Band 
Siebenter Band. M bis N.
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Nn've»kraiikhcile»

tigkcit desselben erregt wild; von der Energie hängt die Stärke und ?luSdauer derThätigkeit selbst ab. Die Idee des Nervensystems und seiner Functionen undKräne wird auch begriffen unter der Benennung Sensibilität, und das Ner-vensystem selbst m dies.r Hinsicht als die reelle Offenbarung der Sensib'lität aus-gesprochen. Das Verhältniß der Reccvtivität und Energie der-Lensibilitäi bedingtdie Verschiedenheil der T nip.ramcnie sowol der Individuen als ganzer Nationen.(S. Temperament.) Die Kraft des Nervensystems hat aber auch selbst keinenfesten Punkt, sonder» ist beweglich und veränderlich selbst in einem und demsilbenSubjecte. Im Schlafe z. B. ist die Reizbarkeit des Cerebralsystems geschwächt,h nqegen die des rcproduciiven Nervensvstems erhöht. Daher ruhen im gesundenSchlafe die Sinne, und die willkürlichen Bewegungen hören auf, hingegen dieThat gkcir der Organe des AthmenS, des Blutlaufs, der Verdauung, Absonderungund Ernährung geben kräftiger von statten. Ebcndeßwegen ist auch das Gemein-gefühl in, Schlafe erhöht und w rd lebhafter bewegt als im wachenden Zustande.(S. Traum.) Aus dem bisher Gesagten erh llt, daß das Nervensystem ein eigen-thümliches Leben besitzt, ja daß alles Leben von ihm ausgeht, daß alle ThätigkeitderSe-le selbst erst auf dem L ben des Nervensystems beruht. Die Thätigkeit d-SOrganismus all r einzelnen Organe wird von ihm belebt und geigelt ; Geftibl,Empfindungen, Sinnesanschauung, Vorstellung werden durch dasselbe vermittelt;reges Leben des N-rvensystems hat abwärts reges Leben desKöipers, und aufw.üt«reges Leben des Geistes zur Folge. II.

Nervenkrankheiten sind solche Krankheiten, welche entweder ur«sprünglkch im Nervensystem ihren Grund haben, oder sich vorzüglich durch >meStörung seiner eiqenthüml chm und für uns wahrnehmbar,» Verrichtungen offen-baren. Ist die Reizbarkeit des Nervensystems zu groß, die Empfindlichkeit alsokrankhaft ei loht, so machen all. Eindrücke zu schnelle und heftige Empfindungen,erregen eine heftige, aber ungeregelte Thätigkeit. Daher sind gewöhnliche Ge-fühle schon schmerzhaft, die Sinne bewirken unangenehme Empfindungen, dieVorstellungen sind gr.ll und folgen in stürmischer Unordnung, die Einbildungskraftist zu lebhaft, die Bewegungen sind unwillkürlich, zuckend. Ist de Kraft des Nw«vensvstems zu shrvermindert, so geh n auch die D rrichtungen desselben zu schwachvon statten, oder hören ganz auf. Gewöhnliche Eindrücke erregen keine Empfin-dungen, die Ldinne wereen stumpf, die Einbildungskraft wird gelähmt, die Mug-kelbewegung erschlafft. Die Kräfte des Nervensystems können aber auch ohne Ab-oder Aunayme eine krankhafte Stimmung erhalten, sodafi gewisse Eindrücke ganzandre als die gewöhnlichen Wirkungen erregen. Dies sind die sögen. Idiosyn-krasien (k. d.). Die wchrnehmbaren Zufälle der Nervenkrankheiten sind ver-setz eben, je nachdem gewiss Partien und R'g'onen des Nervensvstems vorzüglichleiden. Trefft dies die Nerven des repromeuven Lwstems des ganzen Körpers, soentsteht ein Schmerz, der sich nach Verschiedenheit der Theile unter verschiedenenFormen, als Hunger, Durst, Müdigkeit, Ekel. Frost, Hitze, Angst, als jucken-der, ziehender, drückender, schneidender, stechender, klopfender, bohrender, nagen-der Schmerz die Empfindung der Taubheit und ^es Einschlafens der Glieder, dasPricke'n ,n denselben, wie Nadelstiche, äußert; besondere krankhafte Regungen desInstinkts Appetit nach Kreide, nach säuerlichen Dingen, die sonderbaren Gelüstemancher Lchwangernz Krankheit des Gemeingefühls, wodurch die Theile desKörpers anders vorgestellt werden als sie wirklich sind, wie z B. Kranke sich vor-stellten, si' seien kalb getheilt, oder ein zweit s Ich läge neben ihrem eigentlichenKörper, oder sie beständen aus Glas oder Wachs, hätten Beine von Stroh. InRücksicht der krankhaften S nnesaußerungen g'bl es gleichfalls mehre Verschieden-heiten nach Verschiedenheck der Theile selbst und den Veränderungen ihrer Nerven-krafte. Bei Manchen ist das Gefühl in der Haut so stumpf, daß sie weder warm