Band 
Siebenter Band. M bis N.
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Mumien

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Körper so wocken lind Kart wie Holz und von einem schwach gewürzhafien Gerüche.Der ganze Körper ist in schmal - Binden aus Baumwolle von verschiedenen Farbenüber und über eingewickelt. Gewöhnlich ist das Gesicht freigelassen, welches KiSwei-len so gur erkalten ist, daß die Augen ikre völlige,Gestalt behalten haben. DieBinden sind so fest limgewick.lt und durch die Länge der Zeit von den Balsamen sodurchdrungen, daß sie mit dem Körper in eine Masse verwandelt zu sein scheinen.Man findet die Mumien in dem mittlern Theile Ägyptens, theils in den Pyrami-den. thci'S in deren Näh- in unterirdischen Begräbnißgewölben. Die Art des Ein-balsamirens war ungefähr folgende: Eigens dazu bestimmte und unterrichtete Men-schen entledigten den todten Körper seiner Eingeweide, zogen das Gehirn durch dieNasenlöcher mit einem eisernen Haken und gössen balsamische Flüssigkeiten in dieHirnhöhlen. Die gereinigte,! Eingeweide wurden, nachdem man sie mit Palmweingewaschen hatte, wieder in den Leib gesteckt, hierauf der ganze Körper 70 Tage langin Salpeter gelegt. (Auch das Salzwasser der Natronseen, sulia.n bonale cke i>n»h>,hat die Eigenschaft, thierische Substanzen gegen die Verwesung zu schützen.) Danngeschah das eigentliche Einbalsamiern: der Unterleib wurde mit Balsamen versehen,und der ganze Körper mit Binden umwunden, welche mit Aedernharz, wohlriechen-den und balsamischen Ölen getränkt waren. Die Kosten wm-en bedeutend, daherauch nur die Leichen der Vornehmen und Reichen auf diese Art einbalsamirt wur-den. Der Körper ward nun in einen ausgeschnitzten, mit mancherlei Malereien'.'er-zielten Sarg gelegt und mit einer Decke umgeben, die oft selbst sehr kostbar war.Sie bestand aus vielfach zusammengepapptem Byssus, war sihr künstlich gearbei-tet und ebenfalls mit Malerei versehen, oft sogar mit Gold und Edelsteinen ge-schmückt. Die Leichen wurden jedoch auch auf wohlfeilere Art zu Mumien gemacht,indem die Eingeweide nicht aus dem Körper genommen wurden, ssndern derselbe »bloß mit Zedernhar; ausgespritzt, dann einige Zeit in Salpeter oder Natrum gelegtund hierauf mit Binden umwickelt wurde, d'e man mit einer Art Gummi über-strich. Noch e »sicher war eine dritte Art, wo man die Körper bloß 70 Tage hin-durch in Salpeter und hieraufin den «arg legte. Außer den menschlichen Körpernmachten die alten Ägypter den Köip r des von ihnen verehrten Vogels Ibis zurMumie und verwahrten ihn in Gefäßen, deren man viele in kleinen Gewölben fin-det, welche bei jenen Begräbnissen angebracht sind. Als Eailliaud in Paris 1823 2Mumien öffnete, fand er die eine mit siebenfacher Umhüllung (in Allem über 2800OFuß an Binden und Zeuchen) bedeckt; die andre ohne Harz, bloß mit «ägespä-nen zwischen den einzelnen Hüllen und auch im Innern des Körpers mit Sägespä-nen statt mit Balsam angefüllt, wodurch das Fleisch unversehrt erhalten war, unddie Haut statt der schwarzen Farbe eine gelbe zeigte. — Noch jetzt werdendste Lei-chen fürstl. Personen durch Einbalsamiren vor der Verwesung geichützt. («. Bal-samiren.) Auch gibt es in einem Capucinerkloster bei Palern»-' in «icilien AnenBegräbnißort, in welchem Mumien aufbewahrt werden. Es .st nämlich ein unter-irdisches großes Gewölbe, in viele breite und hohe Gänge einckthkilt. An ten Wän-den find nack der Reihe hohe, schmale Nischen angebracht, w welchen meüre'huudertmenschliche Korpep ausrecht stehen, die hinten an der Wü'd bewstigt und mit ihremgewöhnlichen Anzüge bekleidet sind. Die Mönche diese- Klosters wissen durch be-sondere Mittel, die sie ihres Vortheils wegen geheim Haien, die Leichen vor der Ver-wesung zu verwahren, und es werden deren noch imm r talelbst aufgestellt. — .Gßer den künstlich bereiteten Mumien gibt es auch an >erschiedenen Drten naturlMwelche es durch Austrocknung der Lust geworden si>d. 'Lo findet man z. E'-s,nein Gewölbe der Domkirche zu Bremen , welches der Bleikeller genannt >vir^man vordem das Blei zu den Dachrinnen und Dr;elpfeisen darin icbmelzte, ' Ivder Zeit darin beigesetzte» Leichen noch unverwest. In dem «t. - Bernh^ .aufdem Bernhardsberge werden die Leichname der Reisenden, welche in ^ a^m^erumgekommen sind, in einer Eapelle, welche mit Gütern versehene o