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Manchen
hat, versammelt, wo sie in sitzender Stellung, Einer an des Andern Brust lehnend,aufbewahrt werden. Die scharfe, kalte Luft verhindert die Verwesung der Körperund läßt sie nur langsam eintrocknen. — Die Mumien wurden sonst, ihres Bastsams wegen, als Arzneimittel gebraucht, wovon man aber längst abgekommen ist.In Dresden hat man 2 ganze Mumien, die vollkommen gut erhalte» sind und zuden kostbarsten gehören. Ihre treuen Abbildungen nebst einer ausführlichen Schil-derung der verschiedenen EinbalsamirungSarten s. in Becker's „Augusteum", 1.Dd. Über ägypt. Mumien, ihre Entstehung, Zweck und Bereitungsart ic. hat F.W. Sieber geschrieben (Wien 1820); auch 0 . Granville in s. „IA<n>v ontiun niuniinior, rvitli obsci vi>>. on ilio urt o> enibnlniin^ eto." (Lond. 1825, 4,).
München, Haupt-und Residenzst. des Königr. Baiern , liegt auf dem lin-ken Ufer der Isar in einer Ebene, welche östlich von niedrigen Hügeln umgrenzt ist.Nach der Zählung 1828 hat M., mit Einschluß der 5 Vorstädte, mit der VorstadtAu (8600) und mit Haidhausen (3500) 54,667 E. vom Civilst., 4863 Milit.,zusammen 59,530, darunter 52,115 Kathol. 605 Reform., 952 Juden. DasKlima ist, der südl. Lage der Stadt (48° ist 12" 9). B.) ungeachtet, wegen ihrer1553 Fuß betragenden Erhöhung über der Meeresfiäche und wegen der tiroler Ge-birge mehr rauh als mild, auch wegen Veränderlichkeit der Luft der Gesundheitnicht besonders zuträglich. Im 11. und im Anfange des 12. Jahrh, war M. schonvon einigem Umfange und u. d. N. Munichen bekannt. Die Stadt ist unausge-setzt in .hier Vergrößerung und Verschönerung begriffen. Überall zeigt sich in derBauair Geschmack und Bequemlichkeit. Die vorzüglichsten Plätze sind: der Markt-platz, terMax-Iosephsplatz, dcrPromenadeplatz, derMaximilians-, derKarolinem,der Königs-und der Ludwigsplatz. Unter den 22 Kirchen sind die Theatimr- oderkathol. Hofkirche mit den Begräbnissen der Könige, die im 13. Jahrh, erbaute Kir-che zu U. L. Frau mit dem Grabniale Kaiser Ludwigs des Baiern , die St.-Ste-xhansknche mit einem schönen Begrübnißplatze und Leichenhause, die Peterskirche,die k. Hofkirche zum heil. Michael, eine der schönsten Kirchen in Deutschland mitdem Grabmale des Herz. v. Leuchrenberg (von Thorwaldsen ), die k. Hoftapelle, diervangel. Hofkirche und die am I 8 .Dec. 1829 eröffnete griech. Kirche zum Erlöser zubemerken. Am 25. Aug. 1828 wurde der Grundstein zur Lt.-Ludwigs-Pfarrkirche(du m> bvzanün. Siple gebaut wird) gelegt. Em 100 Fuß hoher Obelisk von ge-gossenem Eisen wird vom Könige „den im russischen Feldzuge gefallenen 40,000Baiern — auch sie starben für Deutschlands Befreiung" errichtet. Unter den Pa-lästen zeichnen sich aus: das k. Residenzgcbäude, ein Palast voll Wurde und Ho-heit, >m deutschen Style, im Innern prächtig und geschmackvoll geschmückt, 540Fuß lang und 280 F. breit, mit 4 Höfen und einem Lustgarten; der herzogl. leuch-tenbergische Palall; der Herzog-Max-palast; der Fugger'sche oder Herzog-Wil-helnispalast, der Ltändesaal, der Bürgersaal, das 1825 vollendete Theatergebüude,von dun »erst. Hrn. v. Fischer, und mehre Hotels des hohen Adels. Die bedecktenGänge öes sogen. Bazars am Hofgarten sind (1829) imc Frescogemälken aus derbair. Geschichte geschmeckt. M. ist der Sitz der Ministerien, des Oberappellationü-gerichts und eines Erzbiskmfs, sowie aller obern Behörden. Die königl. Akademieder Wissenschaften wurde 1459 vom Kurf. Maximilian Joseph II l. gegründet, vomKönige Maximilian l. 180« mit einer neuen Verfassung und reichen Dotation be-lobt und 1825 neu organisch (Vgl. Schelling.) Unter einem General-Eon-swator stehen: die C^cntralhssbibliothek (400,000 Bde., 8500 Handschriften),^ Museum der Naturgeschichte, das brasilian. Museum, die physikal., maihemat.
volylechn. irLammlungen, «er schöne botan. Garten seit 1815, das Münz'ca-das Anklguarium, das che,»sitze Laboratorium, die »Lkernwarte bei Bogen-
Belm' höhere Bildun; bestehen ein altes und ein neues Gymnasium.
EvS * Erziehungsatstalten sind die königl. Pagerie, das Cadelten-
^ ' medic. prakt. Lehranstalt, Hebammenschule, Central-Veterinairschule,