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Siebenter Band. M bis N.
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Moselschifffahrt und , Handel

Sommerloch, sowie die Felsen bei D'.'iedern und Alff. Die Moselschiffe habengewöhnlich 80 Fuß Länge und 20 F. Breite und tragen 141800 Ctnr. DieWasserreise auf der Mosel von Trier bis Kohlen; ist äußerst anziehend, denn dieUfer zeigen die mannigfaltigsten Ansichten, und fast jedes Dorf, jede Berggruppebildet eine reizende Landschaft. Eine der schönsten Moselgegenden ist die von Trar-bach. Berge. Weinhügel, fruchtbare Thäler vereinigen sich daselbst, und mehreWaldbäche strömen hier in die Mosel . Die vornehmsten an der Mosel liegendenStädte auf ihrem ganzen Laufe sind Pont-ä-Mousson, Metz, Thionville, Trier und Koblenz .

Moselschifffahrt und -Handel. So sehr die Schifffahrtauf der Mosel durch Krümmungen und gefährliche Stellen langwierig und beschwer-lich wird, so ist sie dennoch fürden Rheinhandel, nach dem Mai» und Neckar , die be-deutendste Rheinstrom ^Nebenstraße. Die Wassermasse der Mosel wird auf einDntttheil gegen jene des Rheins geschäht. Eigentliche Fahrbarkeit gewinnt sieerst zu Metz . 218 Schiffer beschäftigen sich auf derselben mit 524 Fahrzeugen,deren 53 unter 100 und 6 von 31000 Ctnr. laden können, die Mehrzahl abereine Ladungsfähigkeit von 600 1 000 Ctnrn. besitzt. Sie sind in 39 Hafen ver-theilt. Die Moselschiffe (Trauberlenkaine und Bohrnachen) sind äußerst starkgebaut, mit platten engen Böden , vorn spitz und rückwärts rund. Sie müssendarum stärkere Böden, Gehölz und GebördS haben, weil sie bei kleinem Wassermehr leiden als auf dem Rheine und an einigen Stellen sogar auf ein Fuß WasserMittelst Lichter über Stock und Stein gefahren oder, besser zu sagen, geschoort wer-den. daher denn auch die sogen. Vchoorbäume vorn und hinten auf diesen Echiffengebraucht werden. Sie sind zugleich mit starken Eiswangen und Eishölzern ver-sehen und führen das sogen. Senkruder seitwärts. Diese Ruder rühren noch ausalten Zeiten her und sind geeignet, um über die Felsen schräg wegschießen zu können,während die nach holländischer Art an den Srefenkeil befestigten Ruder, welche nocheinen Zoll tiefer als das Schiff selbst gehen , für die Ladung gefährlich werden kön-ne», indem sie an den Felsen abreißen würden, wenn sie nicht besonders dazu ein-gerichtet wären. Doch fängt man auch jetzt an, holländ. Ruder für das Uberfah-ren der Steine und Felsen zu brauchen. Die Kaine und Bohrnachen sind auf derMosel nicht besegelt und führen ganz einfach einen Mast. Wenn sie auf demRheine fahre», haben sie Schober und Dopsegel, mehre Anker, Stränge zumLanden und eint Zugleine zu bergaufwärts; auf der Mosel werden sie durch densogen. Hundskopf gelenkt: ein Block, der mit einem starken Seile vorn am Schiffebefestigt ist und dadurch mit Hülfe des Ruders das Schiff richtet. Abfährig lenktma» sie mit einem vorn am Kopfe befestigten Floßenholz, genannt der Traglappen.Mit demselben ersetzt man Das, was das Ruder nicht zwingen kann, und was derHolländer mit der Kliestocke zu Stande bringt. Die kleinen 'Wohnungen dermosler Lchiffer auf ihren Fahrzeugen sind in dem hmtern Hefen angebracht undeinen oder einige Schuh ausgebaut. Bei den großen Moselschiffen heißen sieBuddcm, bei den kleinen Kajüte. Schon zu Zeiten der Römer wollte man dieMosel mit der Saone (damals.Imxich durch einen Canal verbinden, um dieTrup-pensendunge» in die Gegenden des Rheins zu erleichtern. Nur die Eifersuchteines römischen Legaten hintertrieb die Ausführung. 1598 soll unter der Regie-rung Heinrichs IV. ein ähnlicher Plan entworfen worden sein. Seitdem ist dieserGegenstand nicht mehr zur Sprache gekommen. Gemeinschaftliche Bestim-mungen für die Moselschifffahrt unter den betheiligten Uferstaaten hatten in frü-heren Zeiten, wo sie selbst für den Rheinstrom nur theilweise durch Verträge bestan-den, nicht statt. Unter Napoleons Regierung war Frankreich allein im Besitze desStroms. Auf dem wiener Conzresse aber sind die nämlichen Artikel, welchein Hinsicht des Neckars, dcsMainS, der Maas und der Scheide festgesetzt wur-