Band 
Siebenter Band. M bis N.
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643
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Musioxidi Muthen 6-13

der Andustrie und derWaarenkunde, sowie die größere WaarenauSwahl. Es ver-sieht sich von selbsi, daß dieMusterreiter keine größern Rechte in Anspruch nehmenkönnen, als ihren Genossen in dem Staate, woher sie kommen, zugestanden wer-den. Sodann hat jede Polizeibehörde genaue Aussicht zu fuhren, daß sie nicht alsSchleichhändler ihr Geschäft zu Desraudationen gebrauchen, wogegen die östreich.Regierung schon >802 strenge Maßregeln ergriff; enklich bat jeder einzelne Han-delsmann sich in Hinsicht der Art seiner Bestellung sowie allenfallsiger Abschlags-zahlungen vorzusehen, so lange ihm solche Bevollmächtigte von Fabiiken oderHandlunashäusern nicht genau bekannt sind. — Eine eigne Gattung literari-icher Musierreiterei scheint in der jüngsten Zeit zur Schmach des zufügenVerkehrs aufkommen zu wollen; denn einige ursprünglich aus d-r Nachtrncker-zunfr abstammende Buchhandlungen holten es nicht unter ihrer Würde, durchsogen. Reifende das Publicum mit Bestellungen auf ihre Verlaasariikel zu belä-stigen. Die königl. bairische Regierung Hai den 4. Auni 1824 sehr zweckmäßig denliterarischen Musterreitern der Buchhandlungen und EcmptoiiS für Kunst und Li-teratur gleich den Reisenden andrer Handelshäuser verboten, außer in berechtigtenBuchhandlungen, Bestellungen auf ihre Bücher zu suchen und anzunehmen, daeine solche Einsammlung von Privatpersonen weder nnk der Sicherheit der Pränu-meranten noch mit dem constitutionmllen Eticte Beilage III zur Verfassungs-urkunde vereinbar sei. 13.

M ustopidi (Andreas. Graf), Historiograph der ionischen Republik undEorrespondenl der tön. franz. Akadeniie der Anschriften und schönen Wissenschaften,geb. zu Korsu 1185, einer der ausgezeichnetsten jetzt lebenden griech. Gelehrten,studiere seit 1191 m Venedig, dann in Mailand. Don Paris, wo ihm Napoleon Zeichen s. Achtung gab, ging er nach Mailand zuiück. Hier erwarb ihm 1806s. Werk IN ital . Sprache: „l er .Vieira all' irlmüi t.0iviit'5:> ,1« i tom>>> c>> loi-0 Xlü', die Stelle einesHistoriographen bei derRegierung der sieben In-

seln. 1811 und 1814 gab er zu Mailand die beiden ersten Bde. der Geschichtevon Korcrra u. t. T.: „Ill»s!,!>,i<>,ii (lorcirarl", heraus. Hierauf benutzte M.die Laurenliuische Bibliothek in Florenz und warMiiarbeittran dem literar. Jour-nal „ll zuOi^rulo". An Padua schrieb er 1816 über die 4 Pferde von Bronzevor der Mareuskirche in Venedig, die mehre Aahre den Carousselplatz in Paris schmückten, und bewies, daß sie nicht auf dem Triumphbogen des Nero in Rom gestanden haben, sondern, wie es 3 byzantinische Schriftsteller bezeugen, auf derAnsel Chios verfertigt und von da unter Kaiser Theotosius in den CircuS von Kon-stcnlmopel versetzt worden sind. Als man in seinem Vaterlands eine Universität zugrünten im Begriffe war, kehrte er nach Korsu zurück, um an derselben eine Lehr-stelle zu übernehmen. Er lehnte daher einen Ruf an das Lvceum in Bukarest ab,wo ihn der Hcspodar zum Pros. der Geschichte und der griech. Alterthümer ernen-nen wollte. M. schreibt das Italienische mit einer seltenen Reinheit. Sein „Lebendes Anakreon", in ual. Sprache, fand ausgezeichneten Beifall. Am Nov. 1821begleitete er den Präsidenten der griech. Republik , Grafen Capotistrias, von Gensnach Ancona und Korfu .

Muthen, ein altdeutsches Wort, welches so viel bedeutet als um eineSache förmlich anhalten, Etwas verlangen. So heißt bei Handwerkern muthen,wenn ein Gesell um das Meister recht oder um die Aufnahme in die Armring förm-lich ansucht (daher auch dasMukhjahr); im Lehnewesen, ein Lehn muthen, soviel als bei dem Lehnsherrn uni Eriheilung des LehnS (Anvesiitur) ansuchen; imBergbau, eine Fundgrube muthen, um Erlaubniß anhalten, eine aufgefundeneGrube bauen zu dürfen und damit belehnt zu werden. Daher heißt auch derMuthzettel im Bergbau ein Zettel, worin der Mulher genau den Ort, Gangn. s. w. anzeigt, den er zu muthen gedenkt; bisweilen heißt aber auch Muthzer-