o rea, der alte Peloponnesos (402 f^M.), eine bergige Halbinsel (38 41° Ü. L. und 38 38° N. Br.), grenzt im Nordwesten an den Meerbusenvon Baliebadra, im N. an den Busen von Ainabachti, im Nordosten an die Land-enge von Kordes (den Isthmus von Korinth), im L). an das azoische, im S.und W. aber an das Mittelmeer . Es wird durch den korinthischen Isthmus (eine^ stunden breite Landenge) mit dem eigentlichen Griechenland (Livadien) verbun-den. Die Zahl der Einw. betrug im Alterthum über 2 Mill.; nach Pouqueville vordem Ausbruche der jetzigen Unruhen 240,000 Griechen (ohne 60,000 Mainotten),40,000 Türken und 4000 Juden. Den jetzigen Namen hat die Halbinsel unterden letzter» gricch. Kaisern bekommen wegen der Ähnlichkeit ihrer Figur mit demBlatte eines Maulbeerbaums, der im Griech. Morea heißt. Die größere nördlicheHälfte ist eine fruchtbare Ebene, die nur an einzelnen Stellen von dem hohen cylle-nischcn Gebirge durchschnitten wird; die südlichste Spitze, Maina, ist durch dieBergwand der verschiedenen Zweige des TavgetuS (die höchste Spitze 2417 Metres,bei Mistra in Laconien ) von der übrigen Halbinsel getrennt. An der südlichen Küstezwischen Maina und Malvasia ergießt sich der Eurotas (jetzt Wassilipotamo), andessen rechtem User das alte Sparta lag, in den Meerbusen von Lakonien . Dergröüte Fluß in der Halbinsel ist der durch die olvmpiscben Spiele berühmte AlpheuS.Die Luft ist warm, aber ziemlich temperier, und der Boden fruchtbar an Getreide,