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Nütionaliminze
düng zwar nationell, aber doch reinmenschlich ist. Indem das Gewicht der Na-tionali ichtung steis einen Einfluß äußert auf die Lebensäußerungen eines Volks,und folglich die Nationalität auch die Literatur bestimmt, und es also keine Litera-tur einer Nation im Ganzen geben kann. die nickt nationell gebildet sei. während ineinzelnen Zeiten diese Literatur sich dennoch überwiegend äußern Einflüssen hingebenkann, so äußert sick doch der Charakter, den jede Nation, wie jeder Mensch eine Phy-siognomie, nur mehr oder inender ausgesprochen, besitzt, auch mehr oder minder inihrer Literatur, weshalb man 2) in vorzüglichem Sinne von Nationalliteraturredet, wo ein ausgebildeter Charakter einer Nation auch in der Literatur hervortritt.Hurist die Literatur ein aies ihren eigenthümlichen Elementen, d. i. aus den Grund-zügen des NationalcharakterS. aus sich selbst, sich herausbildendes Ganzes der schrift-lichen GeisteSerzeugnisse einer Nation; das Resultat zwar verschiedener individuellerGeister und Zeiten, aber das Gesammtproduct eines sich in ihnen entwickelnden Na-tlonalgeisteS, und darum durch ein inneres Band fester verbunden als da. wo dieserGeist des Volks sich minder bestimmt ausbildet. Wenn nun aber die gehaltvollereNationalität die ist, in welcher das Menschliche mit größerm Umfang und Tiefe sichausdiückt, so würde derjenigen Nation im Hähern Sinne eine Literatur beizulegensein, in deren Geisteserzeugnissen ein zusammenhängendes Fortschreiten in einer viel-seitigen, tiefen und würdigen Geistesbildung unter dem Einflüsse der Nationalitätwahrgenommen wird. 3) In einer engern Bedeutung hört man diejenige Classeder Schriftwerke einer.Nation oft Nationalliteratur nennen, welche für die ganzeNation oder doch den größten Theil derselben bestimmt sind. Dies gilt von densogen, populairen Werken und vornehmlich von der schönen Literatur, welche sichnicht an einzelne Stände wenden soll. In dieser Hinsicht nun möchte die schöne Li-teratur der Franzosen noch weit mehr Nationalliteratur zu nennen sein als die derDeutschen , weil bei jenen eine gleichmäßigere gesellige Bildung die Werke der schö-nen Literatur, ja selbst die der praktischen Wiss-nschaften allgemeiner macht, bei denDeutschen aber die Poesie und Kunst sich immer noch mehr an die Hähern Ständewendet. Wir hören dagegen bei den Deutschen die sogenannten Volksbücher, welchejetzt fast nur ten niedern Classen als Unterhaltungsbücher, den Gelehrten mehr alsGegenstand der literarhistorischen Forschung dienen, Nationalliteratur nennen, undder Einfluß des deutschen NationalcharakterS aus die Literatur zeigt sich auch in derThat mehr in dem Gebiete der Wissenschaft. — Hieraus möchte sich auch ergeben,was wir einen Nationalschriftsteller, einen Nationaldichter zu nennenhaben. Wie Das, was den Geist einer Nation vollkräfrig und doch in neuer FormauSspricht, vorzüglick-auf die Nation wirken muß, was wir auch >n andern Fällen,z. B. an Nationalmusik (man erinnere sich an K. M. v. Wcber's „Freischütz") be-währt finden, so ist ein Nationalschriftsteller Der, welcher der gesammten Nationohne Unterschied der Stände, wiewol verschieden nach der Bildung und den, Gei-stesbedürsnisse der Classen und Individuen, zusagt und Genüge leistet. Was aufdie Nation n i ch t einwirkt, kann zwar der Nation gemäßund ein edles Bestrebender Einzelnen sein, aber es enthält entweder einen von ihr schon verarbeiteten Stoffoder es ist selbst noch nickt zur Klarheit ausgebildet; nationell im Hähern Sinneist, was die Bildung der Nation fördert. Rationelle Schriftwerke müssen dahereinen hohen Grad eigenthümlichen Lebens in sich tragen, der sich unter der Formder Nation auSspricht. I.
N a tio n a l m ü n z e, S ta a ts m ün z e, D o l k s m ü nz e istdiejenigeGattung von Münze, welche von der Regierung eines Lande? gewählt worden ist,um bei sämmtlichen zwischen den Bürgern des Staats unter einander voi kommen-den Tauschgeschäften den Dienst der WerrhauSg'eichung zu per, ichten. Gleich derPrivotmünze kann auch die Nationalmünze ebensowoi zur < lasse der Ideal».ünzeals zu der der Realmünze und der der Idealrealmünze gehöien, denn es kann die