Band 
Siebenter Band. M bis N.
Seite
768
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70ü Nccker i,Susariiie)

Allen untergrub Mirabcau, der bei s. Schonungslosigkeit allerdings fähiger wa>die öffentliche Meinung zu beherrschen, N s. Llnsehen bei der Nation. Lei denBerathungen über eine neue Constitution schlug N. ein suspendwend.s Veto, dasder König haben solle, vor, und widersprach der Abschaffung der AdelStitel. Auchtrug er aufErrichtung einer Nationalbank an. Als die 9>ationa!oersanmilung dassogen, rothe Luch (das Privatverzeichmß der königl. Pensionen und Ausgaben) b>-kannimachte. erklärte er sich heftig gegen dies s Verfahren und vertheidigte den In-halt dieser Liste. Aus allen diesen Umständen entstand aber d.e Meinung, daß erein Aristokrat sii; s. eigne Sicherheit war bedroht, s. Einfluß vernichtet. "Dadurchschlug auch s. Plan zu einer Anleihe auf 4; Proc. Zinsen fehl. In dieser beunru-higenden Lage schrieb er im Sept. 1790 an die Nationalversammlung und bat ums. Entlassung. Er erbot sich, die der Regierung vorgeschossenen 2 Mist. LivreS nebsts. Hause und Zubehör als ein Unterpfand s. Rechtschafsinheit in ihren Händen zulassen. Man nahm s. Antrag mit Gleichgültigkeit auf, und JA verlies, Paris mitdem schmerzlichen Gefühle, s. Plane und glänzenden Aussichten vernichtet zu sehen.Seine Tochter, die Frau v. Stak-l (s. d.), hat in ihren „<ä>„-i,!.''iuii.>nd" das Be-tragen ihres Vaters ulsStaatsmann überall als vollkommen darzustellen versucht;allein Lailleul hat in s. „1A:nn«-i> oritssix" dieses Werks die Schwäche und Un-zulänglichkeit der Maßregeln N.'s in den kritischen Augenblicken hinlänglich gezeigt.N. irrte besonders darin, daß er die Nation für eine Partei hielt. Nicht ohneSchwierigk.it, sogar vom Volke an mehren Orten beschimpft, reiste er nach Coppet zurück, wo häusliche Unglücksfälle s. Kummer noch vermehrte». Er verlor nacheiner langen Krankheit s. geliebte Gattin. Um s. Gram zu zerstr-uen, schrieb er eineVertheidigung s. Verwaltung: „8ur I'-xliniiiisiiuiioi, W .». Auolec-, jx.r lui-nwme". Den König vertheidigte er in s. „Iss-llixionn .»lieG-os ä In Iiuiioi»Irnneniro". Seine Abhandlung: „Du )>ouroir oxiio-utii linns I,'S giniuls äi.'ls"(2TH., 1792), wird selbst von Denen empfohlen, die ihm eben nicht geneigt sind.Nicht minder anziehend ist s.Werk: „Dr ln leeolui.n,, s,.'Uio..i.eo" (17S6, s Th).Sein cko liiornlu i,-ligi(.-ure" (1800, in 3 Ldn.) ist nicht ohne Leredtsam-

keit geschrieben, sowie die vielgelesene Schrift: „llo I'i.npo, Inuoc llcs opinion»rolipit-ubiu," (London u.PartS 1788) u. A. NI. Noch 1802 gab er einWerk gegendie consularische Gewalt heraus, das damals viel Aufsehen machte. Seine Schreib-art ist stets sorgfältig, aber oft einförmig und gezwungen, wiewol es ihm nicht anwahrer Leredtsamkeit fehlte. Er starb zu Genf d. 8. 'April 1801 mit Hinterlassungeines großen Vermögen?. Seine Tochter hat mehre seiner hinterlassenen WerkeherauSgeg. S. ,,Zeitgenossin", N. R., III.

Necker (Susanne), des Vorigen Gatnn, die Tochter desPredigerS CurchodzuNvon im Eanton Lern, hatte eine treffliche Erziehung genossen und wurde vonMatu Vermenoup nach Paris mitgenommen, um ihren Sohn im Lateinischen zuunterrichten. Hier lernte sie JA kennen. Leider Verbindung (1705) war dieFolge gegenseitiger Zuneigung, welche ungeschwäcbt bis an ihren Tod, zu Coppet 1791, fortdauerte. M. N. war von dem trefflichsten Charakter, unter allen Um-ständen eine zärtliche, liebevolle, treue Gattin, Mutier und Freundin, an Geistund Herzen gleich ausgebildet. Als das Glück ihren Gemahl e:hob, bediente siesich ihres Lins henS und Vermögens nur zu Zwecken der Wohlthätigkeit und Men-schenliebe. Sie hatte in der Nahe von Paris auf eigne Kosten ein Hospital ge-glünder, dem sie ihre ganze Sorgfalt widmete. Unter den Gelehrten halte sie ih-res gebildeten Geistes wegen viele Freunde und Verehrer, besonders gehörten dahinThomas, Luffon und Marmontel, welcher L.tztere sie sehr genau geschildert hat.Sie ist die Verfasserin der Schrift: „Des i,iI,»im.ron« z>, - i-i ss ieoS (1790), des„».'Moire i'eU.l>Iiv-e„>> ot >Ie; bo-griee-," und der „Ik> ilexious sur !« eli-roreo" (1793), worin sie, den Grundsätzen der Protestant. Kirche entgegen, die