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Nanking
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Nanking oder Nanquin, ein ostindiseber, ba imwollcner, glatter Zeuchvon gelblicher, auch röihsicher Farbe, hat seine» Namen von der Siadr Nankingin China . I. tzt wird er in allen Lttaaten, woselbst baumwollene Waaren verfertigtwerden, nachgeahmt. Die Baumwolle, welche tu diesem Zeuge verarbeitet wird,ist von (lc>>>ev ,>inn> It'llchnmn, I . Die Farbe derselben ist die natürliche und daherauch echt. Der in Europa verfertigte Nanking ist gewöhnlich feiner von Gespmnst,wird aber aus weißer Baumwolle bereitet und gefärbt, weßhalb seine Farbe ver-bleicht. Zn der Schweb, druckt man verschiedene Farben und Muster darauf undschickt viel davon nach Amerika .
Nanking , oder Kiangning-fou, Hauptst. der chines. Provinz Kiangnang,ani 2lusflusse des Pang-tse-kiang, ivar die alte Resident der chines. Kaiser, eh? Pe-king dazu erwählt wurde. Ungeachtet ein Drittkheil der Lttadt in Ruinen liegt, sosoll sie doch noch eine Million Seelen enthalten. Die Einw. sind mit den feinernKünsten des Lupus bekannt und zeichnen sich durch mitten und Bildung aus. Siehat schone Thore, mehre Bibliotheken, medicinilche Akademien, Fabriken in ein-fachen und geblümten Atlassen, baumwollenen Zeuchen (daberNanking), Porzellan,Lack rc., überhaupt lebhafte Gewerbe und Handel. Auch ist hier ein kalh. Bischof.Das merkwürdigste Gebäude ist der 200 Fuß hohe Porollanthurm, welcher vonBacksteinen, mit Porzellan ausgelegt, erbaut, achteckig, 9 Stockwerke hoch und vonAußen mit Schellen behängen ist. ZedcsSiockwerk ist mit einer Galerie umgeben,die mit Götzenbildern und Gemälden ausgeschmückt ist. Die Materialien diese«schönen Gebäudes find so mit einander verbunden, daß es scheint, als ob es auseinem Stücke gemacht wäre.
Nannini (Agno.'o), bekannter u. d. N. Firenzuola (nach s. Familien-stammorle). ein berühmter Schriftsteller, geb. 1493 zu Florenz , stutirke zu Lnenaund Perugia, begab sich nach Rom , trat in den Orden von Vallombrosa und erhieltnach und nach die beiden Abteien vonSta.-Maria di Spoleto und L.-Salvador deVajano. Er war von Jugend auf ein Freund des berüchtigten Pietro Arelino undihm in Ansehung der Sitten ähnlich. Er starb 1641. Seine Werke, die nach s.Tode erschienen, tragen das Gepräge eine« lebhaften, zur Satyre und Zügellosigkeilgeneigten Geistes; sie sind theils in Versen, theils in Prosa, und werden häufig vonder Crusca angeführt. Man findet darunter 2 Lustspiele, eine Nachahmung vonApulejuS's „Goldenem Esel", 8 Novellen, ein Gespräch über die Schönheiten beiFrauen ic. Die vollständigste Ausgabe: Florenz 1163 (3 Bde.).
Nantes , Hauptstadt des franz. Deport. Unterloire, von 13,000 Häusernund 11,000 Einw., liegt in einer schönen Gegend der ehemal. Oberbrelagne, 10franz. Meilen von der Mündung der Loire . Sie ist mir geebneten Wällen umge-ben und hat 5 Vorstädte, welche die Stadt an Umfang und Schönheit übertreffen,ein festes Schloß zur Beschützung des Hafens, 200 Platze, 11 Kirchen und vieleausgezeichnete Gebäude. Zn Nantes befinden sich der Stab der 12. Militairdivi-sion, eine Handelskammer, ein Handelsgericht und ein Bischof; ferner ein Lyceum,eine anatom. und chirurg. Schule, eine SchifffahrtSschule, eine öffenrl. Biblio-thek. eine öffentliche Gemäldegalerie, ein naturbistor. Eabinet und ein botan.Garten.Bedeutend sind die Fabriken in Piguü, Eaitun, gedruckter Leinwand, Hüten, Le-der, Maroguin, Seilereien, Spinnmaschinen, Auckerraffinerie, Liaueurfabriken w.Auch verfertigt man viele Nägel, Zuckermühlen und Kessel für die Co'onien, DerHantel, s.wol mit Landes- und Gewerkerzeugnissen, als auch der Sred'tions- >andZwifchenhande! mit dem innern und sudl. Frankreich , und besonders der Seehan-tel, mit 800 Schiffen, bis nach Westmtien und Afrika , ist sehr wichtig; darun-ter gehen mehre auf den Wallfischsano. Die größte» Schiffe gehe» auf der Loire bis Paimboeuf, wo die Waaren abgeladen und auf kleinern Schiffen zu dem nichtweit davon emlcgcnen Names gebracht werden. Heinrich IV. gab hier 1698 das