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kl ingen. Wenige Stämme mache» eine Ausnahme durch geringe Kunstkildung,und diese mißhandeln die übrigen. Zu ihrer gänzlichen Derwild,runq hat der S k la-venhandel (s. d. und W ilberforce) das Meiste beigetragen, inteni er Krieg,Betrug und Raub unter ihnen vervielfältigte. S. Sprengel, „Üb. d. Ursprung desNcgerhantels" (Halle 1719), und Hüne, „Vollstänt. Darstcll. aller Veränderungendes Negersklavenhandels" (Gott . 1821). Die Übel der despotischen Veifassung derkleinen Negerstaaten in welchem der Despotismus dcrKönige nicht einmal Rübe in,Innern gewäkrt, waren schon von Ansang an vorhanden, und schwerlich möchten dieNeger, sich s> lbst überlassen, zu einer erträglichen Verfassung kommen. Zwar hat sichin England euie afrikanische Gesellschaft gebildet, welche die Ausbildung der Negerzum Zwecke bar (s. Sierra Leo na); allein ihre Ergebnisse sind bis jetzt f hr umbedeutend. Der beredteste Vertheidiger der Neger ist der BischofGn-goire in seinerSchrift: „Du l» lilN-i.aluic ele» Ae^ies. oii rr,-l>vi >9i,->i !>>ii !t-iii> täu»!i,ä> i>,-t< lleelnel!«'-. lriii.-i i;ii.-,!ilrii nmrule« rl>," (Paris 1809, und 2 Übers, Tüb. u.Beil. 1809). Nur vermischt er oft Mohren-und Negervölker. Die bekanniestenNationen der Neger sind: die Mandingoes, ein zahlreiches Volk, das sich von derKüste wahrichnnlich bis zum Ursprünge des Gambia hinzieht; die Ialofi oderQualosi an der J.ordseire deS Gainbia in Senegambien; die Dahonier, welche seit1724 sich auch der kleinen Reiche Whidah und Are oa bemächtigt kaben; die Kongnrin Niederguinea, wozu auch noch die Angolaer und Bengnaler gehören; die Karronsin Dberguinea, welche sich von den Fnlahs getrennt haben und das Land vom CapMonte bis zum Sierra Leone behaupten; die Anzisko? im ob rn und niedern Ath o-pien auf der östl. Seite von Kongo ; dieIaggas w lohe von Einig-,, init den Anus--kos vei wechselt werden, von den Grenzen von Abvssinie» bis zum Gebiete der Kof-fern ; die GellaS, deren Sprache mit keiner äthiopischen Mundart übereinkommt,bilden 6 Völkerschaften in ihre,» ursprüngl. Gebiete an den Grenzen vo» Abvssinienund Ajan (ein Theil von ikneii besitzt seit 1537 die südl. Provinien blbpssinieu); dieMambos und Ziinbos in d.Aono Eniug,; die Mokaransis der herrschende Stammin Monomoiapa, aus welchem die Kaiser dieses Reichs gewählt werden; die Sarn-kolez in Galant, einer Landschaft in Nigrilien. Außer diesen Hauptsitze» der Negerbefinde» sich auch noch Reste und Zweige dieser Nation in Marokko , Büedulaerid,auf der Küste von Ajan, in Tunis , wo sie unter den Abuchess (1208 — 1575) h rr--schend wurden, in dein größer» Theile von Madagaskar , auf mehren ostind. und inden Südseeinseln, wo sie die ältesten Einw. zu sein scheinen. In Amerika führenviele v»n ihnen, denen es gelang, sich in Freiheit zu setzen, in einem wilden und un-abhängigen Zustande da, wo unzugängliche Gebirge unk Waldungen es erlauben,einen kleinen Krieg mit der benachbarten Civilisation. Dagegen haben sie sich inHaiti (s. d.) nach langem Kampfe mit Ausländern, eingeborenen Weißen undunter sich republ konisch bürgerlich geordnet.
Negropont, ein Name, welchen die Denetianer aus Egripo, welches vonEuripo herkommt, gemacht haben, ist das alte Euböa; eine Sandschakschaft inder Provinz Rumili ; die größte Insel des griech. Archipels (76 j^M., mit 60,000Einw., darunter über 45,000 Griechen). Ihre Entfernung vom festen Lande istvei der Hauptst. Ncgropont (ehemals Chalcis) so gering, daß von dieser Statt bis zueinem Thurm in der Meerenge (Namens Euripus) eine Zugbrücke führt, welche auftgezogen wird, um die Schiffe durchzulüften; den Thurm verbindet eine steinerneBrücke von 5Bogen milder Küste von Livadien. In dem Hafen der Hauplst., die16,000 E. Zählte, lag sonft die türk. Galeerenffotke. Euböa wird noch s. ganzenLänge von einer Bergkette durchschnitten, die eine Fortsetzung des thessal. Gebirgesist. Auf der südl. Spitze, Athen gegenüber, liegt die wichtige Festung Karysto. Sieb 8.nicht durch ihre Lage, am Eingänge der Straße, nicht allein die ganze Insel,sondern auch das attische Gebiet, daher die Griechen seit 1822 mehrmals sie mit