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Kraft, mit welcher sich die Muskeln bewegen. Dock ist diese Kraft nicht in allenMuskeln gleich stark. Zu den starrsten gehören die Muskeln, welche den Unter-,kiefer in Bewegung setzen. Es gibt Menschen, welche Psirsichkerne zerbeißen, dieein Gewicht von 300 Pfund erfoter», um zerdrückt zu werden. Ferner gehörenhierher die Arm-, und Deinmuskeln, die um so mehr unser Erstaunen erregen wüsts.n, wenn wrr erwägen, daß die durch sie in Bewegung ersetzten Knochen alsWurfhebel zu betrachten sind, wobei die Kraft eine sehr gelinge Entfernung vornRuhepunkte und eine schiefe Richtung, umhin ein sehr geringes Moment oder Pro-duct der bewegenden Kraft hak, weshalb die angewandte Ki osk sehr groß sein muß,um nur einen geringen Widerstand zu überwältigen. Sowol die Muskelkraft alsdie Reizbarkeit ändern sich mit den Jahren. Geschwächte Körper sind in der Re-.gel in ihren Muskeln reizbarer als ungeschwächre. Dies gilt auch von natürlichschwächer»; daher ist der weibliche Körper im Allgemeinen reizbarer als der niänn«liehe. Der Galvanismus wirkt, auf Muskeln unlängst geködteter Thiere ange-bracht, als ein die Zusammenziehung hervorrufender Reiz, und deßhalb hat mansich bewogen gefunden, eine eigne Flüssigkeit im thierischen Körper anzumhimn,die man einstweilen galvanisches Flmdum genannt hat, welche von den Nerven beiihrer Berührung mit Metallen hergegeben werde und in genauer Verbindung mitdem Lebensprincip stehe. Mit dem Leben hört sowol die Reizbarkeit als die Be-wegung auf. Indes, dauert Beides nach Absonderung gesunder Muskeln von einemlebendigen oder frisch geketteten Körper noch so lange fort, als sie noch einen merk-lichen Antheil der natürlichen Lebenswärme besitzen.
Muskete, der Name der gemeinen Soldatenflinte, welcher von dem neu-latcnrifchen mugosirtur, der Sperber, herkommen soll, indem man anfänglich dieGeschosse nach allerlei Raubkhieren benannte, z. B. Feldschlangen, Falcom t u. ss w.Schon 152l waren die Musketen bei den spanischen Heeren eingeführt, und sog.Handbüchsen waren noch früher im Gebrauch. — Mousguetaires hießen dieReiter von der ehemaligen konigl. sranz. adeligen Leibgarde.
M u st e r r e i t e r e i. Wer kennt nicht die große Zahl Musterreiter, welchealle Staaten Deutschlands mehr oder minder tos ganze Jahr über durchziehen, umden Fabriken, Manufakturen und Großhändlern einen schnellern und größer» Absatzihrer Waaren zu verschaffen? Obschon ihre Entstehung im vorigen Jahrh, zusuchen ist, so haben sie sich doch zuerst durch Napoleons ehemaliges Continenkal-sysiem als eine eigne Classe >Lpeculanten in der Hand-lsweft vollständig gebildet.Die später eingetretene Überschwemmung mit engl. Waaren, sowie der steigendeMangel an Geldcirculation, haben ihre Zahl beträchtlich gesteigert, obwol ihnen dieimmer mehr zunehmenden Zollsysteme feindlich in den Weg traten. VerschiedeneRegierungen werfen daher jetzt einen strengern polizeilich-naiional-ökonomischenBück auf dos Treiben dieser mercanrilischen Zugvögel. — Werden die Musterinländischer Fabriken und Manufakturen sowie Großhändler nur an inländischeKaufleute und Krämer durch eigne Beauftragte verbreitet, so ist ein solcher Spe-eulanonSgeist nicht nur sehr zu billigen, sondern vielmehr noch zu unterstützen, be-sonders in Staaten, wo es an bedeutenden Messen zum Verkauf im Großen fehlt.Suchen aber die Musterreiter Bestellungen auf ausländische Waaren nicht bloßbei Kaufleuten und Krämern, die zu dem Hantel mit denselben privilegirt sind,sondern selbst auch bei Privatpersonen, so treten alle die Nachtheile ein, welche mitdem Hausiren, obgleich es die Wiege des Handels ist, außer Messen und Jahr-märkten verbunden sind. Viele Handelsleute finden es freilich bequemer und öko-nomischer, sich mit ihrem Bedarf von Zeit zu Zeit durch Musterreiter versehen zulassen, als die großen Messen zum Zwecke ihres Einkaufs selbst zu besuchen; esgehen ober dagegen manche wohlthätige Folgen solcher Meßreiftn für sie verloren.Wir zählen dahin hauptsichlich die bessere Bildung des kaufmännischen Geistes,