Mortior
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Morrison
schütten, in die sie wahrscheinlich bei dem naturgemäßen Gange'sich auch in derFeuchtigkeit zerlegt und auf solche Weise fortgepflanzt hätten. Vielleicht hätte dieErfahrung, die man bei den Polypen (s. d.) und Regenwürmen, gemacht Hai, woAerschneidung neue gleiche Wesen schafft, hier ebenfalls angeführt werden können.Göthe'S ,,Veirräge zur Naturwissenschast überhaupt und zur Morphologie insbe-sondere" (Tübingen 1817 fg.) geben über diesen Geaenstand die anziehendsten Mit-theilungen und sind zum gröüten Theil aus eigner Beobachtung geschöpft.
Morrison (Robert), ein protestantischer Mifsionnair, der in den engl.Factoreien zu Kanton und Makao gelebt hat. Als Lord Amherst die Gesandtschaftnach China übernahm, sandte die Bibelgesellschaft M. nach Kanton, damit er dasChinesische erlernen und die heilige Lehnst in diese Sprache übersetzen sollte, LeineKenntniß des Chinesischen hat er durch seine „Ilmue -iuica," (London 1812),seine „Chinesische Grammatik" (Serampore 1815) und sei:, „Chinesisch-engl.Wörterbuch" bewiesen. Von letzter!» erschien der 1. Th. 1815, der 2. 1819 zuMakao ; es wird aus 5 oder 6 Bdn. 4. bestehen. Noch hat M. gemeinschaftlichmit Milne das Alte und Neue Test. in einer chines. Ilbers. geliefert; der des Neuenliegt eine unter Hodgson's Leitung von einem zur kathol. Religion bekehrten Chi-nesen 1737 u. 1738 verfertigte ilbers, die sich handschriftlich in, brit. Mrseu»,findet, zum Grunde. Der Druck ist in China besorgt worden und bestebt, wie beiallen chinesischen Büchern, in Holzschnitt. 1818 errichtete l>. M. zu Malakka ein>>>j>!o-tll>>nc!m (llülrgr für engl. und chines. Literatur und zur Verbreitung desChristenthums, dessen Präsident I>. Milne war. Nach lljabr. Aufenthalt inCkina kehrte M. 1826 nach England zurück und brachte eine Sammlung von10,090 Büchern in chines. Sprache, nebst einem Schatze von Nachrichten überdieses noch sehr unbekannte Land, mit. Nach Milne's Tote (26. Fedr. 1828)wurde M. Präsident des CcllegiumS.
M brser, ein Wurfgeschüß, aus welchem Bomben (vgl. d.) geworfenwerden, und das deßhalb zunächst nur bei Belagerungen in Anwendung kommt.Das Rohr ist gewöhnlich 3 Caliber laug, die Kammer, d. i. der Theil des Kes-sels, in welchen die P„luerladung kommt, ist jetzt fast überall konisch, und mehroder weniger abgestumpft. Unmittelbar über derselben in das Lager, wo die Bombeaufgesetzt wird; der übrige Theil des innern Raums beißt der Kessel oder Flug.Der Mörser ruht auf einem Stuhl oder Schemel , der entweder aus einem starkeneichenen Blocke, oder aus 2 kurzen, starken, fest verbundenen Pfosten besteht, derTransport der Mörser erfolgt auf sogen. Sattelwägcn. Das Caliber der Mörserwird bei den meisten Artillerien nach dem Steingcwicht einer für ihre Bohrunggeeigneten Kugel benannt. So hat man 30-, 48-, 60pfündige Mörser: bei derengl. und sranz. Artillerie wird das Caliber nach dem Durchmesser der Mündungin Zollen benannt, z. B. 8-, 10-, 18zöllige Mörser. (Über die Wurfweiten derMörser bei verschiedenen Artillerie» vgl. Scharnhorst'S „Handbuch", 1. Th.,112.) — Das Alter der Erfindung der Mörser läßt sich nicht mit Gewißheit an-geben; nur so viel wissen wir, daß sie schon 1522 von den Türke» bei der Belage-rung von RhoduS gebraucht wurden.
Mortier (Eduard Adolf Casimir Joseph), Herzog von Treviso, Mar-schall und Pair von Frank, eich :c. Er ist 1768 zu Cambrai geb., genoß eine sorg-fältige Erziehung, betrat die militairische Laufbahn 1791 als Lieutenant in einemCarabknierreaünente, dann trat er als Hauptmann zu dein 1. Bataillon Freiwilli-ger des Norddepartements, focht mit bei Duiberon (30. April 1793), bei Ie-mappes, Neerwinden. Hondschooten, und zeichnete sich bei jeder Gelegenheit aus.
1 794 umging er die Dstreicher bei Altenkirchen und unterhandelte mit dem Kur-fürsten die Übergabe von Mainz. 1799 wurde er Brigade -, bald darauf Divi-sionsgeneral. Den 15. März 1800 erhielt er das Commando von Paris und zeigte