670 Napüen Napoleon (Schriften von ihn, und über
Edict von Nantes , welches den Reforniirten die freie Ausübung ibrer Religiongestattete. Ludwig XI V. widerrief es 1885. Zu der Zeit der Revo'ution hakdiese Stadt, theils durch den bis unter ihren Thoren geführten Krieg der Vendee ,theils durch die grauscmen Hinrichtungen Monaden und republikaniichcn Hochzei-ten) des berüchtigten Corrier, theils durch die Unteibr.chung des Handels shr ge-litten. Kenner der (Glasmalerei schätzen sehr die mit den 56 Wunderwerken shristibemalten Fensterscheiben der Kirche zu St.-NicolaS.
Napäen, s. N vmphen.
I) o p h t h a. I) Vitrioläther. 2) Der flüssige, weises Erdöl, der aus Koh-len- und Wasserstoff besteht und aus Spalten und Klüften mancher Gebirgearten,auch aus der Erde quillt, theils zugleich mit Wasser.
Napier oder Naper (Jodn), (auch Neper), der älteste Sohn desBarons Arcbibald v. Marchiston in Schottland , wurde 1550 geb. Nachdem ervon seinem Vater eine sorgfältige Erziehung erhalten und auf der Universität St.-Andrews seine Studien vollendet hatte, machte er eine Reise nach Frankreich, Ita-lien und Deutschland , und überlief, sich nach seiner Rückkebr ganz der gelehrtenMuße, deren Früchte die Welt in seinen mannigfaltigen Entdeckungen erkennt.Mathematik war sein Hauplstttdium; nächst diesem die Bibel. Die Entdeckungder Logarithmen in der Trigonometrie, welche von so großem Einfluß auf die Astro-nomie, Schifffahrt und prakt. Geometrie gewesen ist, hat ihn am meisten berühmtgemacht. N.'S logarühm. System ist im Gegensatze des Briggischen oder künstli-chen das natürliche. Don f „Uiiilicn l.k>gu>iiti,„xuu,n c.moni-, ce,ii5ttiwtü, < tu."sind seit der ersten vorzügl. AuSg. von 1611 noch mehre andre erschienen. Bekanntist N. auch als Erfinder der Naget schen Stäbchen, auf deren jeder Seile ein Stückvoni Einmaleins steht, wodurch man auf eine leichte Art multipltciren, divldirenund die Wurzeln ausziehen kann. 9). legte diese Erfindung in s. „Itluüxlnln-ss, ,-x mnuioeioiioins z>er e irgulas libri cluo" 161^ nieder. Der große AstronomKeplerwidmete ikm s. „bplienwriile-". N. starb auf s. Baronie zu Marchiston 1618.
Napoleon, s. Bonaparte (Napoleon ).
Napoleon und seine Zeit, aus denSchriften von ihmund über ihn. Mit jedem Jahre wächst die Zahl der Bücher, welche Bei-träge zu der Geschichte des außerordentlichen Mannes enthalten, dem als Heldenund Denker, von welchem eine nette Ära für die Welt ausgehen konnte, Ioh. v.Müller huldigte. Sie sind fortwährend ein Gegenstand der öffentl. Unterhaltung,verwirren aber die Meinungen der unerfahrenen Leser so, daß wenige wissen, wiesie unter der Masse der Denkwürdigkeiten und Lebensbeschreibungen die rechte Ge-schichte Napoleons berausfinden, oder zu welche» Schriften sie zuerst greifen sollen.Das lebende Geschlecht kann jedoch jene Beiträge nur sammeln, ordnen, prüfenund sichten; die Geschichte des Helden selbst ist webt das Werk seiner Zeitgenossen.Kaum dürfte es den Übe,lebenden gelingen, die Thatsachen festzustellen, nach wel-chen komniende Jahrhunderte erst das treue Bild Napoleons in der Geschichte er-kennen und das Entunheil der Zeit über ihn aussprech.n werken. Gb icbwol be-schäftigt uns sein Leben, abgesehen von dem Tagesgespräche des geselligen Marktes,in Allem, woran die nächste Vergangenheit erinnert und was i ie Gegenwart her-vorbringt. Ein jüngeres Geschlecht wächst auf, das in verworrenen Stimmen dietkberlieserung der Vater von Dem, was ihnen Napoleon gewesen, vernimmt, undjetzt fast allgemein den Mann laut lobpreisen hört, gegen welchen jüngst Europas Völker sich bewaffneten, und den die Stellvertreter der Nationen in die Acht erklär-ten. Es fragt nach dem Zeugniß der Geschichte und findet dort Beschuldigungund Anklage, hier Rechtfertigung und Lobrede. Für diesen jüngern Wanderer indem Gebiete der Zeitgeschichte soll unser Artikel einige liierarische Fingerzeige oderAndeutungen enthalten, wie sie aus dem Labyrinthe von Biographien, Memoi-