Neckpr «.Jacques) 16 ü
feit vertheilt sind. Die Neckarschiffe, welche Hümbler genannt werden, wenn sie zuLadung der KaufmannSgürer dienen, sind von ebenso starkem Bau wie die Main-schiffe, führen ein Schober - oder Schuderseael zu Berg, welches zwar die holländi-sche Form bat, aber doch davon an Größe und Stärke, sowie an wesentlichen Eigen-schaften verschiedet, ist. Es dient auch Zum Decken der Güter. Sie haben Strängezum Landen zu Tbal, und eine Zugleine zu Berg. — Den obern Neckar befahrennur 1 würiemb. Schiffer mir ebenso viel Fahr; ugen, deren Bau sich von den übri-ge» led 'glich durch eine mindere Breite unterscheidet, indem sie wegen der viele» Müh-len auf dem obern Neckar, welche bisher die Vchifffahrt überhaupt erschwerten, ge-eignet sii» müssen, die schmalen Fahrgassen derselben passiren zu können. Übrigensist der Lauf des obern Neckars, wenige Stellen ausgenommen, ebenso ruhig, als derdes untern Neckars auf badsschem und hessischem Gebiete zum Theil schnell und rei-ßend. — Die Handelolchifffahrt auf dem Neckar , als dem vorzüglichsten Eanalsürden Handel mit der Schweiz durch den Friedrichshafen , sodann nachBaiern, Öst-reich u. s. w. über Ulm in die Donau , hat bei weitem noch nicht die Größe erreicht,deren sie bei richtiger Behandlung fähig wäre. Kanstadt und Manheim sind die na-türlichen Grenzpunkte des Neckarhandels. Ersteres ist auch der Mittelpunkt von 9großen da zusammenlaufenden Heerstraßen. Würde vollends der schon unter denfrühern Regierungen WürtembergS zur Sprache gebrachte Plan einer Verbindungdes Neckars mir der Donau ausgeführt werden, so könnte der bedeutendste Einflußdesselben auf den Zug des großen Welthandels, sowi' ein entschiedenes Übergewichtüber den Mainhandel nicht fehlen. Es unterliegt keinem Zweifel, daß sogar dieseVerbindung noch leichter ausführbar wäre als die zwischen dem Alain und der Do-nau . — Hauptgegcnstände der Versendungen auf dem Neckar sind außer Holz undgetrocknetem Obst, GvpS, Pottasche, Lohrinde und Blättertaback. Die Einfuhr- undTransite» tikel bestehen hauptsächlich inColonialwaarcn. Um tcn Gülerzug von undaus dem Neckar im Verhältniß der frühern zur neuesten Zeit, und die Wichtigkeitdieses Punkts für den Handel beurtheilen zu können, fügen wir folgende zuverlässigeNotizen bei. 1898 lieferte der StapelplatzMainz nach Manhemi und in den Neckar 60,935, und 1809, 22,403 Cknr. 1808 erhielt Mainz von dem Neckar die Quan-tität von 101,838, und 1809, 90,510 Etnr. — 1821 kamen im Hafen vonMainz an, vom Neckar 180,963, und 1822, 121,141 Ctnr. 1821 sind vonMainz in den Neckar abgegangen 121,118, und 1822, 123,264 Einr. Dabeisind aber die beträchtlichen Versendungen von und nach Frankfurt , sowie von undnach Strasburg ebenso wenig als die Sendungen aus dem Neckar nach dem Mit-telrhein (zwischen Mainz und Köln ) in Anrechnung gebracht. D,r Neckarstrom beiManheun ist übrigens auch ein sehr wichtiger Punkt für die Flößerei. Aus demgroßen Magazine derselben, votii Schwarzwalde , kommen die Hölzer mittelst derEnz und Nagold in kleinen Flößchen auf den Neckar . Hier werden sie zu großenbreiten Thalflößen, meistens nach Holland bestimmt, zusammengefügt, was aberjetzt nicht mehr so häufig w:e vormals geschieht, weil mehre der stärker» Holzgat-tungen nach Frankreich abgesetzt werden. 1822 wurden dennoch aus dem Neckar herauSgeflößt 3413 Eub.-M. Eichen- und andern harten Holzes, und 34,215§ub.-M. Tannen und andrer weichen Holzgakkungen. — Noch fehlt ein die Schiff-fahrt und den Handel des wichtigen Neckarstromes vollständig entwickelndes Werk;denn die wenige» vorhandenen Schriften beziehen sich hauptsächlich auf den sogen.Stapel der Stadt Manheim . 13.
Necker (Jacques), zwei Mal Ludwigs XVI. Finanzminister, geb. den 30.Sepe. 1152 zu Genf, wo s. Vater (ein geb. Brandenburger) Profi des deutschen SraatSrechtS war, kam als Handlungsgehülfe nach Paris zu s. Oheim Vernet,dann zu dem Banquier Tl> lusson, und erwarb sich dw'ch Klugheit und Geschicklich-keit die Achtung der größten Handclehäuser und das Vertrauen Lholusson's, dessen