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Siebenter Band. M bis N.
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Noiiii:

Nniiflasakt

gen, jetzt die Hauvist. des franz. Deport, der Meurkhe, enthält 6000 H. und über30,000 Einw. Die von Natur schöne Lage der Stadt, zur Linke» der Meurthe in einer angenehmen Ebene, wird durch die Schönheit der Gebäude noch erhöht,die sie vorzüglich dem König Stanislaus (dem Schwiegervater Ludwigs XK),welcher hiervon 1136 — 1166 s. Residenz hatte, verdankt. Die Altstadt in unregel-mäßig gebaut und finster; die fsseustadt aber eine der schönsten Städte, von regel-mäßiger Anlage, mit prachtvollen Gebäuden, schönen Plätzen und reizenden Spazier-gängern Besonders zeichnet sich der Königsplatz aus, von welchem eine Triumph:piorte in den Platz Carru re fuhrt, in dessen Mitte ei» Spazierplatz und an dessenEnde der Gouvernementspalast ist, und von welchem ein schönes Thor in die Alt-stadt und ein andres in die Pepiniere, einen reizenden Spaziergang, führt. DerAllianzplatz bot von 2 Säulen den Namen, die zum Andenken der Allianz zwischenFrankreich und Ostreich 115 > errichtet wurden. Unter den Kirchen sind die Haupt-kirche und die Frauciscanerkirche mir ihrer Rotunde sehenswürdig, worin d r leineHerzog v. Burgund, Karl der Kühne , ruht, der in der Schlacht bei Nancv l-t ll ge-fallen war. Nancv hat eine Akademie, einLvceum, eine Gesellsch. der Künste undLLlssensch., eine öfssntl. Bibliothek von 50,000 Bdn., ein phvsikal. Cabinet undeinen botan. Garten. Man verfertigt wollene Zeuche, Strümpfe und gemalte Pa-piere; die Lichter von Nancv werden wegen ihrer vorzüglichen Güte versendet.

Nangasaki, Handelsstadt im japanischen Reiche, auf der Insel Kiu-Siu(-tL aikof, auch Rune ), mit einem Seehafen in der Mitte der durch 2 Vorgebirgegebildeten Bai Künstu, ist von Hohen Bergen umgeben und hat 6000 Häuf. mit60,000 Einw. Die innere Stadt besteht aus 26 Straßen und hat 62 Tempel,unter welchen der Suwaiempe! der berühmteste ist. Die Gassen sind eng, krummund uneben. Die Fremden werten ,n die Vorstädte vermieten und dort wie Ge-fangene bewacbl; die Niederländer aus der Insel oder Klippe Desima, welche durcheine Brücke mit der Stadt verbunden ist; die Chinesen aus Iakujin, am südl. Endeder Stadt. Im gamen japanischen Reiche in dieser Hafen allein den Chinesen undden Niederländern geöffnet: denn die Letzter« sind unter den Em opäern die Ein-zigen, welchen die Japaner erlauben, mit ihnen zu handeln, doch auf so harte Be-dingungen, daß die in Japan befindlichen Zssederländer mehr Gefangenen als freienLeinen gleichen, die mit einem befreundeten Smake in Handelsverk.hr stehen. DieNiederländer bringen hierher Zucker, Gewürze, Elfenbein, Essen, Arzneimittel,Salpeter, Alaun, Farben,Tuch,Glas, Uhren, Spiegel, mathematische Instrumente.Dagegen erhallen sie Kupfer, Lack, Reis und einige Erzeugnisse der japanischenFabriken, als lackirte Waaren, Porzellan :c. Sobald ein chinesisches oder nieder-ländisches Schiff in Naugcssaki einläuft, werden nach Beendigung der gewöhnlichenFeierlichkeiten und der gebräuchlichen Fragen die Waaren ausgeladen. Dann un-tersuchen die kaiserl. Beamten (denn der auswärtige Handel ist ein Monopol desKaisers) die Gisse und Menge der Waaren und s tzen den Preis dafür in denjenigenWaaren fest, welche die Ei'enthümcr der Schiffe dagegen verlangen. Diese müssensich dann entweder in die Vorschläge der Japaner fügen oder ihre Waaren zurück-fuhren; denn Dingen ist unmöglich. Auf diese Art kauft d.r Kaiser durch seineCommissionnairs ausländische Waaren und verkauft sie im Großen an die japani-schen Kaufleute, die dann um Kleinen mit ihnen handeln.

N ä nie, X ,n o n > a, bedeutet 1)den Trauer-und Klaggesang, welcher imAlterthum bei Begräbnissen, gewöhnlich von Weibern, welche dazu gedungen warenund sie selbst verfertigt hatten, gesungen wurde; da diese Lieder meistens keinen gro-ßen Werth hatten, so wurde das Wort Name oft für jedes ungereimte Ammenliedfür Kinder, einen weinerlichen, klagenden Gefangn, dgl. gebraucht; 2) bedeutetNänie die Klagegöttin, welche beim Begräbnisse der Greise angerufen wurde, undderen Tapclle außerhalb Rom vor dem viminalifchen Thore stand.