Band 
Siebenter Band. M bis N.
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770
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Flörke, Wibel und Doigt unvergeßliche Freunde. Die Verwandtschaft der Medicinmit derNaturerkennrniß fühlend, ward er durch Hufeland , Loder, Stark, Grüner,Suckow mit ihr zu einer Zeü vertraut, wo Fichte und Schelling den Deutschen denWerth Philosoph. Forschung zeigten, woGalvani, Volia, Humdoldt neiie Wege da-,zu verzeichneten, und K. E. Schmidt die Philosophie aufPhrsiologie übertrug, woGöthe seinen Beruf als L.hrer deurkiindeie. 3>. v. E. war auch ausübender Arzt,wie seine Aufsähe in Hufeland'S „Journal", z. B. über Elephantiasis u. A. bewei-sen. Zu Frankfurt a. M. Erholung in prakt. Beschäftigung suchend, zog ibn daseldstEntomologie, Ornithologie und Botanik an. Er forschte mit Gravenhorst über dieIchneumvniden, wovon ein Theil („lA>n< nun,n>,!<>.>> -.«Kalt,"') im „d.stagaz. derGesellsch. natursorsch. Freunde zu Berlin "" abgedruckt worden ist. Dahin gehörenferner in tems. „Maga;."" die Nachrichten über die Frucusicarion derLemna, überDuvalia; die Schrift über „Die Algen des fußen Wassers'" (1814); das „Systemder Pilze und Schwämme"" (1817). D,e „Ällg. Literaturzeitung" zu Jena , aufwelcher Universiiäk ihn der franz. Krieg 1806 sich niederzulassen hinderte, verdanktihn» viele Bcurrheiliinaen naturphilosoph., naturhistor. und Medicin. Schriften.Noch findet man oft s. Namen in der zu Regensburg erscheinenden „Flora " und inKieser'S „Archiv für den thierischen Magnetismus". EineAbhandl. daraus: ,Vor-lesungen zur Entwickelungsgeschichte des magnetischen Schlafes lind Traumes", er-schien als eigne Schrift. Der Präsident der kais. Akad., der Naturforscher v.Wendt, beauftragte ihn mit der Redaction der von der Akad. ausgehenden Schrif-ten. Diese „Aoea nein i>P5N'0-i>X'lli,'a 4,'uch'ix l.,<- e.xm,, C.X' Iregxü.tixx-(„ureiliiiak- I,!,i»r->e Mii ie»or,n>>"" erschienen mit dem 0. Bde. als neue Reihe mitdeutschem Titel: „Verhandlungen". 1818 wurde N. v. E. Pros. der Botanik zuErlangen , wo er mitBischof und Rothe die Schrift: „Über Entwickelung der Pflan-zensubstanz'", bearbeitete. Im Aug. d. I. erwählte ihn die kaiserl. LeopoldimscheAkademie der Ifatursoesch^ r zu >h, emPrasidenken an die Stelle des '.'erst. v.Wendi.Man kennt die frühere Berühmtheit du ser Gesellschaft; sscder weiß, wie auch siedurch Zeitumstände liti. .)>. v. E. ist der 10. Präsident dieser Akademie, derenerster Bausch und zugleich ihr Stifter war. Säe zädli "34 lebeiidc Mitglieder imIn- und Auslande, dazu 13 Adjuncren und einen Dweckor. 1818 wurde N. v.E. als Professor der Botanik nach Bonn gerufen, wo er mit Ihülfe semes Bruders,II. T. F. L. N. v. E., und des botan. Gärtner« Sinning, in dem dasigen daran.Garten eine neue Anstalt für die Wissenschaft gründete. Die in freien H.ften er-scheinenden „.-V»in<'i>ilni>'>i acudi-inwe.e >>>,,,uoigee sind Belege für den Fleiß derVorsteher des Gartens. Bei der Universität trägt N. v. E. allgem. Botanik, Forst-botanik und Naturphilosophie vor. Ein Blick auf die Schriften dieftö Gelchrten, der1820 noch ein „Handb. dcr Botanik", und mit II. Weihe gemcinschaftlich eineMonographie der Gattung Ilulm« herausgab, dem auch die „iixxxe lb-

roline,,"'-,'" (1819) ihre Entstehung verdanken, zeigt, daß ihr Vcrf. aus einem Phi-losoph. Standpunkte die Erfahrung sticht, und selbst den mühseligen Weg des For-schens, Untersuche»-:c. nicht scheut, doch sie weder für das Gefühl todt. noch derSpeculation unzugänglich wünscht. So wurde denn Erfahrung tieSchw>üer derwahren Naturphilosophie! 81.

Negativ, überhaupt so viel als verneinend; daher eine negative, d. i.verneinende Antwort oder Meinung. In einem Philosoph. Sprachzebrauche be-deutet negativ Dasjenige, was, ohne selbst irgend E-was zu bestimmen, bloß etwasandres Bestimmtes (oder Positives) ausschließt. So sind z. B. Mensch, schwarz,klug, etwas Bestimmtes, es sind positive Begriffe; die negativen Begriffe davonsind Nicht Mensch, nicht-schwarz. nichi-klug. Indem man einen dieser negativenBegriffe setzt, gibt man schlechterdings nichts Bestimmtes : ein Nicht Mensch kannein Ttsch, ein Buch, ein Haus:c. sein; man schließt bloß den positiven Begriff