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Naturwissenschaften
der beschreibende Theil ist), 8) tieZookogie (Tbierwiffenschast, NaturgeschichtederThiere, Thiergeschichte). Jede dieser 3 großen Abtheilungen der Naturgeschichtehat nun wieder ihre Unterabtheilungen als besondereWissenschaflen. Nimmt mandie Mineralogie in weitester Bedeutung, so begreift sie unter sich a) dieOrvktoznosie(Naturbeschreibung der Mineralien nach äußern Merkmalen oder Kennzeichen, alsoMineralogie im engern Sinne), b) Oryktologie oder Geognosie (Wissenschaft derGebirgsarten, gleichsam die Anatomie der Gebirge), c) die mineralogische Geogra-phie und >1) die Geologie (Ganzlehre des Planeten), von welchen letzter» Wissen-schaften zum Theil schon oben die Rede war, e) die Mineralchemie (Stofflehre derMineralien), welche aber auch als Theil der Chemie erscheint, insofern diese alsselbständige Wissenschaft betrachtet wird, k ) die Krystallographie (Formlehre derMineralien), Ö die Krvstallotomie (Theiklehrcder Mineralformen, gleichsam dieAnatomie der Mineralien), endlich si) die technische oder ökonomische Mineralogie(nur die Anwendung eines Theils der Mineralogie auf die Ökonomie oder Land-wirthschaft). Bei der Naturgeschichte der organischen Dinge, also der Pflanzen,Thiere und Menschen, kommen folgende 3 Punkte, für die Richtung des Erkennt-nisvermögens, in Betrachtung: 1) das Leben, d. h. das zeitliche Wirken (Thätigkeit,Verrichtungen sFunktionenP des Ganzen sowol als der Theile der organischenKörper, 2) die Stoffe oder Elemente, woraus sie bestehen, 3) die Form oder Formen,welche als die sichtbaren Einheiten (Produkte) des Lebens und der Stoffe zu be-trachten sind. Das Leben und seine Gesetze sind Gegenstand einer Wissenschaft,welche Biologie heißt, die Stoffe oder deren Eigenschaften und Verhältnisse sindGegenstand der Siöchiologie (Stofflehre oderChemie), dieFormen imGanzenundEinzelnen Gegenstand der Morphologie (Formlehre); wobei auch zu bemerken ist,daß die Biologie (Lebenswissenschaft), insofern sie sich mit dem Leben oder den na-türlichen Verrichtungen der innern Theile der organischen Körper, der Organe undSysteme, beschäftigt, auch Physiologie genannt wird, und daß dieMorphologie sichtheilt in die Betrachtung der Formen und Formenverhältnisse mit Berücksichtigungder Farben, einerseits der äußern Theile und deren Ganzen, und dann im engernSinne Naturbeschreibung ist, andrerseits der innern Theile, und dann Anatomieheißt, welche sich mithin die Form, Lage, Größe, Farbe und sichtbare Verbind:»^der Organe und Systeme (bei Thieren z. B. der Nerven, Muskeln, Adern, Zellen,des Magens und Darms, der Lunge, Leber, des Herzens u. s. w.) zum Gegenständenimmt. Demzufolge kann sich nun die Pslanienwissenschaft eintheilen in 1) Phvto-Biologie (Pfianzenphvsiologie), 2>Phyto-Stöchiologie (Pflanzenchemie, Phyto-chemie), 3) PhycmMorphologie, in welcher sich die beschreibende Botanik undPhytotomie (Theillehre oder Anatomie der Pflanzen) theilen. Ebenso zerfällt dieZoologie (Thienvissenfthaft, Naturgeschichte der Tkiere) in die Zoo-Biologie (Phy-siologie der Thiere), die Zoo-Ltöchiologie (Thierchemie, Zoochemie) und die Zoo-Morphologie, in ivelche sich die beschreibende Zoologie und Zootomie (TheiklehrcderThiere) theil»». Außerdem niuß die Naturgeschichte der Thiere so viele besonderezoologische Wissenschaften enthalten, als das Thierrcich Hauptabtheilungen oderClassen hat. Man hak sich hierbei (nämlich bei der Bestimmung der Theile derZoologie) nach der Linnä'schen Classfication gerichtet, und es gibt in dieser Bezie-hung z. B. eine Ornithologie (Naturgeschichte der Vogel), eine Ichthyologie (Natur-geschichte der Fische), eine Entomolog'« oder Znftktologie, und eineHelminthologie(Naturgeschichte der Würmer). Für die Naturgeschichte der Säugethiere und Am-phibien sind keine besondern Namen eingeführt, was in terminologischer Hinsichtals eine Lücke im System der Naturwissenschaften zu betrachten ist. Noch größereLücken dieser Art finden sich aber bei der Botanik und Mineralogie, wo die NamenbesondererWisscnschaften in Beziehung aufClassification vor der Hand noch fehlen.Der Schlußstein des ganzen Gebäudes der Naturwissenschaften, welcher alle andrevoraussetzt, oder in welchem sich alle vereinigen zum Behuf einer unbestimmten,