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binetSminister in London . So hat er sich zu einem vollendeten Staatsmann gebildet.Er war als konigl. bancverschcr Gesandter beim wiener Congresse. Die ihm vonseinem Souverain (12. Aug. 1814) verliehene Ehrensielle eines Erblandmarschallsdes Königreichs Hanover ist eine neue Würde, indem es sonst nur Speeialmarschällegab. Auch ist er Kanzler des 1815 errichteten GuelsenorkenS. «Leine Gemahl,n isteine Schwester des reg er. Fürsten von Schaumburg-Lipp>-. In dem von Braun-schweig gegen Hanov-rs vormundschafil. V>rwa!tung 1821 erhobenen Streite gabder deßhalb sogar zum Duell gefederte M nisier Graf zu Münster eine „Wideilegungder ehrenrührigen Beschuldigungen, welche sich L. Durchl. der regierende HerzogvonBraunsehweig gegen Ihren erhabenen Vormund und die während ihrer Mimderjährigkeit inir der Verwaltung Ihrer Lande und ihrer Erziehung beauftragtenMänner erlaubt haben" Hanover (1827) heraus.
M ü n st e r, das(a.d.Lat.i»o»,,5><nin>„, Kloster), bedeutet einen abgeschlos-senen Drt, wo Mönche zusammenleben. Dann nannte man einige hohe Stiftskir-chen oder Kathedralen Münster , weil.hemalSdftGeistl ch.n und Sttstspersonen beiseidigen unter einer gewiss» Regel, wie die Mönche, uisaminenzuleben pflegten.Vor allen berühmt ist das S tra s b urger Münster, nächst dem kölner Dom , demfteibnlgerMünster und eiiügen andern Ries-ngebänden, welche der Nachwelt diehochsmnige Religiosität unserer Altvordern vergegenwärtigen, das ei habenste Denk-mal der sogen, goihischcn, richtiger altdeutschen Baukunst, und in welchem, wieGötbe sagt, die Aufgabe der unnatürlichen und schnnbar unmöglichen Verbindungendes Ungeheuern msi dem Gefälligen gelöst ist. Im Grundrisse hat der Munstermchls von ähnlichen Gebäuden bedeutend Abweichendes. Von Morgen tritt manin einen Hofroum, der ungefähr 3 Mal so breit als lies ist und von des BischofsWohnung und den dazu gehörigen Gebäuden, sowie den Zellen der Geistlichen um-schlossen wird. Von da stößt man auf die Kirche selbst, Mit 3 in gleichmäßige Zwi-schenräume vertheilten Emoangsthüren. Über der mütelsten ist der Chor der Geist-lichen, aus welchem man durch 2 Thüren in das Schiff der Kirche gelangt; zwischenihnen ist der Predigtstuhl, ihm gegenüber an der entgegengesetzten Wand fuhrt eineThür gegen Abend zu dem der Kirche angebauten Raume, worin die Büßenden ih-ren Stand hatten. Aus diesem g,hen weiter gegen Abend 2 Ausgangsihüre». Hin-ter den beiden andern Eingarigethüren, rechts und links von jener mittlern, sind 2Altäre, und von da an läuft neben dem Schiff an der Mittags-eue die für die Frauenbestimmte Abtheilung der Kirche, gegen Mitternacht die für die Männer; jede derbeiden Abtheilungen hat, neb. n dem b.schrü heuen Raume für die Büßenden, gegenAbend eine Thür. Zu der Thurmkrone des Münsters steigt man auf 725 Stufen.— Über die Ausführung des Gebäudes s Gölhe's ,,Leben" (Bd. 2), sowie dessendem Baumeister des Münsters, Erwin v. St-inbach, gewidmelen Aufsatz inHerter'gSchrift: ,,Von deutscher Art und Kunst". Göth-' rühmt (ganz Dem entgegen, wasman sonst jedem Werke der sogen, gorh'sch nBaukunst vorwerfen zu können glaubte)nicht nur das richtige Verhältniß der größer» Abtheilungen, die so sinnige als reicheVerzierung bis in das Kleinste, er erkennt auch die Verknüpfung dieser niaimigfalii-gen Zierrathen unter einander, die Hinleiwng von einem Haup.theile zum andern,die Verschränkung zwar gleichartiger an G-stalt, aber doch höchst abwechselnde«. Em-z.lnheiten, vorn Heiligen bis zum klug- Heu r, vom Blatt lrs zum Zacken. Schon50-t n, Chr. ward, wo jetzt das Münster steht, ein solches unttr bem ftlinkischenKönig Chlodwig in tz Jahren sch! chl aus Stein und Holz erbaut. 1015 wardvom Bischof Werner v.Habsbiira der Gnmd zu dem jetzigen Munster gesigt. DerBau ward inner gottessürchiigcr Mi.Wirkung des ganzen Landes aus lauter gehaue-nen Wundern aufg n-hrt: 2kü I. winde d. ra» oearb ict, bevo: de> Bau des sogen,neuen Thurms 1277 anhob, welcher von Erwin von Steinbach v sirt und ange-legt, nach dessen Tote, 1318, von s. Sohne Johannes fortgesetzt worden ist.