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Musik (Einfluß derselben auf die Gesundheit)
mern vorangegangen. Unter den 4 Kaisern, besonders Nero, wurde die Musikals Gegenstand des Luxus getrieben. Nach seinem Tode sollen 500 Sänger undVirtuosen verabschiedet worden sei». Wie sich unter den ersten Christen dieKirchenmusik gebildet hat, darüber s. m. Kirchenmusik und ItalienischeMusi k. Der Choralgcsang, welcher zuerst einstimmig oder in Octaven vorge-tragen wurde, ist die (Grundlage der neuern Musik. Er wurde ohne Takt undRhvthmuS (im n.oiito l'eruio) vorgetragen. Spätere Erfindung ist die Figural-muslk oder sigurirte Musik, welche nach Einigen schon im 1. Jahrh, in der rom.Kirche, nach A. erst von dem engl. Mönch Dunsta» (starb um 088) erfunden wor-den sein soll und das Liniensvstem nebst der Notenschrift voraussetzt. Die Musikwar im M it tel alt er vorzüglich dadurch begünstigt, das sie dem Gottesdienstegewidmet war und zu dem O.uadrivium gehörte, welches auf den Schulen getrie-ben wurde. Ebendeshalb wurden auch mehre Untersuchungen über dieselbe ange-stellt, welche man in Mark. Gerbert'S „8rr',piorr-ccule,<,-,>twi <l<-, s.'ieii,"
sinket (vgl. Forkel'S „Allgem. Lit. d. Musik w.", Leipz. 1792). Guido von Arezzo (dessen Schriften über die Musik man ebenfalls in der eben angeführten Sauiml.findet) hat große Verdienste um die neuere Musik. Die Berichtigung und Erwei-terung des Tonspstems, Abtheilung der Tonleiter in Herachorde, Verbesserungder Notenschrift durch das Liniensvstem, Erfindung der Solmisation (s. d.)und des ContrapunktS werden ihm gemeiniglich zugeschrieben. Job. de Muris sollim 14. Jahrh, die Notenschrift und die Figutrilniusik verbreitet und vervollkommnethaben. Franco von Köln im 1 1. Jahrh, aber wird als Erfinder des musikalischenZeitmaßes und der für die Ausbildung der neuern Musik so wichtigen Mensu-ralmusik (s. d.), wovon die Erfindung des ContrapunktS und der Fuge abhiug,genannt. Im 15. Jahrh, wurde die Musik wissenschaftlich in den Niederlanden ,Spanien und Frankreich betrieben. Die Orgel (s. t.) unterstützte den Gesangund trug zur Ausbildung der Harmonie viel bei. Doch herrschte bis dahin die Kir-chenmusik in fester Regelmäßigkeit. Die flamändische Schule, welcher u. A. Or-lando di Lasso angehört, ging dem Palästrina vorher, welchen man sonst gewöhn-lich den Gründer der neuern Kirchenmusik nennt. Vom 16. unk 17. Jahrh, anbildete sich aber an den Höfen der freie Kammerstvl und von da aus auch der Thea-terstpl, und die Erfindung der Oper im 16. Jahrh, ist es vorzüglich, welche diePracht und den Reichthum der neuern Gesangsmusik, sowie die bewunderns-würdige Ausbildung der mannigfaltigsten Instrumente, welche die Instrumental-musik und damit zugleich die Harmonie in der letzten Hälfte des 18. Jahrh, aufden höchsten Gipfel gehoben hat. (S. Italienische, Französische undDeutsche Musik.) Ersteres eignen sich vorzüglich die Italiener, Letzteres dieDeutschen und Franzosen zu. Was die neuern mathematischen Srsteme der Mu-sik anlangt, so sind hier als Erfinder derselben zu nennen: Huvgens, Saveur (um1701), Rameau (um 1722) und Euler („Mathematische Untersuchungen über dieMusik"). Die Geschickte der Musik ist von Giamb. Martini („8u>ii.-> stell-, n>»-8w->", Bologna 1757 fg.), Marpurg („Kritische Einleitung in die Geschichte u.Grundsätze der alten und neuern Musik", Berlin 1759), Burney (s. d.), ausdessen großem Werke auch das von Busby (Lond. 1820, 2 Bde.) compilirk ist,ferner HawkinS, I. N. Forkel („Allgemeine Geschickte der Musik", 2 Bde., -1.,leider unvollendet) ausführlich bebandelt worden. Don der Musik andrer wenigerEpoche machenden Völker gibt es fast nur Beiträge in Reisebeschreibungen. Bei-träge zur Geschichte der orientalischen Musik gibt v. Hammer in den „Fundgrubendes Orients" (<j. Bd.) aus dem Persischen; vgl. v. Pauw'S „Ueoiiercstw*",und über Ägvpten und Abvssinien einen Brief von Bruce in Burney's „All-gem. Geschichte der Musik".
Musik (Einfluß derselben auf die Gesundheit). Dieser Einfluß wird theils