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Nerven
systems ist dem Theile desselben zugetheilt, welcher im Unterleibs ausgebreitet ist,viele stütze und Geflechte bildet und das reproduktive oder vegelatwe sl-erven-system genannt wird, weil das Wachsthum und die Erhaltung des Körners durchdasselbe geordnet w>rd. Diesir Theil des I,ervensvstems ist durch dieNe venkno-1«n oder Ganglien gewissermassen isolirt und von dem Gehirnsbstem abgesondert,sodaß er gleichsam eine für flch bestehende Reaion, das Ganglienspstem, ausmacht,welches vomGehirn zum Theil unabhängig ist, indem seine Tkätizkeir weder vomGehirn aus regiert wird, noch auf dasselbe zurückwirkt oder von ihm empfundenwird. 2) Ein andrer Theil des Nerve,isnstems bewirkt den vollkommensten Gergensatz zur Außenwelt, die willkm liche Bewegung und Veränderung im Raume unddie Anschauung der Außenwelt bei dem Menschen bis zum B.wußksem. Dies istdas Gehirn-- oder Cercbralsvstem (s. d.), dessen Verrichtuna von der Willkürabhängt, indem bestimmte Wstlensreize von dem Gekirn. als d m Mittelpunkte, ausauf diejenigen Nerven wirken, welche zu den zu bewegenden Muskeln hinoehen.Andre Nerven des Cerebralsystems kehren sich nach der Oberfläche des Organis-mus, nach der Außenwelt hin, um die mannigfaltigen Eindruck d, r Gegenständederselben aufzunehmen, bis zum Gekirn fortzupflanzen und das lbst die Vorstellun-gen hervorzubringen. Dies sind die-Linnesnerven, welche paarweise von demGehirn zu den verschieden-n Sinnesorganen abgehen. So ist das erste Nerven-paar für die Nase bestimmt und heißt der Geruchsnerv, indem er in der Nasen-höhle sich ausbreitet und für die Ausdünstungen empfänglich ist. Das zweite .Ner-venpaar ist der Sehnerv (,,<>>, '>>; npinnI. D eßr ist von beträchtlicher Dicke,rund, geht gegen die Augenhöhle hm, dringt an der Hintern Seite des Augapfelsdurch eine runde, mit vielen kleinen Löchern v rsebene Platte der festen Hain desAugapf ls in denselben ein und b ldet größkeniheils die Nervenhaut des Aug S,welche zum Auffassen der Bilder im Auge b> stimmt ist undN.tzhaut heißt.
(S. Auge.) Das achte N.rvenpaar bilden d>e Gehörnerven, welche m dem In-nern des Ohrs sich ausbr-iten und für die Bewegung der Luft empfindlich sind.Von den vielfachen Verästelungen des fünften Nervenpaares kommen die Nervender Zunge, w lche den Sinn des Geschmacks dulden. Das G fuhl im Allgemeinen-st er unterste Sinn und vielmehr die Wurzel all r andern Sinne, welche nur be-sondre Eigenschaften und höhere Stuftn des Gefub.ssinnes sind. Insbesonderei : >S aber in die äußere Haut, und vorzugsweise m die Spitzen derF „ger g.legt,als die eigentlichen Betastungsorgane, durch welche dir Seele das man rustle Da-sein und die Form der äußern Gegenstände mittelst unmittelbarer Berührungwahrnimmt. Das Gefühl wird durch viele Nerven, welche in der Haut sich verbrei-ten, bewirkt, und diejenigen Stellen, wo das Gefühl sich am zartest-n äußert, sindauch mit den meisten Nerven versehen, welche ganze Reihen von nebenemander-liegenden Nervenpapillchen bilden, wie z. B. an den L ppen, den Fingerspitzen u. s.w. Endlich wird »och durch das gesammie Nervensystem, besonders aber durchdas Ganglienspstem, dos Gemeingefühl (s. t.) v rmiitelt. So ist also dieThätigkeit deS Nervensvstems wechselseitig von Außen nach Inn.i., »nd vo» Innennach Außen. Von Außen, indem die Sinneseindrücke (Anschauungen) sich vonden Nerven zum Gehirn fortpflanzen und zu Vorstellungen und Empfindungenwerden; von Innen, indem von dem Gehirn aus d'e willkürlichen Bewegungen er-regt werden, während das reproduktive Nervensrsicm in stiller Thätigkeit die Er-haltung der ganzen Maschine regiert und in gesundem Zustande nur durch die Wir-kungen des GemeingesühlS, durch Wohlbefinden, durch die Triebe, den Hungerund Durst, im krankhaft erhöhten Zustande durch Übelbefinden und Schmerz sichoffenbart. In der Thätigkeit des gelammie» N.rvensnstems untu scheiden.wir dieReizbarkeit oder Empfänglichkeit (Receptivstät), und die Energie (Raciion)desselben. Von der Reizbarkeit hängt die Schnelligkeit ab, mit welcher die Thä-