Band 
Siebenter Band. M bis N.
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Mopa Mozart (Leopold)

rrscbeii.cn lassen, als ein Bruch mit Schweden ihn eine neue Störung seiner Arbeitfürchten ließ. Er suchte und erhielt von seiner Regierung die Erlaubniß, sich aufsLand zurückziehen z» dürfen. Hier setzte er seine Beschäftigungen 3 I. lang fortund lieferte als die Frucht eines 45jähr. Skrebens ein Werk, das in 3 für sich be-stehenden Abtheilungen e'ne vollständige Darstellung des ottoman. Reichs enthält.Diese 8 Abtheilungen führen die besondern Titel: I'.iblc.n, >>i»tori,,uc cle I'O-rirni", eine Gesch. aller Völker unter ottoman. Botmäßigkeit; bleu» -»,:r.>l<!«- l'biinflire oliotiuu,", eine Darstellung der Gesetzgebung, Religicn, Sitten u. s.w.; endlichI.'I>t5loirc <Ie !u nmison < Itiomiiiiv", von Osman I. bis ! 153. DasGanze war der Beendigung nahe, a's d Ohsson d. 21. Aug. 1801 starb. Die letz-ten Tbe.le dieses Werks, das aus 1 Thkn. besteht, erschienen Paris 1824.

M o x a, ein sicheres Heilmittel, vornehmlich gegen örtliche, noch nicht einge-wurzelt- Gicht, ist ein aus dem weißgrauen Filze von den Stielen und Blättern derWermulhspflanZe oder des gemeinen BcisußeS gedrehtes Kegelchen, welches, aufden leidenden Theil gesetzt, oben angezündet wird und dann langsam und gleichför-mig bis auf den Grund ausbrennt. Die zwei Augenblicke, wo das Feuer zuerst dasFleisch und dann das Periosteum (die Knochenhaut) ergreift, sind sehr schmerzhaft,die übrigen fast gar nicht. DasBrandmal führt die Feuchtigkeitab und geht meistensin Eiterung über. Die Me,ra stammt ausDstmdien. Bei den Türken wird sie häu-fig angewandt; neuerdings ist ihr Gebrauch von franz. Ärzten empfohlen worden.

M ozambik, ein 140 Meileli langer Küstenstrich an der Dstseite vonSüdafrika , vom Cap Delgado bis zur nördlichen Mündung des ZambesefiusseS(815" S. Br.). Längs der Küste ist das Land meist eben, zum Tkeil sumpfig,im Innern aber bergig. Der Boden ist jedoch beinahe durchgehends sehr fruchtbaran Getretdrarteii unk Baumfrüchten; auch fehlt es nicht an zahmem Vieh, Wild,Geflügel und Fischen. In den Gebirgen findet man Gold, An dieser Küste und ander südlicher liegenden Küste Sena oder Sofala , sowie auf einigen Inseln daselbsthaben die Portugiesen Besitzungen und Nt derlassungen, welche das GouvernementMozambik bilden (mit allem Zubehör 13,000 fiÄM. u, 281.000 E.). Währendder Blüthe der poriug. Monarchie waren di se Niederlassungen wichtig. Jetzt istnur noch ein Schatten des vormaligen Glanzes übrig. Dem Gouverneur von Mo-zambik steht in seinen, 'Amte ein Rath zurSeite, der aus dem Bischof, dem Mini-ster (so heißt der Präsident der Junta) und dem Befehlshaber der Truppen besteht.Der Sitz des Gouverneurs ist i» Mozambik aufder kleinen, eine halbe Stunde vonder Küste entfernten Insel gl, N. Dieser Hauplorl der porkug. Besitzungen in Afrika hat einen sehr festen und sichern Hafen, 350 H. und (ohne die Sklaven und Ara-ber) 2800 Portugiesen und deren Abkömmlinge, z, Th> von dabin geschickten Ver-brechern. Die Portugiesen fanden schon 1408 auf ihrer erste» Fahrt nach Indien eine -Ltadt, die ansehnlichen Handel trieb, und einen arabischen König, der sie be-herrschte. Die Insel hakte wegen ihrer Lage und als Ruheplatz für die Indienfahrerso viele Reize für die Portugiesen, daß sie sich derselben bemächtigten. Die.Kafferu undAraber boten vergebens ihre Kräfte auf, um die Portugiesen zu vertreiben. DerHandel von Mozambik besteht vorzüglich in Negersklaven, Elfenbein u, Goldstaub.

Mozaraber oder Mostaraber, d. h. Fremdlinge unter den Arabern,unechte Araber, hießen die Christen in Spanien zur Zeit der arabischen Herrschaft.Sie behielten vom 8 12. Jahrh., da ihre kirchliche Verbindung mit Rom fastausgelöst war, ihre alte Liturgie, tie daher die mozarabische genannt wurde. Gre,gor VII. schaffte sie ab und drang ihnen dafür die römische auf; nur in einer §a-pelle der Kathedrale von Toledo ist der mozarabische Ritus noch beibehalten.

Äst o z a r t (Leopold), der Barer des berühmten Wolfgang M , geb. d. 14.Dec. 1119 zu Augsburg, studirtezu Salzburg , trat 1143 als Hofmusikus in dieCapelle des Erzbischofs und wurde 1162 Unterdirectvr dieser Capcile. Die Zeit,