Band 
Siebenter Band. M bis N.
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Nabob

Nachdruck

Nabob (eine Verfälschung von Nawaub, d. i. ein Abgeordneter) beißt inAnd en der Ttatlhalter einer Provinz, oder der Befehlshaber über die Truppenderselben, wiewol auch viele Personen den Titel Isabeb annehmen, ohne ein Rechti am zu haben. DieNabobs warm nach der alten indischen Verfassung dem Lou-b-dar, demVicekömg einer großen Landschaft, untergeordnet; dennoch dienten siediesem zu einer Lttütze des Throns gegen die inogl'chen Anmaßungen der Louba-tarS. Seit dem Einfalle des persischen Lchahs Zeudir machten sie sich unabhängigvom Großmogul, allem bloß um in eure viel drückendere Abhängigkeit von Englandzu gerathen. An England nennt man jeden Großen, der außerordentlicheReichthümer in Hindosta» erworben hat oder überhaupt mit einer gewissenorientalischen Pracht lebt, einen NWob.

Nabonassar, ein König von Babylon, mit dessen Regierungsantritt eineneue Aahrrechnung simm reu) ansangt, weil er au der Epiße der alten

Regenienverzeichmsse sieht, die man unter des Ptolemäus Namen besitzt. Manfttzt ihren Ansang '141 v.Chr., nach Mindern 14b, oder noch höher hinauf.

Nachahmung, die, kann, wenn von schönen Künsten die Rede ist, objecnv»nd subfectiv betrachtet werd n. Am erstere, Falle wird untersucht, inwiefern dieNachahmung an sich zum West» der schönen Künste gehöre, im zweiten, mwiefernder Künstler nachahmen dürfe. Was nun die Nachahmung als etwas Objectives inden Künsten betrifft, so hat es Ästhetiker gegeben, welche die Theorie der schönenKünste aus den Begriff der Nach ahn ung cer Natur übeihaupl oder wenigstens derschönen Natur zurückfuhren wollen. Leibst das Vergnügen, das uns Werke derschönen Kunst gewähren, wollte man aus dem Wohlgefallen über die gelungeneNachahmung der Natur herleiten. 'Allem diese Ansichr war zu wenig in der Lachetzldst gegründet, als laß sie sich lange baue b>Haupte» können; auch hat sie im dra-matisch» n Fache vieles Unheil angerichtet. Wcnn aber auch das Wesen der Kunstnicht aus der Nachahmung der N-uur un gewöhnlichen Linae, d.i. in ihren einzelnenErscheinungen, beruht, so ist doch nicht zu läugncn, daß die ersten rohen Ansänge derKunst (s. t.) in solcher Nachahmung der Natur ihren Ursprung habe». Aber derKünstb r soll eme Her, schüft ausüben über die Natur, und den bedürftigen Ltoff zursi eien Lchöiiheu erheben. An «ubjecüver Hinsicht, wo gefragt wird, inwiefern derKünstler andre Welke und Meister seiner Gattung nachahmen dürfe, unterscheidetman die freie Nachahmung von der sklavischen und von der kindischen Nachäffung,wie z. B. so viele neuere anakreomische Trink - und Liebevliedcr. Der sklavisch, oderängstliche Nachahmer ist der bloße Man» von Talent, der, chne Genie, oft ohne Ver-mögen, dasWesimliche von dem Außerwesemlichen zu unterscheiden, um Mühe undAbsicht irgend einen, Doi bilde nachsirekl. Von tieser'Ar! waren schon im'Alienhumcd>e meiste» rhetorischen Llücke nach Untergang der allen Verfassungen. Der freieNachahmer ist der Mann vcn Talent, der, von einem fremden Vorbilde begeistert,lsl ohne es zu wollen, den Geist desselben in seinen eignen Hervcrbringungcn auf-nimmt. (L. Copie.) — An tei Mlstk nenm man Nachahmungen mehreähnliche meletische, in verschiedenen Lummen al s einander folgende Lätze. Diestrengern Nachahmungen dieser Art kommen g.wchnüch in den Fugen und fugen-arttgen Lätzen, die freiern in allen figurinen Musikstücken vor.

Nachdru ck, in der Rede, sowie in den Künsten der Rede und des Tons, istjeder Ausdruck vcn bcsondererK rasi unk Bedeutsamkeit, wodurch der aus das Gemüthzu dewirkende Eindruck erhöht oder vcist.n kt, dem eisten Drucke gleichsam ein zweiterhinzugefügt wird. Daß dies nur in Fällen von'Wichiigkcit geschehen seile, sprmgi indw Augem; denn wer wird sich selbst übei bieten, wenn er es um den ersten Preis ha-ben kann? Die Mittel, Nachdruck zu bewirken, lassen steh umer folgende 4 Classendringen: 1) Wiederholung ; sei eS, um nur überhaupt Etwas dem Gedächtnisse tie-fer einzuprägen und dem Herzen näher zu legen, oder um die Nebenvorstelliingcn,