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Morcau (Jean Victor)
starb Le Lorrain, und M. kehrte nach Paris zurück. Bei gänzlichen, Mangel aneignem Vermögen verliek er jetzt die Malerei und erlernte unter Lebas die leichternährende Kupferstechers»»!?, zumal da er, als ein sehr geschickter Zeichner, was er in.Kupser stechen wollte, selbst zeichnete. M. erlangte bald einen großen Ruf. Er hatKupferstiche geliefert zum Homer, Thuevdides, Marc-Aurel, Birgst, Iuvenal, Ovid ,Corneille, Racine, Lafontaine, Regnard, Er-ckillon, Rousseau , Vsontesguieu, Mew-montcl, Raynal , Mablv, Gresset, Barth- leniv, Sainr-Pierre, Voltaire tiiid ?)öo-li.-re, zu jedem der beiden Letzter» 2 verschiedene Folgen von Kupf. (zusammen mehrals 100 Bl.), ferner 60 Bl. zu Geßner'S Lckriften, 80 für das If.Test. und 160zur sranz. (beschickte. Die große Verschiedenheit in diesen (Gegenständen setzt einegroße Mannigfaltigkeit von Kenntnissen vorau-z auch konnte M. gleicksam für einelebendige Kunstencvklopädie gelten. 1110 ward ihm die Entwerfung aller zu denHof- und öffentlichen Festen erfoderlichen Zeichnungen übertragen, und er begannmit den Entwürfen zu den Vermählungsfeierlichkeiten des Dauphins und der übri-gen konigl.Prinzen. 1115 gab er seine zur Krönungsfeier LudwigsXVI. geliefer-ten Zeichnungen, von ikm selbst gestochen, heraus und ward darauf Mitglied derMalerakademie und konigl. CabinetSzeichner. Nächst Dem, was er als solcher ge-fertigt hat, beläuft sick die Zahl seiner zu Kupferstichen gelieferten Zeichnungen auf2100 Bl. 118-1 unternahm er eine Reise nach Italien , die in s. Kunstanstchtenund Arbeiten Epoche machte. Alles, was er seit dieser Zeit lieferte, ist freier, edlerund weniger manierirt. Noch 1810 zierte er die Kunstausstellung durch 2 Zeich-nungen, auf deren jeder über300 Figuren waren. Seine llneigennühizkeit erlaubteihm nicht, Vermögen zu sammeln. Er starb den 30. Nov. 181-1 zu Paris .
Moreau (Jean Victor), der Sieger von Hohenlinden. auch Frankreichs Coriolan genannt, geb. zu Morlair (Deparr. Fimüterre) den 11. Aug. 1161, hattezu Reimes die Rechte studirt. Im Mai 1188 trat er an die -Lpitze Verjüngen Bür-ger von Reimes und der Studenten, für das Parlament und die Stände von Bre-tagne gegen die Eingriffe des Ministers auf. Als aber dieselben Stände au? Kasten-geist sick weigerte», den konigl. Befehl in Ansehung der von der Nation gefedertenVersammlung der Reichsstände zu vollzieben, da nöthigte M. sie im Namen der be-waffneten Bürger zum Nachgebe». Bei Errichtung derNanonalzarden wählten ihndie Freiwilligen der Stadt Reimes zu ihrem Bataillonschef. Jetzt wurden Kriegs-kunst und Geschichte seine Hauptstudie». In der Nordarmee gab er zuerst bei derSchlacht von Neerwinden (18. März 1193) Beweise seines militair. Talents. Erkam in Souham'S Generalstab, unter Pichegru'S Oberbefehl. Im April 1191ward er Divisionsgeneral z dann führte er den rechten Flügel der Nordarmee überdie zugefrorene Waal. Schon damals bewies er sich ebenso streng und redlich imDienste als menschlich und gebildet in jedem Verhältnisse. Er verwarf die Blut-befehle RobcSpierre'S, und ahmte nie die -spräche der Sansculotten nach. SeinRuhm als Feldherr blieb makellos von dem Tage an, wo er an die Spitze derRhein-und Moselarmee trat (21. April 1196), bis zu dem Tage, wo er durch den Waffen-stillstand zu Steier (25. Dec. 1800) den Frieden von Luneville s. Vaterlande gab.Drei Mal führte er im Angesichts des Feindes das Heer über den Rhein : im Juni1196 bei Strasburg, im April 1191 bei Dierkheim und im April 1800 bei Kehl und Dreifach. Ebenso gewandt als kühn ging er über die Donau, den Lech und denInn. Diese Übergänge und s. Rückzüge, im Ocr. 1196 vorn Lech bis Hüningen und im Mai 1199 von der Etsch bis Turin und Genua , stellten ihn ebenso sehr dengrößten Feldherren gleich als die Kunst seiner Märsche, die Umsicht seiner Entwürfe,die Kübnheir seiner Angriffe, die Vorsicht s. Bewegungen und die Bestimmtheits. Anordnungen. Er rettete 3 Mal Frankreichs Heer und bildete 2 Mal aus denTrümmern des geschlagenen ein neues. So schlug M. den 5. Juli 1196 den Ge-neral Larour bei Rastakr, ani 9. Juli den Erzherzog Karl bei Etlingen; so siegte erOuf seinem Rückzüge, von 66,000 Feinden umringt, mir 45,000 M. bei Biberach