Band 
Siebenter Band. M bis N.
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Mosclschifffohrt und - Handel

den, auch auf die Mosel , die jetzt mehren Uferslaatcn angehört, ausgedehnt worden.(S>. Mainschisfsahrt.) Nur wurde für diese und die Maas noch besondersbeigefügt, daß die Gebühren, welche fortdauernd zu Folge der Decreke der franz.Regierung bestanden, nicht vermehrt werden sollten; die betheiligten Regierungenversprachen vielmehr, eine Derminterung bis zum Betrage des aus dem Rhein ein-geführten Tarifs, im Falle sie höher sein sollten, stattfinden zu lassen. Diese Der--bmdlichkcit der Nichrerhöhung beschränkt sich jedoch nur auf die Totalität und dasMaximum der Gebühren. Alles, was die Classifieirung der einer mindern Ab-gabe unterworfenen Waaren, die Art der Gebührenerhebung, die Polizei derSchiffsahrl u. s. w. betrifft, soll durch eine neue Verordnung und so viel wie mög-lich mit der für den Rhein bestimmten gleichförmig festgesetzt und daher auch vonden Mitglieder» der RheinschiffsahitS-Centralcomniissio», deren Regierungen zu-gleich Besitzungen auf dem User der Mosel haben, versaßt werden. Eine Ver-mehrung derselbe» darf nur dann eintreten, wenn eine solche für den Rhein nöthigerachtet wird, und zwar nur in dem nämlichen Verhältniß. Noch sind die Con-ventionsai tikel für die Mosel ebenso wenig durch ein gemeinschaftliches Schiff-fahrtsregleinent zur Ausführung gebracht worden als für die ankern Nebenströmedes Rheins. Der jetzt zu Berg und zu Thal durch eine Art Beurtfahrten g».regelte Handelsverkehr von der Mosel herab in den Rhein wird vorzüglich mit fol-gende» Gegenständen betrieben : Dachschiefer, Holz, Holzkoble», Kalk, Apoihekcr-waaren, Branntwein, Steinkohlen, Gvps, Pottasche, Salz, Lohrinden,Pfeifenerde,Glaswaaren , Schleifsteine, vor Allem aber Mosel -, und so viel es jetzt das strengepreuß. Mauthsbstem möglich macht, auch franz. Meine, von welchen letzter» nachder Vereinigung des linke» Rheinufers mit Frankreich im Durchschnitte jährlich1215,,000 Pieren Burgunder, 8900,000 Bouteillen Champagner, 2000Piecen Bordeaur und 3 -1000 Piecen aus den franz. mittäglichen Provinzen aufder Moselwasserstraße ausgeführt wurden. Die sogen, metzer Nachen bringenauch geflochtene Körbe Ligueins und Confitüren; sie gehen nicht selten bis Köln und Holland , aber gewöhnlich nicht mehr bergauf. Die voi nehnisten Artikel desGüterzugs aus dem Rheine in dieMosel sind: Stahl, Eisen, Kupfer, Blei, Zinnund Colonialwaaren. 'Aus der Lahn erhält die Mosel u. a. jährlich 2030,000Ctnr. Masseln oder Gußeisen, auch Mineralwässer. Nach osstciellen Angabenbestand >808 der Betrag der Ausfuhr der Mosel in den Rhein in 120,883 und1809 in 851,333 Cknrn. Der Ben ag der Einfuhr aus dem Rhein in die Mosel war aber in fenen beiden fahren, und zwar ii» ersten 96,282 und im andern112,391 Ctnr., in welchen letzten beiden Summen aber Da? nicht begriffen ist,was theils aus der Lab», theils aus der S n omstrecke zwischen Koblenz und Ka»bjenen Meg genommen. 1822 sind von der Mosel zu Thal angekommen 199,890Ctnr. und zu Berg auf dcrslbcn abgegangen 28,033 Ctiir. Die eigenilichcFlößerei auf der Mosel ist nicht sebr bedeutend. So kamen z. B. aus derselbenbei Koblenz 1822 nur 125,0 Cub.-Met. Eichenbolz auf den Rkci». Das Bauholz besteht hauptsächlich au? Eichen, mit so viel Tannen vermischt, als crfoder-lich ist, um jene schwimmend zu erhalten. Es kommt in kleinen Flößen; das Faß-dauben- und Brennholz wird aber in schiffen versübrk. Gcdeau hat in einerfranzös. Flugschrift den für die Handelsschifffahrt der Mosel wichtigen Vorschlaggemacht, in Metz eine große Messe zu errichten und diese den Erzeugnissen allerNationen in einem Freihafen zugänglich zu machen. Es ist nicht zu läugnen, daßdie Lage von Metz alle Eigenschaften zu einem Freimarkte des Comments vorzüg-lich in sich vereinigt, und daß dessen Moselinsel, üc l5.l>i>,iil,iä,e. von der Namrzu einem Freihafen mitte» im festen Lande geschaffen ist. So lange aber, nach denfranz. Verfügungen über den Transit vom 21. April 1818, wenigen ausländischenArtikeln die Transikbefugniß, besonders in Hinsicht der Hauptgegcnstände der Zu-