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Müssen
Kunstwerken, aber es waren Weibgeschenke, sinnig und schicklich geordnet und auf-gestellt. Alexander'« ft,achfolger häuften Bildwerke aller Art in ihren Königssitzen, ium sie bei ihren Triumphen in unabsehbaren Prunkzügen herumzuführen; dieKunst diente, aber schmückend und belebend. Ähnlich war das Schicksal der Kun'Xwerke im alten Roni: die gefangenen Götterbilder wurden als Sklaven aufgeführt,und unter den römischen Kaisern gab es mehr als Einen Nero, der allein aus Del-phi 500 Statuen zur Schmücknng seines goldenen Hauses kommen ließ. DrehMuseen wurden hier noch nicht errichtet; öffentliche Gebäude und Paläste wurdenmit sinniger Auswahl geschmückt, und die Kunst ging immer noch in das Leben über. ^Doch bald ging auch dieser letzte Schimmer alter Größe unter, und in der guten,allverbergenden Mutter Erde bildete sich das erste Museum, welches rettend und lschützend die alten Kunstwerke vor den Anfeindungen der Vandale» bewahrte. Au ^Anfang des 15. Jahrh, waren in Rom selbst nur etwa 5 antike Marmorbilder und ^eine einzige Statue von Bronze bekannt. Von Florenz aus ging ein neuer Tagfür die Künste auf. Das Zeitalter der Medieeer begann. TosmuS I. sammelte 'schon Antiken und legte den Grund zum berühmte» Florentinischen Museum. Baldwetteiferte» die andern kunstliebenden Fürsten hierin. Ein Medieeer, Papst Leo X. ,verpflanzte die seinem Hause so eigne Kunsiliebe nach Rom . Die Villa der Medi-ceer auf dem Monte Pincio wurde der Mittelpunkt der gefundene» Kunstschätze.Ein edler Wetteifer ergriff alle großen Familien Roms und ganz Italiens , durchfleißige Nachgrabungen das Köstlichste der Vorwelk zu gewinnen und ihre Palästedamit zu schmücken. Alle diese Sammlungen halten mit Münzsammlungen ange-fangen. Die Familie Este machte die erste Genmiensammlung; sie waren durchihre Inschriften beliebt, denn von Buchstabenschrift ging die neuere Bildung aus.Von den Münzen ging man zu Sammlungen von Büsten über, doch blieben diesemeist, wo sie hinpaßten, in Bibliotheken und Thronsälen, sowie man die übrigen ge-fundenen Bildwerke noch gern in geräumige Hallen und offene Höfe vertheilte, wiedas Eortile im Belvedere und die Villen in und bei Rom es zeigen. Musterhaft warin dieser Hinsicht die Aufstellung der Antiken in den 9 Stanzen der Villa Borghese, .welche leider bei der Rückkehr der Kunstwerke nach Italien nicht wiederhergestelltwerden konnte, da diese Borghese'schen Kunstschätze von den Franzosen gekauft undnicht geraubt wurden. Unter Italiens Himmel blieb Manches möglich, was dasrauhe, nordische Klima ganz verbietet. Die vielen sinnlosen, nur durch engen Raumund eitle Willkür geordneten Zusammenstellungen ganz verschiedenartiger Gegen-stände stören bei solchen Vorrathskammern und Kunstspeichern am meisten. Inunsern Tagen entstehen überall Museen; andre erweitern und verherrlichen sich.Greift auch jene sammlerliebe zuweilen in der Wahl der Gegenstände über das Ziel,so lehrt sie wenigstens beachten und erhalten, was von kunstliebenden Vorältern hin-terlassen worden ist. Mittheilungen über ihren Zweck und die bei ihr zu befolgendeWeise, wie in Döttiger'S „Amalthea", sind daher nicht ohne Nutzen. Da aber dieKunst nur im Leben sich an ihrem Platze findet, so muß man hoffen, daß durch dieTheilnahme an jenen geretteten Schätzen die Empfänglichkeit für Werke, die ausdem Leben hervorgegangen sind, angeregt werden wird, daß unsere Kirchen allmäligwieder würdig ausgeschmückt, die Rathhäuser durch Denkmäler zu größerer Bedeu-tung erhoben, die öffentlichen Brunnen sinnig verziert, die Märkte durch paßlicheErweckungssteine zu öffentlichen Museen umgestaltet werden, wie die kunstreichenStädte Korinth, Pergamus, Arhen, wie Floren;, Augsburg, Nürnberg u. a. einstwaren, deren verstümmelten Nachlaß wir so sorglich verschließen.
Die berühmtesten Museen in Italien sind: das Museum im Vati-kan , welches fast alle Zmimer diese« ungeheuern Palastes einnimmt, da die be-rühmteste» Gemälde, Statuen, Reliefs, Bücher und Handschriften hierzu gehören.Die Stanzen und Logen enthalten die berühmten FreZcogemälde Rafael'S, im Cor-