Murillog
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Murhard (Karl)
ten war M. Verf. von Recensionen u. a. Auflohen in verschied, Zeitschriften. N'ebat aber dieser achtungswürdige (belehrte gegen die 1813 ausgelöste westfälischeRegierung geschrieben; noch weniger ist er Vers. der von dem Bevollmächtigten inden westfälischen Angelegenbeiten, dem 0. Schreiber, bei der deutschen Bundes-versammlung überreichten Eingaben.
Murhard (Karl), I)., des Vorhergeh. jüngerer Bruder, geb. zu Kassel d. 25. Fcbr. 1781, genoß mit dems. gleiche Vortbeile der Erstehung. 1797 sg.widmete er sich tu Göttingen dem Studium des Rechts, unter Pütter, Meister,Hugo, Leist. Martin u. A., und dem der Staatswissenschaften unter Schlözer ,Sartorius und Heeren, zugleich aber auch mit Vorliebe der Erlernung neue-rer Sprachen. Mit einem Jugendfreunde, P. E. Drede, gab er eine Sammlungverschiedenartiger Aufsätze u. d. T. „Abendstündchen zweier Freunde" heraus,worin Übersetz, und Nachbild, ausländ. Dichter, aus fast allen europäischen Spra-chen, zu finden sind. 1799 ging er nach Marburg und ward hier 1>. beider Rechte.Nach s. Rückkehr in die Vaterstadt ward er bei der Oberrentkammer angestellt.Hier blieb ihm Muße zu literarischen Beschäftigungen, besonders Übersetzun-gen wissenschaftlicher Werke. Don s. Reise durch Holland und Frankreich sinddie „Blicke auf Paris von einem Augenzeugen" (Altenburg 1895) eine Frucht.Während der Unterjochung Hessens 1806 und nach der Errichtung des KönigreichsWests-,'en hatte er. bis zur Auflösung der Oberrentkammer, die Correspondenzmit den franz. Behörden fast allein zu führen. Dann trat er in eine Commissionein zur Untersuchung der sämmtl. Archive zu Kassel und ward 1809 zum Audi-teur des Skaatsraths bei der Finanzlection ernannt, wozu ihn s. „Ideen über wich-tige Gegenstände a. d. Gebiete der Nationalökonomie und der Staatswirthschaft"empfohlen hakten. Seine Dienstverhältnisse, welche ihn mit den ausgezeichnet-sten Staatsmännern in Verbindung brachten, und die großartige Thätigkeit in denGeschäften, die dort stattfand, hatten den wichtigsten Einfluß auf die staatSwissen-fchafrliche Ausbildung M.'s. Durch s. Verträge in Angelegenheiten des Handels,der Nationalindustrie, der Münz? und der Nationalfchuld ward er auf die Bear-beitung der Schrift: „Über Geld und Münze überhaupt und in besonderer Bezie-hung auf das Königreich Westfalen ", geleitet, in weicherer den Plan zu einer Na-tionalhvpothekenbank niederlegte. Vgl. des Grafen v. -Loden Anhang zum 2. B.s. „Nationalökonomie". Auch gab er mit Hassel die Zeitschrift: „Westfalen unterHieronymuS Napoleon ", heraus. Kurz vor der Auflösung des Königreichs warder zum Hauptliguidator der öffentlichen Schuld der Depart. der Fulda , der Wer-ra und des Harzes ernannt. Nach der Wiederherstellung der kurfürstl. Regie-rung trat M. in s. frühern Posten als Archivar zurück, lehnte jedoch die balddarauf erfolgte Ernennung zum RegierungSsecrekair in Fulda , wie überhaupt jedeAnstellung im kurhess. Staatsdienste, ab. Er folgte s. Bruder nach Frankfurt a. M., wo er ebenfalls den Wissenschaften, in der glücklichsten Unabhängigkeit,lebte. Im Febr. 1824 ward er daselbst, zugleich mit s. Bruder, verhaftet, nachkurzer Zeit aber freigelassen. Sein Werk: „Tkeorie des Geldes und der Münze",fand allgemeine Anerkennung, auch bei der hohen Bundesversammlung. Ehren-volle Anträge, in fremde Staatsdienste zu treten, hat M. bisher stets abgelehnt.
MuriaS (franz. murüite) wird in der Chemie die Verbindung der Salz-säure mit Metallen, oder der in Säuren auflöslichen Erden genannt, daher mu-ria tisch, z. B. muriatische Wasser, Salzsäure enthaltend.
Murillos (Bartolomeo Esteban), einer der größten spanischen Maler,geb. zu Sevilla 1618 (nach A. zu Pilas bei Sevilla ), empfing den ersten Unter-richt im Zeichnen von s. Verwandten, Juan delCastillo, machte schnelle Fortschritte,arbeitete dann für sich allein , und erwarb sich große Fertigkeit und ein gefälliges,jedoch etwas manierirtes Colorit. Er folgte dem damals in Spanien herrschenden