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Napoleon (Schriften über seine Zeit)
ren, Manuskripten, Anekdotcnsammlungen rc. von und über Napoleon , die wich-tigsten Schriften herausfinden, und in welcher Ordnung ste dieselben vergleichenund prüfen können, um, so weit es jetzt schon möglich ist, sich ein treues Bild vondem Heros der fran;. Revolution zu entwerfen. Es bedarf übrigens für den ver-ständigen Leser nicht erst der Erinnerung , daß man bei der Betrachtung glänzenderGestalten in der Zeitgeschichte wohl unterscheiden muß die Größe der Kraft von derReinheit und Güte des Willens, die Kühnheit poln. Entwürfe von der Erhaben-heit einer menschlichen Idee, das Werk der Nothwendigkeit von dem Gebilde derFreiheit, die Macht der Leidenschaft von der Würde des Charakters, den Glanzdes Erfolgs von der Gunst der Umstände, und die LNandhaftigke't bei der Lastverschuldeter Leiden von dem hohen Gleichmuth im vorwurfsfreien Unglück. Manmuß ferner das Zeitalter genau kennen, welches den Schlüssel gibt zum Verständ-niß und den Maßstab zur Würdigung eines welthistor. Namens; man muß end-lich, um nicht Bewunderung mit Achtung zu verwechseln, einen richtigen Begriffsich bilden von Dem, was wahre Größe ist in betn Buche der Menschheit, ehe manden Ruhm bewundert, der große Eigenschaften begleitet. Vielleicht wird mandann Napoleon gerechter beurtheilen und ihn größer finden, als Viele ihn beurthei-len und richten, wenn man nicht von der Anficht ausgeht, den außerordentlichenMann auch für groß zu halten.
Wir nennen zuerst einige Schriften, welche uns Napoleons Zeitalterund seine Verhältnisse im Allgemeinen vergegenwärtigen können, dann die wichtig-sten Schriften von ihm selbst, oder nach ihm entworfen, endlich die gehaltvollstenWerke über ihn, wobei wir zugleich die Folge anzudeuten glauben, in der sie gele-sen und unter einander verglichen werden sollten. Ohne die Geschichte Frankreichs und insbesondere die der franz. Revolution genau zu kennen, darf man nicht an dasStudium der Geschichte Napoleons gehen. In jener Hinsicht wird man durch die„Ilisioiie delronee" vvm Grafen Sögur (20. u. 21. Bde.), in s. „Oeuvre,euuijdeter (Paris 1824), durch das „kosnnie de Lliirlnire de l'riinee" (8. A.,Baris 1826), von Felix Bodm, und d'e „Gesch. Frankreichs , befand, der dafigenGeistesentwickelung b.z. Tode Ludwigs X V." (Leipz. 1829), die nöthigen Vorkennt-nisse erlangen, womit man die „Uirluire <le Iruiieo zwndunt >e dix-builie,i>ericeie" von Ch. LacreMe verbinden kann; dann wird die „Ill-loiro do ü, rövnl»-tinn bonnoiso desiuis 1189 jusiju'cn 1814" von F. A. Mignet einen geistvollenÜberblick von diesem Zeitraume geben. Unter den Augenzeugen derRevolution aberhöre man zuerst eine geistreiche Frau, die Frau vonStaöl, in ihren, nach ihremTode herauSgeg. „älöinoirer el ernuuder»!. ,ur les zuiueijuuix elöiieuieur de l.-rr. vol. l'iuno." (Paris u. Lpz. 1819, 3 Bde., 12., übers. von A. W. Schlegel),jedoch mit steter Begleitung eines männlichen Führers, des ehenial. Depurirten I.Ch. Bailleul, dessen „b.x-uueu criligue de >'»uviu-;e zmrlbuiue ,le »du>c. ds8luöl etc." (Paris u. Leipzig 1819, 2 Bde., 12., übers. von Fr. Ludw. Lindner)das erst genannteWerk berichtigt und ergänzt. Will man aber dasWes niliche vonder Masse des Zufälligen trennen und wissen, woraus es eigentlich dabei ankam,so lese man den „I'röeir de l'iurluire d>! l.i rö>ol. sinne." von Rabailt de St.-Elienne (neue )l. vom Grafen Boisszxd Anglas, Pair v. Frankreich, Paris 1822)und den „lssrni rur los ^iiiuiilier indil iiluclier g»e reeliune t'öiut iielue! de Inroeiötc", von P. C. F. Dauncu (Paris 1821, 3. Allst.), wobei die schon genann-ten Schriften von Fr. Gentz (f. d.) und die Werke eines Anhängers des Feudal-systems, des Grafen V.Montlosier (fi d.), z. B. „I)e in iuoii.reiiie sinueniroetc." zu vergleichen sind. Nun erst kann man die von Bertrand de Moleville 'ver-faßte und von Mlchaud geendigie „Ilirloirc de In revnl. de b'rn nee" (PariS 1800,10 Bde.), sowie die bändereiche Folge der b.iden Sammlungen von Memoirenüber die franz. Revolution dmchlausen: „(lollection der memoirer relslils ü in